Nachhaltigkeit im E-Commerce: 10 Tipps für grünere Onlineshops

Letzttes Update: 30. Januar 2024

Das Thema Nachhaltigkeit ist längst kein neuer Trend mehr. Ganz im Gegenteil: Es wird immer mehr zum Standard, dass Verbraucher:innen sich auf nachhaltige Produkte und bewusstes Einkaufen fokussieren. Auch Unternehmen erkennen zunehmend, dass sie eine gewisse Verantwortung gegenüber der Umwelt und ihren Mitmenschen haben – und von einer nachhaltigen Unternehmensführung profitieren können. In diesem Artikel stellen wir dir 10 Tipps vor, wie du dein E-Commerce-Unternehmen nachhaltiger gestalten kannst.

Nachhaltigkeit im E-Commerce

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Tipp 1: CO2-Ausgleich im Versand

Nachhaltiger E-Commerce trifft den Nerv der Zeit. Laut dem Climate Awareness Report sehen 77% der Befragten Unternehmen in der Verantwortung, aktiv zu werden und Klimaschutzmaßnahmen zu treffen. Die CO2-Emissionen von Produkten sowie Klimaneutralität sind dabei Themen, mit der sich eine Vielzahl der befragten Konsument:innen beim Einkauf beschäftigt.

Ein guter Weg, dein E-Commerce-Unternehmen nachhaltiger zu gestalten, ist daher das Zahlen eines CO2-Ausgleichs. Onlineshops, die einen Ausgleich zahlen, investieren für jede Sendung in Klimaschutzprojekte und gleichen so die durch den Versand entstehende Klimaschädigung aus. Die Mehrkosten liegen dabei pro Paket im überschaubaren Cent-Bereich.

Tipp 2: Umwelt- und klimafreundliche Verpackungen

Von Luftpolsterfolie über Klebebänder und Etiketten bis hin zu anderen Füllstoffen – die Materialien, die zum Verpacken und Verschließen von Sendungen verwendet werden, sind vielfältig. Viele dieser Materialien können heutzutage problemlos nachhaltig hergestellt werden! Bevor du neue Verpackungsmaterialien wie Verpackungschips aus Maisstärke oder Luftpolsterfolie aus Altpapier bestellst, solltest du jedoch deinen Lagerbestand kontrollieren und die Altbestände aufbrauchen – auch das ist eine Form der Nachhaltigkeit!

Ein weiterer Tipp, deine Sendungen umweltfreundlicher zu gestalten, ist der Verzicht auf unnötiges Papier. Bestell- und Versandbestätigungsmails haben so hohe Öffnungsraten, dass du getrost auf Paketbeileger aus Papier verzichten kannst. Es gibt inzwischen auch mehrere Start-ups, die sich auf wiederverwendbare Verpackungen spezialisiert haben. Dabei versendet der Onlineshop die Ware in einer Mehrweg-Versandverpackung, die vom Endverbraucher in der nächsten Packstation retourniert werden kann.

Tipp 3: Vermeiden von Teillieferungen

Die meisten Kund:innen möchten die bestellten Artikel so schnell wie möglich in Händen halten. Schnelligkeit ist demnach für Online-Händler:innen ein wesentlicher Faktor, um bei der Kundschaft Pluspunkte zu sammeln. Sie versenden die Artikel daher – je nach Verfügbarkeit – in mehreren Lieferungen. Teilweise bleibt den Händler:innen jedoch auch gar keine Wahl, beispielsweise wenn sie die Artikel über Amazon Prime versenden.

Es gilt jedoch: Je weniger Pakete unterwegs sind, desto besser. Teillieferungen verursachen erheblich mehr CO2 als Einzellieferungen. Du solltest die bestellten Artikel daher nach Möglichkeit immer zusammen verpacken. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, solltest du deine Kund:innen unbedingt darüber informieren, dass du keine Teillieferungen anbietest. Wenn du nicht komplett auf den Pluspunkt der Schnelligkeit verzichten möchtest, kannst du deinen Kund:innen auch die Möglichkeit bieten, zwischen Teil- und Einzellieferung zu wählen.

Tipp 4: Retourenmanagement

In Österreich ist das Umtauschrecht im Gesetz verankert. Um Müll und unnötigen CO2-Ausstoß zu vermeiden, sollten Unternehmen dennoch Strategien entwickeln, um Retouren zu reduzieren.

