Online Marketing

WP vs TYPO3

Letztstand: 14. November 2019
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Ab und zu werden wir gefragt, warum wie bei unseren WaaS-Produkten (für Websites und Webshops) auf das Content Management System WordPress und nicht etwa TYPO3 setzen. Die kurze Antwort darauf lautet: weil WordPress

  • über die meisten Plugins (für alle erdenklichen Anforderungen) aller CMS verfügt
  • das benutzerfreundlichste CMS ist
  • und außerdem out-of-the-box über eine vollständige SEO-Grundoptimierung verfügt.

Ein guter Indikator für den Unterschied in der Beliebtheit von WordPress und TYPO3 ist eine Suche bei Google Trends. Dabei stellt 100 den höchsten Wert dar.

Vergleich TYPO3 und WordPress Google Trends

Wie man an der Grafik deutlich erkennen kann, besteht in Österreich ein deutlich größeres Interesse an WordPress. TYPO3 ist vor allem im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) verbreitet, wie die Statistik von BuiltWith genau zeigt. Nachfolgend will ich die beiden CMS noch genauer hinsichtlich der wichtigsten Punkte im Bezug auf eine Unternehmensentscheidung vergleichen.

Benutzerfreundlichkeit beider CMS

Ich persönlich habe mehrere Jahre lang bei vielen Kundenprojekten mit TYPO3 (ab Version 6.2.) gearbeitet und kann daher aus persönlicher Erfahrung sagen, dass es als Nicht-Entwickler viel schwieriger ist, sich im Backend von TYPO3 einzufinden. Um ein System auf die notwendigen Wünsche des Kunden einzustellen, benötigt man mehr als nur Grundkenntnisse und sehr häufig die Unterstützung eines Entwicklers.

Für viele TYPO3-Neueinsteiger ist zunächst auch die meiner Meinung nach etwas unlogische Backend-Darstellung ein gravierendes Problem. Während es für das Backend von WordPress eine einzige Ansicht gibt, verwirren bei TYPO3 die verschiedenen Menüpunkte einen Neueinsteiger meistens doch ziemlich. Beispielsweise können in der Seitenansicht andere Einstellungen getätigt werden als in der Listenansicht (und vice versa).

WordPress beruht auf einem RTE (Rich Text Editor) und diverse Pagebuilder (z.B. Visual Composer, Avia Layout Editor, Divi Builder oder DragDropr) können eingebunden werden, bei denen man eine Seite via drag & drop zusammenstellen kann.

Bei TYPO3 baut man eine Seite hingegen über verschiedene Elemente (Headlines, Texte, Bilder, Tabellen usw.) zusammen. Dies erfordert bei komplexeren Seiten mitunter viel Logik bei der Zusammenstellung, da man nicht sofort eine Vorschau der Änderungen sieht, sondern diese manuell anzeigen lassen muss.

Setup, Hosting & Wartung

Es gibt in Österreich leider nur relativ wenige wirklich qualifizierte Entwickler, welche das CMS vollständig verstanden haben. Diese finden sich zumeist in den Ballungszentren wie Wien, Linz oder Graz. Daher übersteigt die Nachfrage an diesen Entwicklern auch meistens das Angebot, was gerade bei der Arbeit mit externen Agenturen oder Freelancern zu Verzögerungen bei laufenden Projekten führen kann.

Auch eine Übergabe einer TYPO3-Instanz von einer Agentur an eine andere ist dementsprechend schwierig, vor allem wenn viele Individualisierungen durchgeführt wurden und z.B. eine Kompatibilität von anwenderspezifischen Plugins hergestellt werden muss.

Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen kann TYPO3 beim Setup und der laufenden Wartung mitunter ein technischer Overkill sein. Das Update des Core (in der sich alle zentralen Features des CMS befinden) ist relativ aufwändig und muss zwingend durch einen Entwickler mit langjährigen Kenntnissen durchgeführt werden – vor allem wenn die bestehende Version schon etwas veraltet ist.

Nach drei Jahren endet der Support in den LTS-Versionen (long term support), ab diesem Zeitpunkt werden für eine Version keine Core-Updates oder Bugfixes mehr auf den Markt gebracht (siehe auch nachfolgende Grafik). Das CMS wird daher zum einen veraltet und zum anderen anfällig gegenüber Angriffen von außen.

Außerdem ist die Modularität und Erweiterbarkeit auch ein Faktor, dass die Anforderungen an einen performanten Server deutlich höher sind als bei WordPress, was für ein Unternehmen höhere monatliche Server- und vor allem Wartungskosten zur Folge hat.

TYPO3 Supportzeiten

Plugins & Erweiterungen

Derzeit gibt es 1201 offizielle Erweiterungen für TYPO3 8 LTS sowie 713 für TYPO3 9 LTS (Quelle: https://extensions.typo3.org/). Im Gegensatz dazu findet man bei WordPress aktuell 54.600 verschiedene Plugins, also knapp 27x so viele (Quelle: https://de.wordpress.org/plugins/) wie bei TYPO3.

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es bei WordPress eine nahezu unendliche Anzahl an Plugins für alle Zwecke. Aufgrund der riesigen Entwicklercommunity (welche auch einmal pro Jahr beim WordCamp Vienna in Österreich halt macht) werden diese ständig getestet und weiterentwickelt.

WordPress Plugins

Daher gibt es bei allen wichtigen Plugins keinerlei Kompatibilitätsprobleme, wenn eine neue Version des WordPress CMS herauskommt. Dadurch können diese Plugins auch durch den Content Manager oder Marketer selber upgedated werden, die Abwicklung dieses Prozesses durch einen Entwickler (wie bei TYPO3) fällt somit weg.

TYPO3 ist kein Shopsystem

Während es bei WordPress aufgrund der unzähligen Erweiterungen (wie z.B. WooCommerce, German Market, Stripe) auch für Kleinstunternehmen leistbar ist, einen Webshop zu betreiben, ist bei TYPO3 das genaue Gegenteil der Fall. Mit Aimeos, TYPO3 Multishop oder Quickshop gibt es zwar einige Erweiterungen auf dem Markt – ich persönlich kenne allerdings kein größeres Unternehmen, welches TYPO3 als CMS für einen Onlineshop verwendet.

War es früher noch häufig normal, dass Website und Webshop auf getrennten Domains liefen, so ist dies im Jahr 2018 im Bezug auf SEO ein riesengroßer Nachteil. Daher ist TYPO3 auch ein absolutes No-Go, wenn ein Unternehmen seine Onlinepräsenz auf einer Seite bündeln will. Eine Bündelung hat nicht nur niedrigere Service-, Hosting- und Wartungskosten zur Folge, sondern auch einen niedrigeren Aufwand in punkto Content Management, Webtracking, Webanalyse und Online Marketing im Allgemeinen.

SEO mit Yoast

YoastSEO ist das wohl bekannteste SEO-Plugin der Welt. Hier kann man auf jeder Seite mit nur wenigen Klicks alle wichtigen Grundeinstellungen betätigen (z.B. Indexierung, Nofollow, Noindex). Außerdem bietet Yoast die Möglichkeit, jeder Seite bzw. jedem Blogeintrag einen individuellen SEO-Titel und eine SEO-Beschreibung zu verpassen. Diese Texte werden dann auch gleich on-the-fly hinsichtlich des Vorkommens von Keywords und Länge überprüft und der User bekommt konkrete Empfehlungen zur Verbesserung.

SEO Yoast WordPress

Während Yoast bei WordPress schon seit Jahren in nahezu jeder Website integriert worden ist (bzw. wird / werden kann), war die Anzahl an praktischen Tools bei TYPO3 lange Zeit doch ziemlich beschränkt und bei weitem nicht so benutzerfreundlich.

Doch im Jahr 2016 wurde auch die erste YoastSEO-Version für TYPO3 auf den Markt gebracht (November 2019: Version 5.1.1). Während man das Plugin bei WordPress mit nur wenigen Klicks installieren kann, ist bei TYPO3 eine Kenntnis des Systems zwingend erforderlich. Hier hat TYPO3 also trotz der Existenz des Yoast-Tools noch immer Nachholbedarf gegenüber WordPress. Außerdem sind die Möglichkeiten der Konfiguration und Individualisierung noch nicht annähernd auf dem Level von WordPress.

