(Cookie-) Consent Banner: Checkliste zur optimalen Einbindung

Sogenannte (Cookie-) Consent Banner (ugs. auch als Cookie Banner bezeichnet) begleiten uns nun schon seit einigen Jahre quer durch das Internet. Warum solche Consent Banner, die meistens mittels Consent Management Plattformen (CMPs) implementiert werden, rechtlich gesehen notwendig sind, erklären wir dir auf unserer Seite zu DSGVO und Consent Management. Dort bekommst du auch Empfehlungen bzw. zeigen wir dir unsere präferierten Lösungen.

Rechtswidrige Cookie-Banner

Warum dieses Thema wirklich relevant ist, zeigt der Fall von wetteronline.de – in einem Verfahren der Verbraucherzentrale NRW gegen das deutsche Wetterportal hat das OLG Köln am 19. Januar 2024 die unzulässige Verwendung des Consent Banners bestätigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es gibt jedoch mehrere Punkte, die man auf Basis dieses Gerichtsverfahrens in der Umsetzung des eigenen Consent Banners berücksichtigen sollte:

  • Die Ablehnmöglichkeit muss auf der gleichen Ebene wie die Zustimmungsmöglichkeit sein („1-Click-Lösung“). Es ist also nicht zulässig, dass man zuerst auf „Einstellungen“ (o.ä.) navigieren muss und erst dann die Cookies ablehnen kann.
  • Ein [X] im Consent Banner mit der Bezeichnung „Akzeptieren und schließen“ ist ebenfalls nicht zulässig, weil durchschnittliche Nutzer:innen nicht damit rechnen können, dass sie durch ein Wegklicken des Banners die Einwilligung geben.

Weitere Beispiele für Abmahnungen

Es ist ebenfalls nicht zulässig, dass ein Consent Banner die Navigation auf das Impressum oder die Datenschutzerklärung verdeckt. Voreingestellte Checkboxen oder Schieberegler sind ebenfalls nicht zulässig. Eine implizite Einwilligung durch Weitersurfen durch die Anzeige eines Banners mit „OK“-Button (wie dies früher auf vielen Seiten der Fall war) widerspricht innerhalb der DSGVO dem Gebot der Freiwilligkeit, weil keine Auswahlmöglichkeit gegeben wird.

Natürlich ist es auch nicht zulässig, dass Statistik- oder Marketing-Cookies als funktionale oder essenzielle Cookies deklariert werden, um diese damit auch dann setzen zu können, wenn man Cookies ablehnt. Theoretisch bieten die meisten CMPs, wie etwa Cookiebot, diese unzulässigen Einstell-Möglichkeiten. Der Anbieter Usercentrics hat auf seiner Website einige weitere Beispiele für unzulässige Consent-Banner zusammengefasst.

Tipps für das optimale (Cookie-) Consent Banner

Abgesehen davon, dass die Einwilligung in deinem Consent Banner DSGVO-optimiert umgesetzt wird – wusstest du, dass du selbst einen erheblichen Einfluss auf die Akzeptanz-Rate der Cookies auf deiner Website ausüben kannst?

So macht es einen Unterschied, wie und wo das (Cookie-) Consent Banner auf deiner Website platziert ist. Gemäß einer Studie von Smarketer erreichst du die beste Akzeptanzrate, wenn dieses zentral bzw. mittig platziert ist. Darüber hinaus soll das Banner so schnell wie möglich geladen werden, damit verhinderst du eine höhere Absprungrate. Die Beschriftung der Buttons ist von großer Bedeutung. Die Buttons müssen klar und deutlich lesbar sein. Der „Akzeptieren“-Button soll auf Desktop immer rechts sein, auf mobilen Geräten immer oben.

Der Button „Cookies ablehnen“ erfüllt die Anforderung der Ablehnbarkeit auf der ersten Ebene mit einem Klick. Das betrifft aber nur Marketing- und Statistik-Cookies, die essenziellen bzw. technisch notwendigen Cookies werden bei Click auf diesen Button trotzdem ausgelöst.

Das Consent Banner soll auch die Navigation auf der Website unterbinden, d.h. du zwingst deine Nutzer:innen zu einer Entscheidung. Denn viele Nutzer:innen ignorieren ein Banner auch komplett und lassen die Abfrage auf ihrem Screen stehen, wenn dies von der Umsetzung her möglich ist. Das ist negativ für dich und deine Daten, denn ohne den Zwang zur expliziter Akzeptanz oder Ablehnung erleidest du erheblichen Datenverlust, weil Tags nicht geladen werden können bzw. der Consent Mode bei Ablehnung nicht aktiviert wird.

Auf dem nachfolgenden Screenshot von monobunt.at zeigen wir dir ein Beispiel, wie die optimale Einbindung deines Consent Banners aussehen kann:

Consent Banner monobunt.at

Checkliste Consent Banner Design

Die im letzten Absatz genannten Punkte haben wir nachfolgend als Checkliste zusammengefasst, welche du bei der Implementierung deiner Consent Management Lösung im Kopf behalten solltest:

  1. Das (Cookie-) Consent Banner wird technisch gesehen bei Website-Besuch sofort geladen.
  2. Das Consent Banner ist optisch zentral und mittig eingebunden.
  3. Man kann das Banner nicht einfach per [x] wegklicken oder gänzlich ignorieren.
  4. Zustimmung und Ablehnung befinden sich auf der gleichen Ebene, du bietest deinen User:innen also eine rechtlich konforme „1-Click-Lösung“
  5. Die Akzeptanz befindet sich auf Mobilgeräten oben, auf Desktop-Geräten rechts.
  6. Die Buttons heben sich deutlich vom Rest des Consent Banners ab.
  7. Das Wording der Buttons ist klar und eindeutig.
  8. Die Optik ist auf die CI-Farben des Unternehmens angepasst.

 

Wir sind dir bei der technischen und inhaltlichen Einbindung deines Consent Banners gerne behilflich, schreib uns am besten noch heute. Darüber hinaus empfehlen wir dir einen Blick auf unseren Artikel zum Ende der Third-Party-Cookies, weil auch die Verwendung des Google Consent Mode v2 für deine Website bzw. dein Digitalmarketing von höchster Relevanz ist.

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