Nutze dafür aussagekräftige Produktbilder und -texte. Du musst bedenken, dass Kund:innen die Produkte im E-Commerce nicht physisch begutachten können, sondern auf deine Texte und Bilder vertrauen müssen. Mit den Produktbildern und -texten kannst du dementsprechend die Erwartungen deiner Kundschaft lenken und effektiv Retouren vermeiden.

Auch Onlineshops, die Retouren nicht kostenlos anbieten, können viele Rücksendungen vermeiden. Die Kehrseite der Medaille: Kund:innen schrecken eher vor dem Kauf zurück, wenn die Retoure kostenpflichtig ist. Wenn du dich zu diesem Schritt entscheidest, solltest du die klimaschädlichen Auswirkungen von Retouren offen kommunizieren oder einen Kompromiss eingehen: Du bietest zwar keine kostenfreien Retouren an, spendest die Mehrkosten aber an ein Klimaschutzprojekt.

Tipp 5: Intelligentes Liefermanagement

Wenig überraschend fällt ein Großteil des CO2-Ausstoßes bei der Lieferung an. Je nach Distanz und Versandgeschwindigkeit werden die Pakete über Straßen, Schienen, Wasser- oder Luftwege zu den Konsument:innen gebracht. Dabei sind nicht alle Transportmittel gleich schädlich und du kannst mit wenigen Anpassungen selbst darauf wirken, den Transport klimaschonender zu gestalten.

Das Internet ist voll mit Bildern, in denen Konsument:innen sich über winzige Produkte in viel zu großen Paketen lustig machen. Achte daher darauf, die Verpackungsgröße genau an die Waren anzupassen. So sparst du Verpackungsmaterial, Platz im LKW und Porto, während sich deine Kund:innen über weniger Papiermüll freuen.

Expresslieferungen, die oft per Flugzeug transportiert werden, müssen nicht immer sein. Viele Konsument:innen sind auch bereit, ein paar Tage auf die bestellte Ware zu warten. Mit einer Slow Delivery Option kannst du die Pakete auf dem Landweg verschicken und so deine CO2-Bilanz verbessern. Auch Teillieferungen lassen sich mit Slow Delivery leichter vermeiden.

Tipp 6: Umweltmanagement Strategie

Um dein Unternehmen dauerhaft auf einem nachhaltigen Kurs zu halten, solltest du Daten erheben und deinen Onlineshop mithilfe von Kennzahlen systematisch ausrichten. Mit strategischem Umweltmanagement kannst du Optimierungspotenzial entdecken und nutzen. Das Umweltmanagement wird auf Entscheidungsebene etabliert und von dort ins Unternehmen getragen. Es ermöglicht zudem, Fortschritte und Bestrebungen festzuhalten und diese den Kund:innen zu kommunizieren, sodass dein Unternehmen als transparent und bemüht wahrgenommen wird.

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche KI-Lösungen, die es E-Commerce-Betrieben ermöglichen, mithilfe von künstlicher Intelligent effizienter und nachhaltiger zu werden. Dabei reicht die Bandbreite der Möglichkeiten von verbesserter Logistik über Ressourceneffizienz bis hin zur Vermeidung von Retouren. Besonders attraktiv sind neben der Steigerung der Nachhaltigkeit auch die finanziellen Vorteile, die sich durch KI ergeben.

Tipp 7: Nachhaltige Produktion

Der wohl offensichtlichste Tipp ist in vielen Fällen verhältnismäßig schwer umsetzbar. Womöglich vertreibst du Produkte, die per se nicht mit Nachhaltigkeit vereinbar sind (z.B. Einweg-Plastikbesteck).

Eine Idee für nachhaltigere Produktion, die branchenunabhängig ist, ist die Wahl der Produktionsstätte. Wenn du deine Waren in Europa vertreibst, bietet es sich an, auch in Europa zu produzieren. Dadurch reduzierst du den CO2-Ausstoß durch geringere Transportwege, sorgst für lokale Arbeitsplätze und kannst auch leichter persönlich im Produktionsbetrieb vorbeischauen. Jedoch ist auch diese Aufgabe nicht leicht umsetzbar, da die Vorteile einer Produktion in Asien häufig überwiegen. Hier gilt: schau dich um und lass dich von anderen Unternehmen inspirieren, wie du deine Produktion nachhaltiger gestalten kannst.