Zusammenfassung

TYPO3 ist gewiss kein schlechtes CMS – ganz im Gegenteil. Es verfügt im deutschsprachigen Sprachraum über eine große Community und daher auch über ausreichend Dokumentation und Hilfestellung. Durch die immense Modularität ist das CMS perfekt geeignet, wenn man eine Seite mit vielen verschiedenen Sprachversionen benötigt oder Inhalte länderspezifisch bereit stellen will.

Die Benutzerverwaltung ist ebenfalls viel granularer als bei WordPress aufgebaut, man kann daher wirklich auf jede Seite oder jede Erweiterung bezogen bestimmen, wer Admin-, Schreib- oder Leserechte hat. Gerade in komplexen Unternehmensstrukturen kann dies ein wichtiger Entscheidungspunkt hinsichtlich TYPO3 sein.

Aber im Endeffekt ist TYPO3 ein CMS für Experten. Es verliert den direkten Vergleich mit WordPress vor allem bei Benutzerfreundlichkeit, Erweiterbarkeit und notwendigen Wartungsressourcen. Im Gegensatz zu TYPO3 ist WordPress (inkl. der Shoperweiterung WooCommerce) auch weltweit die klare #1 (derzeit auf 38% aller Webseiten) der Content Management Systeme.

Dementsprechend größer und globaler ist auch das Angebot an Plugins und Erweiterungen. Wer einen Onlineshop auf die Beine stellen will, kommt nicht um WooCommerce herum. Nachfolgend fassen wir nochmals alle Eckpunkte im Bezug auf WordPress und TYPO3 tabellarisch zusammen.

Überblick TYPO3 vs WordPress

CMSTYPO 3WordPress
VERÖFFENTLICHUNG19982003
AKTUELLE VERSION (NOV 19)10.15.3.3
MARKTANTEIL (TOP-10.000)0.24%36.1%
OPEN SOURCEjaja
SUPPORTZEITENLTS (Long Termin Support; 3 Jahre)Regelmäßig
NUTZERVERWALTUNGFür komplexe Strukturen geeignetFlache Hierarchien
CONTENT MANAGEMENTGroße Lernkurve, ohne aktive Erfahrung unmöglichKleine Lernkurve, für Einsteiger geeignet
FÜR ONLINESHOPS GEEIGNETNicht wirklichOptimal dank WooCommerce
MEHRSPRACHIGKEITjaja (mit Plugin wie WPML)
MULTI-SITEjaja (mit WP Multi-Site)

Du weißt nicht, welches CMS du für deine Website verwenden willst und hast mehr Fragen zu WordPress oder unseren WaaS-Paketen? Dann stelle uns noch heute eine Anfrage in unserem Kontaktformular und wir melden uns umgehend bei dir!

Egal ob großer Versandhandel oder kleines Start-Up, beim Betreiben eines Online-Shops steht und fällt alles mit der Conversion Rate.

Du kannst in deinem Online-Shop so viele Besucher haben, wie du willst, wenn die User nichts kaufen, hast du trotzdem kein Geld verdient. Auch die Schaltung von Facebook und Google Werbung wird an diesem Zustand nichts ändern. Solange dein Online-Shop nicht darauf ausgerichtet ist, dass deine Zielgruppe in deinem Shop kauft, wirst du dadurch nur Geld verbrennen.

Aber sobald das der Fall ist, sind diese zwei Werbeplattformen echte Waffen. Denn dann bieten sie dir die Möglichkeit, relativ kostengünstig Besucher auf deinen Shop zu bringen und deine Produkte gewinnbringend zu verkaufen.

Voraussetzung: Die Conversion Rate stimmt! Damit diese stimmt, bevor du anfängst, Werbung zu schalten, erfährst du in diesem Blogartikel 10 Tipps, wie du die Conversion Rate in deinem Online-Shop steigern kannst.

Rabatte

So einfach es sich anhört, bieten dir Rabatte eine gute Möglichkeit, deine Conversion Rate zu steigern.

Die meisten Käufe in einem Online-Shop sind Impulskäufe. Das heißt, der Kunde überlegt nicht lange, er findet das Produkt gut und kauft. Eine solche Kaufentscheidung findet rein auf emotionaler Basis statt und unterliegt keiner rationalen Begründung. Durch Rabatte kannst du die Rate der Impulskäufe steigern. Dabei ist die Höhe des Rabattes zweitrangig. Auch kleine Gutschein-Codes können die Conversion Rate bereits erhöhen.

Wir haben sogar mit 5%- oder 5€-Rabatten bereits Erfolge gesehen.

Eine Möglichkeit, diese Coupons an den Kunden zu bringen, ist das Retargeting auf Facebook. Der Besucher kommt auf deinen Online-Shop und bricht, aus welchem Grund auch immer, die Bestellung ab. Er geht auf Facebook, sieht eine Werbeanzeige in seinem News Feed, in der er an den Kauf in deinem Online-Shop erinnert wird und einen Rabatt in Form eines Gutschein-Codes bekommt. Durch diese Strategie gewinnst du Kunden zurück, die du an dieser Stelle verloren hättest.

Kostenloser Versand

Kostenloser Versand sollte der Standard in jedem Online-Shop sein.

Wir erklären dir kurz warum: Große Plattformen, wie beispielsweise Amazon, haben uns daran gewöhnt, dass der Versand kostenlos, schnell und bequem abgewickelt wird. Natürlich ist der Versand auch bei Amazon nicht kostenlos. Er verursacht schließlich Kosten. Dieser wird nur an einer anderen Stelle abgerechnet – durch das Abo-Modell Amazon Prime. Der Versand ist bei Amazon nur kostenlos, wenn du als Kunde eine Mitgliedschaft bei Amazon Prime besitzt. Als kleiner Online-Shop solltest du die Versandkosten einfach in die Produktpreise einrechnen.

Social Proof

Menschen kaufen von Menschen.

Auch wenn deine Kunden online einkaufen, werden sie trotzdem auf die Meinung anderer Menschen zählen, die bereits dieses Produkt gekauft haben. Eine Möglichkeit, diesen Social Proof aufzubauen, ist das Einbauen von ehrlichen Kundenrezensionen. Ehrlichkeit sollte an dieser Stelle selbstverständlich sein. Die Vergangenheit hat gezeigt: Für viele Online-Shop Betreiber ist es das nicht. Sogar von vielen Amazon Sellern werden Produkt-Reviews eingekauft. Mittlerweile straft Amazon diese eingekauften Rezensionen aber ab, was sogar zum Verlust der Verkaufslizenz auf Amazon führen kann.

Ehrlichkeit währt eben immer noch am längsten.

Ein anderer Weg, Social Proof aufzubauen, sind: Video-Testimonials. Deine Kunden geben dir ein ehrliches Feedback von ihrer Bestellung per Video. Diese Videos kannst du auf deinen Produktdetailseiten oder auch wieder im Retargeting einbauen. Der Besucher kommt auf deinen Online-Shop. Er bricht die Bestellung ab. In seinem Facebook News Feed sieht er ein Video von einem deiner Kunden, der positiv über deine Produkte spricht und er kauft. Besonders wirksam ist diese Strategie, wenn du mehrere Testimonials auf unterschiedlichen Kanälen streust. Du kannst deine Video-Testimonials auf Facebook, Instagram und YouTube als Werbeanzeigen schalten. Dadurch baust du in deiner Zielgruppe eine Omnipräsenz auf.

Vertrauenssymbole

Im Vertrieb hast du zwei Feinde, gegen die du ankämpfst: die fehlende Sichtbarkeit und das fehlende Vertrauen.

Die fehlende Sichtbarkeit löst du, indem du auf Facebook und Google Werbung schaltest oder auf die gute, alte Suchmaschinenoptimierung setzt. Doch wie bringst du den Besucher in deinem Online-Shop dazu, dir sein Vertrauen zu schenken? Die Lösung sind Vertrauenssymbole:

Besonders wichtig sind diese Vertrauenssymbole im Checkout, weil dort über 50% aller Interessenten die Bestellung abbrechen, obwohl sie ihre Produkte bereits in den Warenkorb gelegt haben. Wenn du diese Abbruchrate nur minimal senkst, kann das bereits einen enormen Einfluss auf deinen Gewinn haben. Schließlich hast du bereits Geld für Werbung ausgegeben, um den Besucher in den Shop zu bringen.

