HIER GEHT'S LOS

Vergangene Woche hat Google für viele Expert*innen überraschend angekündigt, Universal Analytics per 1. Juli 2023 in den Ruhestand zu verabschieden und Google Analytics 4 (GA4) somit zur de facto Standardlösung zu machen. Properties der Premium-Variante Universal Analytics 360 bekommen noch drei Extra-Monate an Daten, für sie endet die Laufzeit mit dem 1. Oktober des gleichen Jahres. Google begründet diesen Schritt in seinem Blog wie folgt:

“Universal Analytics was built for a generation of online measurement that was anchored in the desktop web, independent sessions and more easily observable data from cookies. This measurement methodology is quickly becoming obsolete.“

GA4 ist die Zukunft der Webanalyse

Dies bedeutet, dass GA4 ab Sommer des kommenden Jahres die alleinige Google-Lösung für Webanalyse sein wird. Wir haben bereits im Oktober 2020 über GA4 berichtet. Damals noch im Beta-Status, hat GA4 in der Zwischenzeit laufend neue Funktionen erhalten. Beispielsweise kann man GA4 seit dieser Woche mit dem Google Merchant Center verbinden, welches für Google Shopping benötigt wird. Außerdem ist es bereits auf moderne Datenschutzanforderungen ausgerichtet, so ist etwa die IP-Anonymisierung, welche in Universal Analytics noch manuell aktiviert werden musste, standardmäßig eingestellt.

“It helps businesses meet evolving needs and user expectations, with more comprehensive and granular controls for data collection and usage. Importantly, Google Analytics 4 will also no longer store IP addresses. These solutions and controls are especially necessary in today’s international data privacy landscape, where users are increasingly expecting more privacy protections and control over their data.”

Das eventbasierte Datenmodell von GA4

Was bedeutet dies für dich und deine Webanalyse? Wer gehofft hat, dass der Umstieg von GA3 (Anm. wie Universal Analytics nun rückwirkend bezeichnet wird) auf GA4 mit einigen Klicks erledigt ist, den müssen wir leider enttäuschen.

Der Umstieg von GA3 auf GA4 kann nicht wirklich nebenbei erledigt werden, weil sich in den Grundprinzipien des Tools vieles fundamental geändert hat. Den größten Unterschied sieht man im nachfolgenden Screenshot von Google. Dies ist die Umstellung von einem sitzungsbasierten Datenmodell auf ein eventbasiertes Datenmodell.

Unterschied UA und GA4

Kurz gesagt: UA hatte den Fokus auf Sitzungen, GA4 hat diesen hingegen auf den Nutzern. Was außerdem sofort auffällt: wie auf dem nachfolgenden Screenshot ersichtlich, hat eine GA4-Property hat keine Datenansicht mehr.

GA4 Verwaltung

Auch für Filter gibt es keinen eigenen Bereich mehr, dafür kann bei GA4 direkt in den Berichten (umfangreich) gefiltert werden. Außerdem gibt es keine Zielvorhaben mehr, diese können nun als Events angelegt werden und anschließend mit einem Funnel ergänzt werden.

Dafür können einige Ereignisse wie “scroll”, “click” oder “purchase” nun out-of-the-box getrackt werden und müssen nicht mehr über den Google Tag Manager angelegt werden. Das Setup bzw. die Migration des Enhanced Ecommerce Trackings (EEC) war in GA4 zunächst längere Zeit noch mühsam, kann aber mittlerweile zumindest für WooCommerce ebenfalls gut abgewickelt werden.

Jetzt auf GA4 umsteigen

Im Oktober 2020 haben wir dir empfohlen, für’s Erste parallel eine GA3- und eine GA4-Property zu betreiben. Falls du bisher noch keine GA4-Property erstellt hast, solltest du das so schnell wie möglich erledigen. Warum? Ganz einfach, um zumindest noch einige Monate an historischen/saisonalen Daten in GA4 zu sammeln, bevor UA obsolet wird.

Du solltest den Umstieg auf GA4 auch als Chance sehen, die eigenen Ziele bzw. Conversion Rate Optimierung auf deiner Website oder in deinem Webshop zu überdenken. Welche Nutzerereignisse sind für deinen ROI bzw. ROAS im Onlinegeschäft verantwortlich? Wir helfen dir gerne beim Umstieg von GA3 auf GA4, sowohl bei der Konzeption deiner Ziele als auch bei der technischen Migration von Zielvorhaben/Conversions. Schreibe uns noch heute im Kontaktformular für ein individuelles Angebot.


 

Über den Autor

Gerald Emprechtinger ist seit 2017 im Team von MONOBUNT und seit Februar 2022 als Agenturleiter tätig. Er hat ein Diplomstudium für Marketing und Medienmanagement an der FH Salzburg abgeschlossen, aktuell absolviert er ein berufsbegleitendes MSc-Studium für Digital Marketing & Analytics am MCI Innsbruck. Seine Leidenschaft gilt der Suchmaschinenoptimierung und  Web Analytics. Seit 2015 beschäftigt er sich mit WooCommerce und dem Google Tag Manager und hat dazu viele Blogartikel und Gastartikel verfasst. Hier geht es zu den weiteren Blogartikeln von Gerald bei MONOBUNT.

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