Tipp 8: Umweltfreundliche Websites

Ein Aspekt, der häufig vergessen wird: auch Informationstechnologien belasten unsere Erde. Aktuell sind grüne Webhosts noch in der Unterzahl, doch das Angebot wächst stetig. Diese grünen Hosts haben sich zum Ziel gesetzt, das Web nachhaltiger zu machen. So wird beispielsweise für jeden Account ein Baum gepflanzt oder nur Strom aus umweltfreundlicher Wasserkraft verwendet.

Auch schlanke Websites verringern den Datentransfer und somit auch den CO2-Ausstoß. Der Verzicht auf große Dateien erfreut somit nicht nur deine Besucher:innen durch die schnellere Ladezeit – du sparst gleichzeitig Energie und agierst dadurch viel nachhaltiger. Auch zu häufiges Re-Designen der Website ist nervenraubend und verbraucht unnötige Energie. Wir bei MONOBUNT sind Expert:innen für Websites und Webshops und helfen dir gerne dabei, das perfekte Design zu finden, mit dem du lange Freude hast – und somit die Umwelt schonst.

Tipp 9: Re-Commerce

Re-Commerce bezeichnet die Wiederverwendung von Produkten und Materialien, die auf einem Marktplatz für gebrauchte Produkte wieder in den Kreislauf des Marktes überführt werden. Der Ansatz bietet neben der Verlängerung der Produktlebenszeit und der damit einhergehenden Reduktion von Emissionen auch zusätzliche Umsatzpotenziale für Unternehmen. Die passende Software – beispielsweise unsere hauseigene SaaS-Lösung SyncSpider – unterstützt dich bei der Verknüpfung von Back-End und Front-End.

Tipp 10: Verbesserter Service

Ein guter Kundenservice mit persönlicher Kommunikation per Telefon oder Chat vor und nach dem Kauf lassen sich Fehlkäufe vermeiden und die Umtauschhäufigkeit reduzieren. Zudem steigt die Kundenzufriedenheit, wenn die Möglichkeit besteht, getätigte Bestellungen zu ändern oder schlicht und einfach gut beraten zu werden.

Auch Chatbots können wesentlich zur Kundenzufriedenheit im Bestellprozess beitragen. Weitere wissenswerte Informationen über Chatbots erhältst du auf unserem Blog.

Nachhaltiger E-Commerce – Umsetzbar oder Zukunftsmusik?

Nachhaltigkeit im E-Commerce ist ein Thema, das immer mehr an Relevanz gewinnt und uns noch lange beschäftigen wird. Nicht nur aufgrund von Idealen ist ein Umdenken sinnvoll – nachhaltiges Wirtschaften zahlt sich häufig auch finanziell aus. Erste Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit solltest du also lieber früher als später wagen.

Einige der vorgestellten Tipps kannst du schnell und mit wenig Aufwand in deinem E-Commerce-Business umsetzen, während andere einiges an Planung verlangen. In jedem Fall aber zeigst du deinen Kund:innen, dass dein Unternehmen Umweltschutz ernst nimmt und ermöglichst ihnen, weiter mit gutem Gewissen einzukaufen.

Du möchtest dein E-Commerce-Geschäft nachhaltiger gestalten, weißt aber nicht, wie du starten sollst? Wir helfen dir gerne! MONOBUNT ist DIE Adresse in Sachen E-Commerce. Wir nehmen uns Zeit, mit dir die besten Lösungen für dein Unternehmen zu finden und umzusetzen. Nimm noch heute mit uns Kontakt auf oder wirf einen Blick auf unsere Leistungen – wir freuen uns auf deine Anfrage!

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2 Kommentare

  1. Diese grünen E-Commerce-Tipps sind wirklich nützlich und spiegeln die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit in der heutigen Geschäftswelt wider. Es ist gut zu sehen, dass die Unternehmen umweltfreundlichere Praktiken anwenden. Ein weiterer Ansatz, den Unternehmen verfolgen können, ist die Optimierung der Lieferkette. Plattformen wie Shipstage ( shipstage.com ) bieten Lösungen zur Verbesserung der Versandprozesse. Durch die Optimierung der Routen und die Nutzung umweltfreundlicherer Versandoptionen können die Unternehmen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

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