Auch sichere Bezahlarten können vertrauensbildende Maßnahmen sein, die sich auf der Website abbilden lassen:

Verknappung

Wir Menschen wollen immer das haben, was wir nicht haben können.

Zum Beispiel schätzen wir unsere Gesundheit nur, wenn wir krank sind. Deshalb ist die Verknappung eine der stärksten Waffen, um Menschen zum Handeln zu bewegen. Große E-Commerce-Portale zeigen auf der Produktdetailseite an, wenn von einem Produkt nicht mehr viele Artikel auf Lager sind. Dabei handelt es sich um eine natürliche Verknappung, weil es bei physischen Produkten tatsächlich der Fall sein kann, dass sie ausverkauft sind. Sie müssen schließlich produziert werden.

Verknappung kann aber auch falsch eingesetzt werden.

Online-Kurse, Webinare oder ähnliches sind von der Stückzahl nicht limitiert, weil sie nicht produziert werden müssen. Alle Limitierungen sind hier eine künstliche Verknappung. Die User reagieren mittlerweile sehr sensibel auf diese Art der Verknappung. Deshalb muss eine Verknappung realistisch (!) begründet werden. Ein Online-Kurs ist nicht auf 15 Teilnehmer begrenzt. In einem Webinar können auch mehr als 30 Interessenten teilnehmen. Wer eine solche künstliche Verknappung in Zukunft noch betreibt, riskiert, das Vertrauen der User gänzlich zu verlieren. Eine natürliche Verknappung kann aber die Conversion Rate extrem steigern.

Produktvorschläge

Du kennst sicher die Produktvorschläge von Amazon:

Die Sätze „Wird oft zusammen gekauft“ oder „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“ führen bei Amazon nicht nur zu höheren Conversion Rates, sondern auch zu größeren Warenkörben. Du kannst diese Art von Cross-Selling auf deinen Produktdetailseiten betreiben, aber auch im Retargeting. Wenn ein Kunde in deinem Online-Shop ein oder mehrere Produkte gekauft hat, können ihm durch dynamisches Retargeting, zum Beispiel auf Facebook, automatisiert Vorschläge für komplementäre Produkte gemacht werden. Dafür musst du nur deinen Produktfeed bei Facbeook hochladen und dynamische Werbeanzeigen schalten.

Upsells

Eine weitere Möglichkeit, deinem Kunden Zusatzangebote zu verkaufen, sind sogenannte Upsells.

Der Unterschied von Upsells zu normalen Produktvorschlägen ist, dass bei Upsells der Kunde seinen Kauf bereits abgeschlossen und bezahlt hat. Wenn du zum Beispiel Verbrauchsprodukte in deinem Online-Shop verkaufst, kannst du deinem Kunden auf der eigentlichen Dankesseite anbieten, diese Produkte zu abonnieren. Verbrauchsprodukte muss dein Kunde sowieso immer wieder kaufen. Durch ein Abo-System hast du nicht nur regelmäßige Einnahmen, sondern vereinfachst auch das Leben deines Kunden.

Splittests

Das Schöne im Online-Marketing ist, dass du alles testen kannst.

Lediglich nutzen diese Möglichkeit die meisten Online-Shops nicht. Bei einem Splittest werden zwei unterschiedliche Varianten einer Seite getestet, bei denen sich nur ein kleines Detail unterscheidet, wie zum Beispiel die Farbe des Buttons, um später valide Aussagen treffen zu können. Split-Tests sind unerlässlich, um die Conversion Rate im Online-Shop regelmäßig zu erhöhen. Denn schlussendlich bleibt jede Theorie nur eine Theorie, bis sie für die jeweilige Zielgruppe getestet worden ist.

E-Mail Follow-Up

Falls du einen Account bei einem E-Commerce-Shop hast, bekommst du wahrscheinlich auch E-Mails mit Produktvorschlägen.

Diese Art des Follow-Ups kannst du auch für deinen Online-Shop nutzen. Du hast von jedem Kunden, der in deinem Online-Shop kauft, die Kontaktdaten sowie die E-Mail Adresse. Durch die Verknüpfung deines Online-Shops mit einer E-Mail Marketing Software kannst du deinem Kunden automatisiert E-Mails zukommen lassen, um deinen Umsatz zu erhöhen. Wichtig dabei ist, dass du dabei dem richtigen Kunden das richtige Produkt empfiehlst. Das heißt, dass du jedem Kunden nur relevante E-Mails schickst. Ansonsten werden diese E-Mails schnell als Spam wahrgenommen.

Das kannst du zum Beispiel mit Tags lösen.

Tags kannst du dir wie Post-Its vorstellen, die Kunden sequentieren, zum Beispiel: „Der Kunde hat Produkt X gekauft und sich Produkt Y angesehen, aber nicht gekauft.“ Durch diese Tags kannst du dafür sorgen, dass jeder Kunde nur die E-Mails erhält, die für ihn relevant sind. Was sich auch empfiehlt, ist, dass du nicht nur E-Mails mit Produktvorschlägen verschickst, sondern auch E-Mails mit echten Inhalten, die deinem Kunden weiterhelfen. Zum Beispiel könntest du auf einen Blgartikel verweisen, der deinem Kunden in irgendwelcher Form weiterhilft.

Retargeting auf Social Media

Wenn du dir bei Amazon, Zalando oder in irgendeinem anderen Shop ein Produkt angesehen hast, wirst du davon im ganzen Internet verfolgt, bis du es kaufst.

Was diese Shops können, kannst du schon lange. Retargeting (der Interessent bekommt genau die Produkte vorgeschlagen, die er sich zuvor in deinem Online-Shop angesehen hat) lässt sich durch den Produktfeed abbilden. Das heißt konkret, du lädst deinen Produktfeed bei Facebook und Google hoch und erstellst für die beiden Plattformen dynamische Retargeting Anzeigen.

Durch diese dynamischen Retargeting Kampagnen bekommt der User genau die Produkte vorgeschlagen, die er sich zuvor angesehen hat, ohne dass du für jedes einzelne Produkt eine eigene Kampagne erstellen musst.

Fazit

Die Conversion-Rate bestimmt, ob dein Online-Shop funktioniert oder eben nicht. Wenn dein Online-Shop eine schlechte Conversion Rate aufweist, wirst du mit bezahlten Werbeanzeigen auf Facebook und Google vermutlich nur Geld verbrennen.

Mit einer guten Conversion Rate wirst du mit den beiden Werbemethoden hingegen profitable Kampagnen fahren können. Ob dein Online-Shop profitabel ist oder nicht, hängt einzig und allein von deiner Conversion Rate ab.

Du möchtest deine Conversion Rate noch mehr erhöhen? Dann sollten wir ins Gespräch kommen!

Google Tag Assistant

tl;dr – Wir zeigen dir, wie du in deinem Google Analytics Account eine zweite Datenansicht anlegst, einen IP-Filter für deinen internen Traffic erstellst und anschließend die korrekte Funktionalität auf deiner Live-Website testen kannst.  


Google Analytics ist eines der mächtigsten Tools von Google. Wer nur mit den Grundfunktionen des Tools vertraut ist, der kennt nicht einmal die Spitze dieses Eisbergs. Weil GA als Grundlage für alle deine Online-Maßnahmen wie etwa Google Ads, Retargeting, Social Media Marketing und last but not least auch E-Commerce-Entscheidungen dienen sollte, ist eine optimale und nachhaltige Grundkonfiguration des Tools enorm wichtig. 

Weil die Zugriffszahlen auf deiner Website durch ständiges Testen und Weiterentwickeln der Inhalte und Landingpages nicht verfälscht werden sollte, ist ein Herausfiltern der eigenen IP (oder IP-Ranges) besonders wichtig. Du willst nämlich nicht, dass deine ständigen Zugriffe auf die eigene Website von Google Analytics mitgetrackt werden. Auf diese Art und Weise werden nämlich SEO-relevante Daten wie etwa Absprungrate, durchschnittliche Sitzungsdauer oder Seiten pro Sitzung verfälscht.

