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Onlinehändlerbefragung 2022: Erfolgsfaktoren und Tipps für den Onlinehandel

Bei der jährlich von ZHAW/Handelsverband durchgeführten Onlinehändlerbefragung in Österreich und der Schweiz standen dieses Jahr Erfolgsfaktoren und Omnichannel-Services im Onlinehandel im Zentrum. Besonders spannend ist diese Thematik, weil der Onlinehandel (bzw. auch E-Commerce oder Digital Commerce genannt) während der Corona-Krise einen regelrechten Boom erlebte. Durch die Lockdowns sowie die veränderten Einkaufs-, Arbeits- und Freizeitbedingungen wurde der Trend hin zum Onlineshopping, der schon in den vorhergehenden Jahren immer mehr an Popularität gewonnen hatte, noch beschleunigt.

Erfolgsfaktoren Onlinehandel

(c) Onlinehändlerbefragung 2022 ZHAW/HV, Seite 21

Da die Umsätze im E-Commerce in den Jahren 2020 und 2021 stark anstiegen, spricht man von einem Corona-Effekt oder Corona-Boost. Aktuell stagnieren die Umsätze jedoch oder sinken sogar auf Vor-Corona-Niveau. Um Onlinehändlern dabei zu helfen, weiterhin gut aufgestellt zu sein, wurde im Rahmen der Onlinehändlerbefragung eine Liste mit Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Wir haben die wichtigsten Tipps für euch zusammengefasst.

Onlinehandel und die Geschäftsführung

Wenn du Geschäftsführer bist, solltest du jederzeit die hohe Qualität sowie die Exklusivität deiner Produkte oder Dienstleistungen sicherstellen. Es lohnt sich auch, regelmäßig neue Geschäftsmodelle und Services zu prüfen. Vor allem, wenn du einen bereits etablierten mittelgroßen oder großen Onlineshop betreibst, kannst du so neue Zielgruppen erschließen.

Bei der Entwicklung von neuen Angeboten hilft es, aktuelle und zukünftige Marktgeschehnisse genau zu beobachten und zu antizipieren. Mit der Zeit wirst du ein Gespür dafür entwickeln, wo sich Marktlücken auftun und wie du diese für dein Unternehmen nutzen kannst. Um sich bietende Gelegenheiten optimal zu nutzen, solltest du neben externen Benchmarks auch deine internen Kennzahlen (KPIs) kennen. Die Kombination ermöglicht dir die Ableitung von zeitgemäßen Vertriebs-, Marketing- und Kommunikationsstrategien.

Um schnell auf Veränderungen am Markt reagieren zu können, solltest du darauf achten, kurze Entscheidungswege einzuführen. Nicht zuletzt solltest du auch eine hohe Kundenorientierung garantieren. Digitale oder persönliche Nähe zur Kundschaft empfiehlt sich vor allem für kleine, regionale sowie B2B-Händer.

Tipps für den Onlinehandel-Vertrieb

Im Vertrieb solltest du darauf achten, deine digitalen Vertriebskanäle (eigener Onlineshop, digitale Marktplätze, Native Apps, Social Commerce) möglichst breit aufzustellen und stetig weiterzuentwickeln. Auch Omnichannel-Services sollten aufeinander abgestimmt und angeboten werden. Unabhängig vom Vertriebskanal solltest du darauf achten, dein Online-Sortiment in der Tiefe und vor allem der Breite weiter auszubauen – vor allem, wenn du mit deinem Onlineshop erst am Anfang stehst.

Tipps für den Onlineshop

Du bist gerade dabei, einen Onlineshop aufzubauen? Hier solltest du ein flexibles und erweiterbares System wie etwa WooCommerce oder Shopware 6 auswählen. Ein Onlineshop muss ständig in seinen Systemen, Inhalten und Prozessen weiterentwickelt werden, um im Onlinehandel auf einem konkurrenzfähigen Stand bleiben zu können. Wenn dein Onlineshop eher klein ist, solltest du investieren, um zu wachsen und mit dem Gewinn deine Services, IT und dein Marketing weiter ausbauen zu können.

