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Viele Unternehmen setzen nach wie vor auf E-Mail-Marketing – und das nicht ohne Grund! E-Mails sind ein kostengünstiges und einfaches Mittel, um Kunden und Interessenten über Angebote, Vergünstigungen und andere Neuigkeiten zu informieren. Wie bei allen Marketing-Strategien ist jedoch auch bei E-Mails ein gewisses Maß an Know-How notwendig, um gute Resultate zu erzielen und lästige Fehler zu vermeiden. Aus eigenen Fehlern lernt man zwar – besser ist es jedoch, sich diese zu sparen. In diesem Artikel haben wir fünf gängige Fehler im E-Mail-Marketing sowie ihre Lösungen für dich zusammengefasst.

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Schlechte User-Experience (UX)
Hast du schon einmal eine Mail geöffnet und wurdest sogleich von ihrer Optik erschlagen? Zu grelle Farben, flimmernde Grafiken, die an einen Besuch in der Disko erinnern und unübersichtliche Layouts schrecken viele potenzielle Leser:innen ab und sorgen dafür, dass deine Mail ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen im Papierkorb landet.
E-Mails können jedoch nicht nur optisch überfordern. Häufig sind sie auch aufgrund der Art, wie der Content geschrieben und aufbereitet ist, unleserlich. Achte stets darauf, deine Botschaft leserlich und leicht verdaulich zu verpacken.
Folgende Fehler solltest du bei der Gestaltung vermeiden:
- Zu lange oder komplizierte Sätze.
- Schlechte Farbgebung, beispielsweise weiße Schrift auf gelbem Hintergrund.
- Grafiken, die nicht zum Inhalt passen.
- Zu kleine oder unleserliche Schriftart.
- Highlights im Text nicht hervorheben.
4 Lösungsvorschläge gegen schlechte UX
Führe deine Leser:innen intuitiv durch deine Mail. Verwende eine direkte und einfache Sprache, ganz so, als würdest du von Angesicht zu Angesicht mit jemandem sprechen. Deine Farbwahl sollte zwar markant sein, aber nicht überfordern und den Text schwer leserlich machen. Hebe stattdessen den Zweck deiner Mail heraus. Dieser Zweck sollte die Leser:innen sowohl sachlich als auch emotional ansprechen.
Problembewältigung
Wenn deine Mail pragmatische Lösungen anbietet, richtest du dich damit an den Wunsch der Leser:innen, ein für sie bestehendes Problem aus der Welt zu schaffen. Eine gute Werbe-Mail zeigt, wie deine Produkte die Probleme deiner Kundschaft lösen. Der sachliche Teil einer Mail richtet sich an die Logik und den Sachverstand der Leser:innen.
Emotionale Werte
Hebst du in deiner Mail emotionale Werte und bestimmte Gefühle hervor, deutest du an, dass dein Produkt oder deine Dienstleistung die affektiven Anforderungen deiner Kund:innen befriedigt. In vielen Fällen drehen sich die emotionalen Ansprüche um Selbstverwirklichung und Identität. Um bei deinen Leser:innen eine affektive Reaktion zu triggern, musst du dich auf ein bestimmtes Gefühl, das du vermitteln möchtest, festlegen. Das Gefühl sollte zudem zu deiner Marke und deiner Zielgruppe passen.
Grafische und sprachliche Elemente
Farben sind wichtige Werkzeuge, wenn es darum geht, Emotionen heraufzubeschwören. Verwendest du in deiner Mail Farbtöne wie Blau, Lila oder Grün, so vermittelst du Harmonie und Ruhe. Auch durch die gezielte Verwendung von Sprache löst du etwas in deiner Leserschaft aus. Verwendest du einen jugendlichen Schreibstil, wirst du eine andere Zielgruppe ansprechen als durch die Verwendung einer sehr formalen Ausdrucksweise. Auch mit der optischen Aufbereitung deiner Texte und klar erkennbaren Call-to-Action-Elementen kannst du Aufsehen erregen.