Rohdatenansicht vs. Masterdatenansicht

Um dies zu vermeiden, solltest du wie folgt vorgehen: wenn du deinen Google Analytics Account anlegst (die Einbindung in deine Website können wir für dich erledigen), dann wird unter „Verwaltung > Datenansicht“ standardmäßig eine Ansicht namens „Alle Websitedaten“ angelegt. Dies ist die so genannte Rohdatenansicht. Den Namen dafür kannst du unter „Einstellungen der Datenansicht“ bei „Name der Datenansicht“ auch dementsprechend anpassen. In dieser Datenansicht solltest du niemals Filter einbinden, Segmente erstellen oder andere Anpassungen durchführen.

Sobald man nämlich einmal einen Filter auf eine Datenansicht anwendet, werden die herausgefilterten Daten ab diesem Zeitpunkt nicht mehr erfasst. Bemerkt man nun (zu spät) einen Fehler bei der Konfiguration, dann sind diese Daten für immer verloren und können auch nicht wieder hergestellt werden. Daher gilt stets die Regel: Finger weg von der Rohdatenansicht.

Wie gehst du jetzt aber richtig vor? Durch einen Klick auf „+ Datenansicht erstellen“ kannst du eine zweite Datenansicht für deine GA-Property erstellen. Dies ist die so genannte Masterdatenansicht. Diese kannst du wiederum ebenfalls so benennen. In dieser Ansicht kannst du dann auch Filter aktivieren, Segmente erstellen, benutzerdefinierte Channelgruppierungen erstellen oder andere Anpassungen durchführen. Solltest du einmal einen Fehler bemerken, dann kannst du immer noch auf die Rohdatenansicht zurückgreifen.

Einen Filter für IP-Ausschluss erstellen

Ist die Masterdatenansicht erst einmal angelegt, dann kannst du deinen IP-Filter erstellen. Wenn du auf das Zahnrad am linken unteren Eck von GA klickst, gelangst du immer direkt in die so genannte Verwaltungsübersicht. Durch einen Klick auf „Filter“ im Bereich der Datenansicht (Anm. versichere dich lieber nochmals, dass es sich dabei um die Masterdatenansicht handelt) kannst du deinen IP-Filter erstellen. Dazu klickst du zunächst auf den roten Button mit „+ Filter hinzufügen“. 

Anschließend kannst du folgende Einstellungen treffen:

Google Analytics IP Filter

(Anm. Experten erkennen sofort, dass es sich bei der von mir verwendeten IP um eine Fake-IP handelt ;-))

Als Filtername gibst du dem Filter einen treffenden Namen, wie etwa „Interner Traffic„. Anschließend nimmst du den Typ „Vordefiniert„, wählst dort „Ausschließen„, „Zugriffe über IP-Adressen“ und „sind gleich„. Im Feld darunter kannst du dann deine IP-Adresse eintragen.

Am schnellsten findest du deine IP-Adresse heraus, indem du auf eine Seite wie z.B. https://www.whatsmyip.org/ navigierst. Achtung: dies bringt natürlich nur dann etwas, wenn du über eine statische IP-Adresse verfügst. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du über eine statische IP verfügst, dann wende dich am besten an deinen Netzwerkadministrator oder an einen Ansprechpartner bei deinem Internet Service Provider (ISP)

Testen der Filtereinstellung

Wie du im Screenshot oben im Satz ganz unten siehst, kann man den IP-Ausschluss-Filter nicht in Google Analytics selber testen. Deswegen musst du hier einen anderen Weg gehen. Dazu musst du dir im ersten Schritt den Google Tag Assistant (GTA) installieren. Dies ist eine Erweiterung für den Google Chrome Browser (welche logischerweise nicht für Firefox, Safari, Microsoft Edge oder andere Browser verfügbar ist). Nachdem du die Erweiterung aktiviert hast, kannst du den GTA durch einen Klick auf das nachfolgend markierte Icon in der Browserleiste aktivieren. 

Google Tag Assistant

Die Extension für Chrome aktiviert sich, sobald du die Seite neu lädst. Wenn du anschließend auf das Icon klickst, dann öffnet sich ein Fenster mit einer Analyse. Das grüne Tag besagt, dass der Google Tag Manager bzw. Google Analytics richtig auf die Seite eingebunden sind. Wenn du nun anschließend auf den „Record“-Button klickst, kannst du deine Sitzung auf deiner Website aufzeichnen. 

Google Tag Assistant Schritt 2

Am besten, du gehst von der Homepage aus einige logische Schritte, wie etwa zu deinen Leistungen und anschließend zu deinem Kontaktformular. Sobald du wiederum auf das Tag-Icon klickst, kannst du die Aufzeichnung stoppen. Anschließend öffnet sich ein neues Fenster mit der Aufzeichnung des Tag Assistants.

Tag Assistant Recording

Zunächst musst du oben auf „Google Analytics Report“ wechseln. Zunächst wähle bei „Select views“ beide deine Datenansichten aus, also die Rohdatenansicht und die Masterdatenansicht. Du willst ja letztendlich vergleichen, ob dein Filter wie gewünscht funktioniert. Nachfolgend kannst du, wie im Screenshot markiert, im vertikalen Menü die Location wechseln. 

Hier kannst du beim Punkt „Use a specific IP address“ nun die von dir im letzten Schritt ausgeschlossene IP Adresse eingeben. Durch einen Klick auf „Update“ werden die Daten im Report des Tag Assistants aktualisiert. Als nächstes musst du auf der Seite bis ganz nach unten zum Sektor Flow scrollen. 

Wenn du dort auf „Page load 1“ und anschließend auf „Hit 1“ klickst, werden dir die Google Analytics Daten für beide Datenansichten angezeigt.

Analytics Report Google Tag Asisstant

Nun solltest du einen View angezeigt bekommen, wo „Hit dropped by filter DEIN FILTERNAME“ angezeigt wird. Dies ist der View aus deiner Masterdatenansicht und besagt, dass deine Sitzung nicht getrackt wurde. Wenn beim anderen View (also bei der Rohdatenansicht) die Zeile „Hit captured without modifications.“ steht, dann hast du alles richtig gemacht – denn dann wurde deine Sitzung hier getrackt. 

Gratulation, du hast deinen ersten IP-Filter in Google Analytics angelegt und erfolgreich getestet!

A-Commerce Day Logo

Nachdem MONOBUNT seit Kurzem A-COMMERCE Partner ist, konnten wir uns natürlich auch den mittlerweile 4. A-COMMERCE Day am 8. November 2018 in der Gösserhalle in Wien nicht entgehen lassen.

Aber was ist A-COMMERCE überhaupt?

Da sich die E-Commerce-Branche laufend weiterentwickelt und ständig neue Innovationen auf den Markt drängen, ist es wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der immer am Puls der Zeit bleibt.

A-COMMERCE vernetzt deshalb Dienstleister und Dienstleistungssuchende im E-Commerce in Österreich. Als innovative Agentur – mit Angeboten wie WaaS (Fixpreis Websites/Webshops), DragDropr (universeller drag&drop-Builder) oder SyncSpider (universelle E-Commerce Middleware) – die sich sehr intensiv mit E-Commerce-Lösungen auseinandersetzt, sehen wir die Partnerschaft mit A-Commerce quasi als „perfect match“.

Der A-COMMERCE DAY

Um uns für unsere Kunden weiterzubilden und gleichzeitig neue Kontakte zu knüpfen, machten sich unser CEO Norbert und unser E-Commerce Projektmanager Gerald am Donnerstag den 8. November frühmorgens und umweltbewusst per Zug auf den Weg nach Wien. Das Ziel dabei war wie bereits erwähnt neue und interessante Kontakte zu knüpfen und potentielle Ansprechpartner für Projekte kennen zu lernen, damit wir unseren Kunden auch in Zukunft stets das aktuellste und innovativste Setup für Projekte im Online-Bereich bieten können.

A-Commerce Day Gösserhalle

Der 4. A-COMMERCE Day fand unter dem Motto “COMMUNICATION CONNECTS. PEOPLE. BRANDS. TECHNOLOGY. THE WORLD.” statt. Der Fokus lag dabei auf dem Thema Digitalisierung und Zukunftstrends. Aus den 27 angebotenen Vorträgen und Workshops haben unsere bunten E-Commerce Experten die für sie spannendsten ausgewählt, um sich möglichst viele Anregungen zu holen.