Tipps für Services im Onlinehandel

Um deinen Kund:innen das Einkaufserlebnis so angenehm wie möglich zu machen, solltest du sicherstellen, dass Basics wie Produktsuche, Produktfilter und Produktfinder reibungslos funktionieren. Grundsätzlich jedoch gibt es heutzutage eine Vielzahl an kundenorientierten Services, die du für deinen Onlineshop nutzen kannst, beispielsweise Rabattcodes, Gratisversand oder auch Chatbots. Es lohnt sich, zu evaluieren, welche Services deine Kund:innen ansprechen würden. Auch das Potenzial von Empfehlungssystemen für das Cross-Selling und Up-Selling sollte ausgeschöpft werden.

Services Onlineshops

(c) Onlinehändlerbefragung 2022 ZHAW/HV, Seite 49

Tipps für IT-Systeme und Payments

Im Bereich IT solltest du auf skalierbare IT- und Informationssysteme mit einer hohen Performance setzen und CMS-, PIM-, ERP- und CRM-Systeme in dein Onlineshop-System integrieren. Ein Marketing Automation System hilft dir dabei, konkrete Anwendungsfälle umzusetzen. Auch ein System für A/B und multivariate Tests sollte angedacht werden, da dadurch die Benutzerfreundlichkeit des Onlineshops sowie die User Experience stetig verbessert werden kann. Zu einer besseren User Experience trägt auch das Angebot an Mobile-Payment Lösungen bei. Beispielsweise werden TWINT und Klarna gerne gesehen.

Payment Methoden Onlineshops

(c) Onlinehändlerbefragung 2022 ZHAW/HV, Seite 53

Tipps für Marketing im E-Commerce

Um eine hohe Markenbekanntheit und Markenstärke aufzubauen, respektive aufrechterhalten zu können, solltest du professionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA) und Social Media Marketing betreiben. Je nachdem, welche Zielgruppe du mit deinen Produkten ansprechen möchtest, kannst du auch mit Influencer:innen, Creators und Testimonials zusammenarbeiten. Deinen (digitalen) Marketing-Mix solltest du regelmäßig analysieren und erweitern. A/B- oder multivariate Tests eignen sich hervorragend für diese Analysen.

Marketing Mix Onlineshops

(c) Onlinehändlerbefragung 2022 ZHAW/HV, Seite 40

Tipps für Organisation & HR

Der Wert von Weiterbildung ist beständig. Deshalb solltest du stets darauf achten, welche Förderungen und Weiterbildungen du deinem Personal zuteilwerden lassen kannst. Spezialisierte Mitarbeiter:innen tragen wesentlich zum Erfolg eines Unternehmens bei. Im Sinne des Onlinehandels sollten dem Personal vor allem in den Bereichen E-Commerce und Digital Marketing Lernanreize geschaffen werden.

Tipps für Einkauf, Lager und Logistik

Um Abhängigkeiten zu reduzieren und Lieferschwierigkeiten zu vermeiden, solltest du den Einkauf auf mehrere Lieferanten verteilen. Auch das Einkaufen bei regionalen oder nationalen Lieferanten kann diese Probleme abfedern. Wenn möglich solltest du auch deine Lagerkapazitäten kontinuierlich ausbauen, um Lieferengpässe zu mindern und Bestellzunahmen bewältigen zu können. Ein flexibler Personaleinsatz im Lager und der Kommissionierung sowie die Beobachtung der Retourenquoten tragen ebenfalls zu einem gesunden Lagerwesen bei.

Auch dein Logistik-Team sollte skalierbar und kompetent sein. Sollte es zu einer hohen Nachfrage deiner Produkte kommen, solltest du direkt aus den Lagern oder aus bestehenden Filialen verschicken, um Zeit zu sparen. Verpackungs- und Versandmaterial solltest du dabei möglichst gering halten.

Zusammenfassung und Ausblick

Was hältst du von diesen Handlungsempfehlungen für den Onlinehandel, was davon hast du in deinem Business schon in die Tat umgesetzt? Was sind deine Erfolgsfaktoren in deinem Onlineshop? Hinterlasse uns gerne einen Kommentar mit deinen Gedanken!

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