Mobile Friendliness
Mittlerweile werden bis zu 60% der Mails auf einem Smartphone geöffnet. Bevor du eine E-Mail versendest, solltest du sie daher auf verschiedenen Geräten hinsichtlich ihrer Nutzerfreundlichkeit überprüfen. Eine schlechte User Experience aufgrund mangelnder Mobile Friendliness hat schon so manche E-Mail-Kampagne um ihren Erfolg gebracht.
Nachlässigkeit
Obwohl (Tipp-)Fehler nicht zuletzt dank der Hilfe eigens entwickelter Rechtschreibprogramme heutzutage vermeidbar sind, sind sie doch in vielen E-Mails zu finden. Auf zwei Fehler, die aus Unachtsamkeit resultieren, möchten wir näher eingehen.
Grammatikalische Hürden
Stell dir vor, du triffst jemanden, der sich selbst als Expert:in vorstellt. Während des Gesprächs fällt dir auf, dass die Person immer wieder grammatikalische Fehler macht. Ganz egal, welche Profession sie vertritt: es ist hart, der Expertise einer Person zu glauben, die sich grammatikalisch inkorrekt ausdrückt. Dasselbe Prinzip lässt sich auch auf E-Mails anwenden.
Mails, die Tipp- und Grammatikfehler beinhalten, sind oftmals schwer zu lesen. Sogar kleine Fehler können deiner Message und deinem Ansehen schaden, wenn sie an der falschen Stelle passieren. In der Praxis lässt sich beispielsweise beobachten, dass Fehler in der Betreffzeile von E-Mails fast immer zu einer alarmierend niedrigen Öffnungsrate führen. Auch eine unklare Betreffzeile führt häufig dazu, dass die Mail als Spam oder uninteressant empfunden wird.
Lösungsvorschlag
Tipp- und Grammatikfehler lassen sich ganz einfach vermeiden, indem du korrekturliest, bevor du die Mail sendest. Schlag Begriffe, bei denen du dir unsicher bist, nach und frage gegebenenfalls Kolleg:innen um Hilfe. Auch eine Vielzahl an Textbearbeitungstools wie Grammarly (EN) oder LanguageTool (DE) stehen dir unterstützend zur Seite. Abgesehen davon kannst du deine Texte seit November 2022 auch einfach von ChatGPT überprüfen lassen.
Schwierigkeiten beim Öffnen
Wenn eine E-Mail nicht richtig geladen wird oder Bilder nicht oder nur teilweise angezeigt werden, kann dies zu Frustration führen und die Nutzer:innen davon abhalten, die Mail letztendlich auch zu lesen.
Lösungsvorschlag
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die dazu beitragen können, dass Bilder in E-Mails schneller laden. Ohne der Ursache für eine lange Ladezeit an dieser Stelle weiter auf den Grund zu gehen, solltest du deine Bilder generell optimieren. Das heißt, dass sie auf eine angemessene Größe reduziert und in einem webfreundlichen Format wie JPEG, PNG oder GIF gespeichert werden sollten.
Schwierigkeiten mit Broken Links
Der Austausch von Broken Links sollte auf deiner Aufgabenliste ganz oben stehen, da sie den Erfolg deiner Kampagne direkt beeinflussen. Bevor du auf „Senden“ klickst solltest du alle Links und Codes eingehend überprüft haben, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Viele E-Mail-Programme erlauben dir auch, Testmails zu versenden – eine hervorragende Möglichkeit, Mails auf Fehler zu überprüfen. Falls doch einmal ein nicht funktionstüchtiger oder falscher Link durchrutscht, hilft es, eine Entschuldigung nachzusenden. Je nach Branche kannst du dieser Entschuldigungsnachricht beispielsweise einen Rabattcode oder Gutschein beifügen.
Lösungsvorschlag
Ein weiteres Problem, das sich häufig in E-Mail-Kampagnen beobachten lässt, ist die Verwendung von Broken Links. Auch wenn deine Mail optisch und inhaltlich noch so viel hermacht – wenn die verwendeten Links nicht funktionieren, wirst du damit keinen Erfolg haben. Einzig dein Kundenservice wird mit einigen Beschwerden konfrontiert sein.