Das Programm

Los ging’s um 9.30 Uhr mit der Welcome Ceremony & Industry News, in welcher der Geschäftsführer von A-COMMERCE, Stephan Grad, alle Besucher herzlich willkommen hieß und einen kleinen Überblick über die Veranstaltung gab. Der nächste Stopp (an gleicher Stelle) war dann gleich im Anschluss um 10.00 Uhr „What’s your next big thing?“, wo Philipp Riehm, ein Professor für Medienmanagement von der Macromedia Hochschule Hamburg, einen Blick in die Zukunft wagte. Unter anderem erklärte er den interessierten Zuhörern die Unterschiede zwischen Trends und Hypes und ging generell auf das Thema von Produkt- und Innovationszyklen ein.

A-Commerce Day Trends Hypes

Anschließend ging es weiter zum „The Machine-Learning Workshop“ von Gregor Wolf, dem Geschäftsführer der Evergage GmbH. Thema dabei, wie man mit Hilfe von AI (artificial intelligence) die Optimierung von Webshops und damit auch von Conversions Rates durch Personalisierung unterstützen bzw. automatisieren kann. Um 11.30 Uhr lockte ein Vortrag mit dem verheißungsvollen Titel „Ich weiß, was du letzten Sommer gekauft hast!“ von Michael Vaclav, dem CEO von .brandREACH. Dabei drehte sich alles um das Thema E-Commerce Automation und warum bzw. wie sowohl Anbieter als auch Kunden davon profitieren.

A-Commerce Day brandreach

Nach diesem aufschlussreichen und informativen Vormittag hatten sich unsere E-Commerce Spezialisten erst mal eine kurze Mittagspause mit Stärkung am (Anm. Gerald „ausgezeichneten“) Buffet verdient.

Von 13.00 bis 13.30 Uhr ging’s dann wieder zur Hauptbühne, wo Paul Blazek und Joachim Heymann von Comeenation bzw. Kleen-Tex, sich in ihrem Vortrag dem Thema „Augmented Reality Konfiguratoren als E-Commerce Booster“ widmeten. Anhand eines Fußmattenkonfigurators zeigten sie auf, wie auch Unternehmen aus Industrie per Mass Customization die Selbstindividualisierung der Kunden innovativ unterstützen können.

A-Commerce Day Floortex

Der direkt nachfolgende Vortrag „Die Weber Grill Revolution – 365° Markenerlebnis“ vom Geschäftsführer und Inhaber des Weber Original Store Wien Süd, Matthias Fuchs, war leider etwas sehr stark unternehmens- und leider nur wenig e-commerce-lastig angesiedelt. Daher ging es bereits vor Ende des Vortrags zurück auf die Workshop-Bühne.

Denn dort widmete sich seit 14.00 Uhr Jakob Reiter, Head of Applied AI and Conversational Interfaces bei TheVentury, mit „Bots vom Hype zum Impact“ (wie der Name schon besagt) den Bots und wie diese das Einkaufsverhalten von Online-Konsumenten tatsächlich beeinflussen. 

A-Commerce Day Bots

Der letzte Workshop für unser MONOBUNT-Team lockte mit dem Titel „Crossborder im E-Commerce“ von Thomas Vagner, Director Commercial DACH der Klarna Group. Um viele Eindrücke und Ideen reicher hieß es anschließend wieder Abschied nehmen und nach Hause ins wunderschöne Innviertel zurück zu kehren.

Wir freuen uns über die zukünftige Zusammenarbeit mit A-Commerce, daher wird dies auch sicherlich nicht der letzte A-Commerce-Day für uns gewesen sein. 

Google Analytics SEO Trends 2018

Kaum eine Disziplin im Online Marketing ist derart von kontinuierlichen Veränderungen geprägt wie die Suchmaschinenoptimierung, auch als SEO (Search Engine Optimization) bekannt. Meistens verhält es sich folgendermaßen: kaum hat sich ein neues Schema F durchgesetzt, adaptiert Google seinen Algorithmus und man kann bei der Optimierung wieder (fast) von vorne beginnen. In unserem Blogartikel wollen wir fünf der wichtigsten bzw. interessantesten SEO Trends für das Jahr 2019 vorstellen. Zentrale Schlagworte dabei sind Sicherheit, Mobilität, User Experience und Machine Learning. 

Think Mobile First

Im Oktober 2015 wurden erstmals mehr Suchanfragen über Mobilgeräte als über stationäre Geräte durchgeführt. Im September 2017 wurden bereits 57% aller Suchanfragen bei Google über ein Smartphone oder Tablet abgeschickt. Dieser Trend nach oben wird sich auch im Laufe der nächsten Monate immer weiter fortsetzen. Eigentlich wollte Google aufgrund dessen bereits Ende 2016 den mobilen Such-Index zum primären Index machen. Allerdings hat man den Betreibern von Websites und Webshops im Endeffekt noch etwas mehr Zeit zur Anpassung an die geänderten Bedürfnisse eingeräumt. Die Umstellung ist letztendlich ab Juli 2018 erfolgt und wurde seither laufend für Webseiten aktiviert. 

Wer über eine responsive Seite verfügt, muss keine Angst vor mobile first haben. Im Gegenteil, man wird den ein oder anderen Konkurrenten, der Punkt 1 unserer SEO Trends verschlafen hat, sogar ohne eigenes Zutun abhängen können. Wenn du noch eine Website hast, die nicht responsiv oder mobil optimiert ist und die Umstellung nicht verschlafen willst: alle Websites von MONOBUNT werden natürlich responsiv erstellt und sind für die Benutzung auf Smartphones optimiert. 

Höfer responsiv optimiert SEO

Mit HTTPS auf der sicheren Seite

Wie bereits in unserem letzten Blogeintrag (sozusagen einem Vorboten der SEO Trends) zum Thema SSL-Zertifikat beschrieben, wird der Google Chrome Browser (über 40% Marktanteil in Österreich) ab Oktober 2017 bei allen Seiten, welche nicht über HTTPS erreichbar sind, „NICHT SICHER“ in die Browserzeile schreiben. Man kann davon ausgehen, dass andere Browser wie etwa Mozilla Firefox in naher Zukunft nachziehen werden. Ein SSL-Zertifikat (welches z.B. bei technischem Knowhow kostengünstig über Let’s Encrypt bezogen werden kann) wird also spätestens in 2018 kein optionales Feature mehr sein, sondern ein absolutes Muss für Onlinepräsenzen. Und zwar nicht nur für Onlineshops, sondern zumindest auch für alle Websites mit einem Kontaktformular oder einer Seitensuche. Damit du gewappnet bist, bieten wir dir für deine Website ab unserem MiddleHost-Plan (um nur 14.90€ im Monat) bis 31. Oktober 2018 ein kostenloses SSL-Zertifikat inkl. Installation an.

Sicherheit HTTPS SEO Trends 2018

User Experience und Ladegeschwindigkeit

Wer sich 2019 (noch immer) nicht mit seinen aus Google Analytics gewonnenen Daten auseinandersetzt, wird zunehmend an Boden verlieren. Die Schlagwörter Verweildauer, Absprungrate und Conversions werden nämlich wichtiger denn je. Für den Seitennutzer muss klar sein, was er sich auf einer bestimmten Website, Detailseite oder Landingpage erwarten kann (oder machen soll). Soll er sich informieren? Soll er eine Anfrage stellen? Navigation und Content-Chorographie (= wie einzelne Content-Elemente wie etwa Text, Bild, Video, Formular usw. auf einer Website angeordnet sind) müssen also wohl bedacht sein, damit der Nutzer:

  • entweder so lange wie möglich auf der Seite bleibt (Verweildauer),
  • so viele (Unter-)Seiten wie möglich anschaut (Absprungrate)
  • oder eine Conversion (Anfrage, Anmeldung, Kauf) tätigt.

Seiten, welche eine oder mehrere dieser Charakteristiken erfüllen, klassifiziert Google dann als „interessant für den Nutzer“. Bedeutet für dich: je besser diese Werte sind, desto höher wird deine Seite auf den Suchergebnisseiten (SERPs) von Google eingestuft werden.  

In Sachen Ladegeschwindigkeit sind folgende Werte interessant: 

  • TTFB (Time To First Byte): Im Idealfall unter 200 ms (Millisekunden), unbedingt unter 500 ms. Moz hat vor einigen Jahren eine Studie durchgeführt, bei der Top-Seiten durchschnittlich 350 ms, weniger gut gerankte Seiten im Schnitt 650 ms aufwiesen.
  • Full-page-render (Seite vollständig geladen): Unbedingt unter 3 Sekunden, zwingend unter 5 Sekunden. John Mueller von Google empfiehlt einen Wert zwischen 2 und 3 Sekunden und verwendet für das Testing wie auch viele SEO-Profis webpagetest.org

Google Analytics SEO Trends 2018

Content Marketing

Nur eine lebendige Website ist auch eine Website, welche für Google besonders relevant ist. Wer seinen Nutzern nicht regelmäßig Updates wie beispielsweise News, Blogeinträge, Events oder Downloads bietet, wird in den Google-Rankings nach und nach zurückfallen. Daher solltest du im Optimalfall über eine Content Marketing Strategie verfügen. Die drei Säulen im Content Marketing sind informationaler Content, transaktionaler Content und sozialer Content. Transaktionaler Content ist vor allem für die Betreiber von Webshops wichtig. Sind die Öffnungszeiten klar ersichtlich? Im Falle eines lokalen Geschäftes, ist der Anfahrtsweg erklärt? Wen kann man im Falle eines Problems oder einer Reklamation anschreiben? Sind genügend Touchpoints (z.B: E-Mailadresse, Telefonnummer, Chatformular, Social Media Channels) vorhanden?

Sozialer Content SEO Trends 2018

Sozialer Content steht natürlich in direktem Zusammenhang mit Social Media. War früher Facebook (1.3 Milliarden Nutzer) der unangefochtene Primus in diesem Bereich, so haben Instagram (800 Millionen Nutzer) und Snapchat (175 Millionen Nutzer) im Laufe der letzten zwei Jahre massiv aufgeholt und haben bei der jüngeren Zielgruppe (den 14 bis 25-jährigen) Facebook mittlerweile schon abgehängt. Im Bezug auf sozialen Content ist es dementsprechend wichtig, am Stand der Dinge zu bleiben, da ins Besondere aktuelle Ereignisse und viraler Content stark dazu beitragen können, eigene Inhalte oder Produkte witzig oder kreativ aufbereiten und vermarkten zu können.

Informationaler Content wird vor allem dazu eingesetzt, das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen, die eigene Seite auf bestimmte SEO-Begriffe hin zu optimieren und eine bessere User Experience (siehe letzter Punkt) zu erzeugen. Dabei gilt allerdings stets: Klasse vor Masse. Google kann durch seine Algorithmus-KI namens RankBrain die Qualität und Sinnhaftigkeit bestimmter Texte genau analysieren und wird irrelevanten Content daher konsequent abstrafen. Man sollte nie vergessen, dass die eigenen Website-Inhalte nicht für Google geschrieben werden sollen, sondern immer für den Nutzer bzw. potentiellen Kunden. 

Featured Snippets und semantische Daten

Featured Snippets sind die Weiterentwicklung von Rich Snippets und einer der größten SEO Trends des Jahres 2017 bzw. 2018. Auf Deutsch als hervorgehobene Snippets bezeichnet, handelt es sich dabei um ein Format von Google, welches die Antwort oder Lösung auf eine Suchanfrage direkt auf der Suchergebnisseite anzeigt. Nämlich ohne dass der User sich durch verschiedene Seiten durchklicken muss. So findet man etwa bei der Suche nach „Anleitung Krawattenknoten“ folgendes Ergebnis – direkt über den organischen Suchergebnissen:  

Rich Snippets SEO Trends 2018

Du fragst dich jetzt, wie ein Inhalt deiner Website zum hervorgehobenen Snippet werden kann? Wie üblich entscheidet Google hier eigenhändig, bei welchen Suchanfragen ein Featured Snippet angezeigt wird und welche Domain dabei verwendet wird. Grundbedingung ist jedoch eine Einbindung von semantischen Daten in die Website. Semantische Daten sind für Suchmaschinen aufgrund ihrer Definition nach schema.org von speziellem Nutzen. Sie helfen dabei, Inhalte, Betreiber, Kontaktdaten oder Produkte einer Website für Maschinen auslesbar zu machen.

Für WordPress-Webseiten gibt es hier bereits verschiedene Plugins, welche bei der Auszeichnung von semantischen Daten behilflich sind. Auch über die Google Search Console kann man die Daten seiner eigenen Website oder seines Blogs auszeichnen. Wenn dir das alles zu komplex ist und du deine Seite ganz einfach mit den für dich passenden semantischen Daten auszeichnen lassen willst: Unsere SEO-pro!fis sind stehen dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Zusammenfassung der SEO Trends 2019

In unserem Blogartikel haben wir einige der wichtigsten SEO Trends für das Jahr 2019 vorgestellt. Du solltest aber niemals nur auf ein Pferd setzen, sondern deine Website so gut wie möglich an alle geänderten Verhältnisse anpassen bzw. optimieren. Deine bunten Experten von MONOBUNT helfen dir natürlich gerne dabei, deine Website oder deinen Webshop auf Basis eines Konzepts zu optimieren. Denn dein Ziel sollte sein, dass du auch im Jahr 2019 bei den eigenen Google-Suchergebnis-Rankings keine bösen Überraschungen erleben musst. Bei unseren SEO-Konzepten und bei unserer Vorgehensweise achten wir natürlich jetzt bereits auf die Trends und geänderten Bedingungen. Unser Ziel für dich bleibt weiterhin:

Mehr Leads! Mehr Conversions! Mehr Umsatz!

Angabe zu den verwendeten Bildern: Free Stock Fotos von https://www.pexels.com bzw. Screenshot aus den Google Suchergebnissen
Quellenangaben: searchengineland.com, developers.google.com, sistrix.de, letsencrypt.org, statista.com, schema.org, derstandard.at

WordPress Gutenberg Oberfläche

Eine kleine historische Lektion zu Beginn unseres neuen Blogartikels über WordPress Gutenberg: der Deutsche Johannes Gutenberg gilt als Erfinder des modernen Buchdrucks im 15. Jahrhundert. Er hat damals die herkömmliche Methode der Buchproduktion (das Abschreiben von Hand) revolutioniert, was auch als Schlüsselelement für die Kulturepoche der Renaissance gilt. 

Die Hintergründe von WordPress Gutenberg

Der Codename der neuen Version 5 von WordPress ist mit „Gutenberg“ also ziemlich hochgestochen. Das beliebte Content Management System (wir haben hier auch über die Vorteile von WordPress berichtet) hat aufgrund der Tatsache, dass immer nur geringfügige Verbesserungen vorgenommen wurden, enorm lange in der Version 4.x.x verharrt. Genau gesagt seit September 2014, also knapp vier Jahre lang. Doch in naher Zukunft wird nun endlich die Stunde für WordPress 5 schlagen. Wer sich in letzter Zeit einmal in seine WordPress-Website eingeloggt hat, wird auch den Hinweis von WordPress dahingehend schon erblickt haben (siehe nachfolgender Screenshot).

Dashboard WordPress Gutenberg

Die vollkommen überarbeitete Neuausgabe orientiert sich dabei am Prinzip der WYSIWYG-Editoren. Das bedeutet, man will durch einfache und freie Gestaltung der individuellen Beiträge ein intuitives Nutzungserlebnis für jeden Anwender ermöglichen. Das Plugin für WordPress Gutenberg steht auch bereits seit längerer Zeit in einer Alpha- bzw. Betaversion im Plugin-Verzeichnis zur Verfügung, allerdings mit tendenziell negativen Bewertungen und Kommentaren. 

Wie auch immer – mit Gutenberg wurde von der WordPress-Mutter Automattic ein Projekt in Angriff genommen, bei dem nicht nur der Content Editor, sondern abgesehen davon auch völlig neue Veröffentlichungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden sollen. Das konkrete Ziel von Version 5 ist es, allen WordPress-Nutzern zu ermöglichen, Ihre Postings wirklich genauso zu gestalten, wie sie sich diese vorstellen – und dies mit nur wenigen Klicks.