Zu viele Ziele
Im Rahmen einer Kampagne kannst du Mails nutzen, um unterschiedliche Ziele zu erreichen. Dabei empfiehlt sich, sich pro Mail auf ein Ziel zu konzentrieren, um die Botschaft klar transportieren zu können und nicht für unnötige Verwirrung zu sorgen. Wenn du zu viele Botschaften in eine E-Mail packst, werden deine Leser:innen nur schwer verstehen, was du ihnen mitteilen möchtest.
Lösungvorschlag
Bevor du mit dem Schreiben beginnst, solltest du dir Gedanken über deine Message machen. Bietet sie einen Mehrwert, ist sie eindeutig und leicht verständlich – egal, wo sich die Leser:innen auf ihrer Customer Journey befinden? Je nachdem, wie gut deine Zielgruppe dich und deine Marketingstrategien kennt, kann unterschiedlicher Content sie zur Handlung anregen.
Falsche Segmentierung und fehlgeschlagene Personalisierung
Obwohl der Versand von speziellen Mails an vorher definierte Empfängergruppen eine gute Sache ist, kann viel schiefgehen. Beispielsweise können die Gruppen auf veralteten Daten basieren, die falsche Zielgruppe beinhalten oder schlicht und einfach falsch eingeteilt sein.
Wenig überraschend geht schlechte Segmentierung oft Hand in Hand mit falscher Personalisierung. Dieses Problem tritt auf, wenn Empfänger:innen Mails mit für sie irrelevanten Informationen erhalten. Wenn du beispielsweise Spielzeug vertreibst und deinen Gutscheincode an alleinlebende Student:innen verschickst, wirst du wahrscheinlich nur wenig Resonanz erhalten.
Lösungsvorschlag
Gehe bei der Segmentierung genau vor. Dafür identifizierst du zunächst alle Charakteristika deiner Zielgruppe, die du anschließend in kleinere, detailliertere Gruppen unterteilst. Relevante Informationen, die du für die Segmentierung benötigst, erfragst du daher am besten schon bei der Datengenerierung (z.B. Newsletter-Anmeldung).
Sobald du deine Empfängerliste segmentiert hast, kannst du an Content für die jeweiligen Gruppen arbeiten. Für Neukund:innen bieten sich Rabatte für die erste Bestellung an, Stammkund:innen können früher Zugang zu speziellen Angeboten erhalten. Je mehr deine Mails auf die Zielgruppen zugeschnitten sind, desto eher werden sie auch geöffnet und letztendlich eine Conversion generieren.
Mails passen nicht zur Markenbotschaft
Beim Entwickeln einer E-Mail-Kampagne ist wichtig, dass sie auch zu deiner Marke passt. Besonders evident wird dieses Problem zu speziellen Anlässen, allen voran der Weihnachtszeit. Um ihren Content festlich zu gestalten, greifen viele Unternehmen auf fertige Templates zurück. Leider haben wir alle diese 08/15-Templates schon unzählige Maile gesehen.
Lösungsvorschlag
Egal, ob Feiertag oder Bestätigungsmail: dein Content sollte immer aussehen, als käme er von dir. Es bringt nichts, viel Geld und Zeit in Templates zu investieren, die nicht zu deinem Unternehmen passen und es letztendlich erst recht unmotiviert und faul erscheinen lassen. Kleine Details machen oft einen großen Unterschied. Grafiker:innen können unter anderem deinem Logo häufig ohne großen Aufwand einen saisonalen Touch geben.
Fazit zu E-Mail Katastrophen
Wenn man effektives E-Mail-Marketing betreiben möchte, gibt es mehr zu beachten, als man auf den ersten Blick annehmen würde. Fünf häufige Fehlerquellen sowie ihre Lösungen haben wir dir in diesem Artikel vorgestellt. Mit einer Checkliste, die du vor dem Versand abarbeitest, kannst du sichergehen, nicht doch aus Versehen eine fehlerhafte Mail zu versenden.
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