Das Vorhaben hinter WordPress Gutenberg

Für die endgültige Version von WordPress 5 sind drei unterschiedliche Stadien geplant. Die erste Stufe zielt auf die Inklusion aller notwendigen Elemente im Editor ab. Diese soll durch die Implementierung der Blöcke für ein völlig neues Nutzererlebnis sorgen. Dabei sind somit Content und dessen Gestaltung die zentralen Elemente.

Die nächsten beiden Schritte sollen dann im Laufe der kommenden Jahren in Angriff genommen werden. Diese haben das Ziel, zuerst von individualisierten Postings zu Templates für die gesamte Homepage und letztendlich zur vollkommenen frei gestaltbaren Website zu führen. Soweit zumindest der aktuelle Plan.

Die Neuerungen bei WP Gutenberg

Zentrales Element hinter dem Vorhaben von WordPress Gutenberg ist der komplett neu gestaltete Editor. In einem ersten Schritt hat man so genannte Blocks bzw. Blöcke eingeführt, die den Usern bei der Erstellung von Inhalten sehr viel Zeit und Mühe ersparen sollen. Denn diese Blöcke ermöglichen es, jegliche Art von Content wunschgemäß sowie intuitiv anzupassen. Und das auch ohne grundlegende Kenntnisse von Programmierund und/oder Webdesign.

Blöcke in WordPress Gutenberg

In der Gutenberg-Experience kann man den neuen Editor auch bereits selber ausprobieren (Screenshot via https://wordpress.org/gutenberg/)

Bisher war der standardmäßige WordPress-Editor ein Textfeld, das sich grundsätzlich perfekt zum Schreiben von einfachen Blog-Beträgen anbot. Sobald aber andere Medien (wie z.B. Bilder, Videos oder Tabellen) ins Spiel kamen, wurde dem Nutzer allerdings ein Mindestgrad an Fachwissen hinsichtlich Web-Development abverlangt. Für den einfachen Nutzer also eine durchaus komplexe Angelegenheit, bei der Shortcodes, Widgets, HTML, Embeds u.v.m. sowie die Integration dieser Elemente eine Rolle spielten. Mit den neuen Blocks vereint WP Gutenberg nun all diese Elemente und ermöglicht dadurch viele (neue) Gestaltungsmöglichkeiten für die eigene WP-Seite.

Lasset die Spiele beginnen

Will man in Zukunft also einen Blog-Eintrag gestalten, so kann man dies ganz trivial mit einem Spiel mit Bauklötzen vergleichen.

Kinderspielzeug Bauklötze

Öffnet man den Editor zum Erstellen eines neuen Beitrages (bzw. derzeit das Gutenberg Plugin), hat man natürlich zuerst einmal eine leere Seite vor sich. Nach dem Klick auf das „+“-Icon kann man auswählen, welche Art von Block man in den Beitrag hinzufügen möchte.

Auf diese Weise kann man Beitragsüberschriften (in unterschiedlichen Ebenen), einzelne Absätze, Bilder, Videos, Zitate, Aufzählungen und vieles mehr miteinander kombinieren und auch nach Belieben vertauschen, bis diese schließlich auf dem gewünschten Platz sind. Natürlich gibt es aber auch nach wie vor die Möglichkeit, Shortcodes bzw. HTML-Codierungen zu integrieren.

Auf der rechten Seite des Editors kann man zusätzliche Optionen einblenden, mit welchen sich u.a. Schriftfarbe, Hintergrundfarbe, Bildgröße etc. regeln lassen. Die Textgestaltung erinnert an gängige Textverarbeitungsprogramme, jedoch natürlich in komprimierter Form. Man kann aber direkt bei der Eingabe des Textes unterschiedliche Eigenschaften wie Schriftgröße, Textausrichtung, Fett/Kursiv/Unterstrichen usw. festlegen. Zu sämtlichen Blöcken können auch Verlinkungen erstellt werden. Ebenso sind weiterhin zahlreiche Embeds (wie z.B. von Twitter oder YouTube) alleine durch das copy&paste der URL möglich.

Wer jetzt schon mehr über den Editor von WordPress Gutenberg erfahren will, kann dies z.B. auch durch ein Erklärvideo wie etwa von den WP Ninjas machen.

Gutenberg und die WordPress Community

Wie bereits eingangs erwähnt: sieht man sich aktuell die Bewertungen der zahlreichen Gutenberg-Tester an, so lässt sich nicht wirklich eine Euphorie hinsichtlich der vielen neuen Möglichkeiten wahrnehmen. Nach dem Motto „Warum etwas reparieren, das gar nicht kaputt ist?“ („If it ain’t broken, don’t fix it“) fordern viele User, Gutenberg solle weiterhin nur als (optionales) Plugin beibehalten werden. So bliebe den Fans des ursprünglichen Editors die Freiheit, diesen weiterhin wie gewohnt zu verwenden.

Wenn man sich den Ratings nun aber genauer zuwendet, dann fallen einige Dinge auf:

  • Viele kritische User sind primär der Meinung, dass noch eine Menge Verbesserungen notwendig sind, bevor der Editor salonfähig ist.
  • Auf der Gegenseite sieht man aber auch zahlreiche begeisterte Nutzer, die WordPress mit der Entwicklung auf dem richtigen Weg sehen.

Derzeit überwiegen die negativen Meinungen allerdings noch deutlich. Ob dies eventuell daran liegt, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und das Feedback hauptsächlich von langjährigen WordPress-Nutzern stammt, wird sich erst in Zukunft herausstellen. Denn durch die einfachere Bedienbarkeit des Editors besteht durchaus die Möglichkeit, dass WordPress viele neue Nutzer gewinnt. Vor allem jene, die zuvor nicht in der Lage gewesen sind, ihre Beiträge nach Belieben zu gestalten.

Einig sind sich jedoch fast alle, dass noch einiges an Arbeit investiert werden muss, bevor WordPress 5 schließlich (zumindest halbwegs) bugfrei an alle WP-Nutzer ausgerollt werden kann.

Blogartikel Website investieren

Immer wieder werden wir von Interessenten gefragt, warum unsere WaaS-Preise für die Erstellung von Websites oder Webshops doch einigermaßen über den Preisen der großen Unternehmen liegen, die man bei Google findet wenn man „Website erstellen“ eintippt.

Wir antworten dann meistens mit folgender Begründung: eine Baukasten-Website kann man sich wie einen Anzug von der Stange vorstellen. Aufgrund von Skaleneffekten (Prozesse und Tools sind weitestgehend standardisiert) sind relativ günstige Preise für den Endkunden möglich. Solche Websites passen meistens gut, ab und zu gibt es allerdings Probleme bei der langfristigen Qualität und jegliche Sonderwünsche können grundsätzlich nicht (oder nur gegen Aufpreis) erfüllt werden. 

Google Website erstellen

Wer eine Website haben will, hat die Qual der Wahl.

Ein Webprojekt von einer Werbeagentur bzw. Webagentur ist im Gegensatz dazu wie ein Maßanzug vom Schneider. Passt nicht nur gut, sondern perfekt – Änderungswünsche können beliebig umgesetzt werden und das Produkt weist für viele Jahre eine unschlagbare Qualität auf. Außerdem können auch noch darauf abgestimmte Beiprodukte (in unserem Fall sind dies WaWis, Middleware oder die Betreuung im Online Marketing) erstellt und geliefert werden. 

Zum noch besseren Verständnis wollen wir dich nachfolgend Schritt für Schritt durch den Entwicklungsprozess einer Website führen. Damit wollen wir dir zeigen, wo hier die Wertschöpfung stattfindet, welche ultimativ zu den Preisen für unsere Leistungen im Bereich der Websites und Webshops führt. 

Wenn du nur an einer Übersicht interessiert bist, dann kannst du hier ans Ende des Artikels springen

Beratung und Projektsetup

Vermutlich hast du selber keine Erfahrung beim Entwurf bzw. bei der Abwicklung von Websiteprojekten – warum solltest du auch. Bei einer Baukastenwebsite kannst du dir entweder dein Template auswählen oder in kurzen Stichworten angeben, für welchen Themenbereich deine Website angedacht ist. Wenn die Website von einem „Bekannten“ gemacht wird, ist meistens nicht einmal dies der Fall. Daher musst du in vielen Fällen mit dem gelieferten Endprodukt leben, ob dir dies nun zu 100% zusagt oder auch nicht. 

den monobunten hingegen führen mit dir ein Kick-Off-Gespräch/Meeting durch, bei dem du uns alle Wünsche und notwendigen Funktionalitäten mitteilst. Wir stimmen diese dann auch mit deinen Unternehmenszielen ab. Wenn wir der Meinung sind, dass wir für einen Teil der Umsetzung (z.B. Struktur, Gliederung, Navigation) eine bessere Idee (im Bezug auf die Conversion-Optimierung) haben, dann teilen wir dir diese auch unmittelbar mit. Wir wollen schließlich, dass du von unserem Knowhow pro!fitierst. Außerdem kannst du uns auch durch fast alle Punkte des Kreativprozesses begleiten. Ein Haus wird schließlich auch Schritt für Schritt gebaut und nicht alles auf einen Haufen geworfen. Daher gibt es vor dem Go-Live auch keine (bösen) Überraschungen, sondern nur jenes Produkt, welches du dir gewünscht hattest.

Screendesign bzw. Template-Auswahl

Wir achten beim Screendesign oder der Auswahl eines Templates stets auf deine Anforderungen. Auch wenn du vielleicht irgendein superschönes Template gefunden hast, welches du gerne für deine Website verwenden würdest. Wenn dieses nicht für den Zweck geeignet ist, oder die Funktionalitäten übertrieben sind, oder es Performanceprobleme aufweist – dann raten wir dir davon ab. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung vertrauen wir auf einige wenige Templates (ein Template ist sozusagen das Rückgrat deiner Website), bei denen wir wissen, dass sie über eine gute Performance verfügen, zukunftssicher und leicht bedienbar sind.

Wenn deine Website jedoch einzigartig werden soll, dann erstellen wir dir – wenn gewünscht – ein Screendesign.

Screendesign Faktor

Das Screendesign kann auch ein Konversionfaktor einer Website sein (via https://de.ryte.com/wiki/Screendesign)

Wir verwenden hier im Erstellungsprozess bestimmte Tools zur Kollaboration, mit deren Hilfe du uns gezieltes Feedback geben kannst. Nämlich ohne dass wir ständig irgendwelche Files per E-Mail oder FTP hin- und herschicken müssen. Dieses laufende Feedback optimiert den Screendesign-Prozess spürbar und verhindert auch viel Frustration auf beiden Seiten. Erst nach einer finalen Feedbackschleife übernehmen wir das Screendesign und machen uns an die Entwicklung der Website.  

Content Management mit CMS

Knapp ein Drittel der populärsten 100.000 Websiten der Welt wurde mit WordPress erstellt. Dies hat viele Gründe. Einer davon ist die übersichtliche und einsteigerfreundliche Gestaltung der Benutzeroberfläche. Im Gegensatz zu anderen CMS wie Joomla, TYPO3 oder Drupal können alle Elemente von einer Seite weg aufgerufen werden. Bei einer Baukastenwebsite wird dir meistens das Endprodukt übergeben und du kannst dich entweder selber zurechtfinden oder nimmst den (meistens) kostenpflichtigen Support in Anspruch.

WordPress Nutzung weltweit

Statistik via https://w3techs.com/

Bei einem WaaS-Projekt schulen wir dich jedoch nicht nur in die wichtigsten Bedienelemente deiner Website bzw. deines Webshops ein. Viel mehr binden wir auch Video-Tutorials für die gängigsten Tätigkeiten in WordPress in dein Backend ein und helfen dir bei Bedienungsproblemen auf die Sprünge. Das Ziel der Onlineprofis von MONOBUNT ist stets, dass du deine Website in punkto Content Management so gut wie möglich selber bedienen kannst. Nicht nur, weil du damit am meisten Geld sparst, sondern weil es mit etwas Erfahrung auch richtig Spaß macht!

Server: Hosting und Wartung

Hosting von der Stange

Wenn du deine neue Website beim Bekannten der Tante erstellen lässt, dann wird diese vermutlich auf einem Server bei einem populären Hostinganbieter aus dem deutschen Sprachraum liegen. Bitte nicht falsch verstehen: diese Server sind nicht grundsätzlich schlecht, aber um beispielsweise 4.90€/Monat kannst du dir kein Setup erwarten, welches Top-Ladezeiten aufweist oder dir gar zu einem SEO-Vorteil verhilft. In vielen Fällen können bestimmte Files wie etwa eine .htaccess-Datei (für 301-Weiterleitungen und damit SEO) nicht bearbeitet werden. Oder es können auch keine Nameserver von einem Content Delivery Network wie Cloudflare eingetragen werden. Wenn du viel Pech hast, ist am gleichen Server eine populäre Website mit vielen Zugriffen gehostet, dann wirkt sich das besonders negativ auf die Ladezeiten aus. Wenn etwas nicht funktioniert, bist du auf den 1st level Support angewiesen und hast keine persönliche Anlaufstelle für dein Problem.

Hosting bei MONOBUNT

Wusstest du, dass die Ladezeit deines Servers einer der wichtigsten Bewertungspunkte bei den Google PageSpeed Insights ist? Je länger deine Website lädt, desto mehr Nutzer springen gleich wieder ab. Weil wir das nicht wollen, können wir dir in unserem Hostingnetzwerk aufgrund von Skaleneffekten einen Top-Server zum leistbaren Preis anbieten. In unserer monatlichen Pauschale ist aber nicht nur die Hostinggebühr in unserem WP-Netz enthalten, sondern auch gleich die Einrichtung des SSL-Zertifikats (ein absolutes MUSS aufgrund von DSGVO und SEO) sowie der Ankauf und die Verwaltung einer Top-Level-Domain (länderspezifisch wie beispielsweise .at oder generisch wie .com).

GTmetrix Server Test

Mit Tools wie GTmetrix kann man Server-Probleme oder Bottlenecks identifizieren (Screenshot: https://gtmetrix.com/features.html)

Durch das Hosting in unserem dedizierten WordPress-Netzwerk wird deine Seite auch regelmäßig auf die neueste WP-Version aktualisiert. Selbiges gilt für die Plugins. Dadurch bietet deine Website wenig Angriffsfläche für Hacker. Außerdem führen wir täglich ein Server-Backup durch, welches im Falle eines Hacks durch unsere „Hack-Free-Guarantee“ völlig kostenfrei eingespielt werden kann und dir deswegen viel Frust ersparen kann. 

Plugins bzw. Extensions

Gerade bei WordPress ist die gezielte Auswahl eines Plugins für einen bestimmten Zweck (z.B. SEO, Caching, Payment, Newsletter) besonders wichtig. Grundsätzlich solltest du so wenig Plugins wie möglich verwenden, da diese (egal wie gut sie programmiert sind) die Leistung deiner Seite einbremsen. Aufgrund der Beliebtheit von WordPress gibt es für so gut wie alle Fälle mehr als nur ein Plugin. Weil es viele Freemium- oder Gratis-Plugins gibt, wird bei der günstigen Erstellung einer Website in vielen Fällen auf diese zurückgegriffen. Denn Grundfunktionalitäten werden geboten und es enstehen keine zusätzlichen Kosten für den Entwickler. Folglich bleibt eine größere Marge übrig. 

WordPress Caching Plugins

Welches Plugin soll man jetzt verwenden? Screenshot via https://de.wordpress.org/plugins/

Durch unsere langjährige Erfahrung bei der Erstellung von Webshops und Websites haben wir im Grunde für jeden Zweck das passende Plugin. Und zwar keine Freemiums oder Gratis-Plugins, sondern fast durchwegs Premium-Plugins von namhaften WordPress-Entwicklern. Beim Setup deiner Website achten wir darauf, dass diese Plugins auch richtig konfiguriert sind und natürlich auch laufend aktualisiert werden (siehe Hosting). Denn nichts ist ärgerlicher als ein Plugin, welches entweder Tür und Tor für Hacker öffnet, oder schlecht programmiert ist, oder die Ladezeit deiner Website einbremst und daher pures Gift für deine SEO-Maßnahmen ist. 

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Das eingespielte Team der Pro!fis achtet beim Entwicklungsprozess deiner Website in jedem Schritt darauf, dass gängige SEO-Faktoren berücksichtigt werden. Dies beginnt bei der Auswahl eines schnellen und passenden Templates, geht über die web-optimierte Komprimierung sowie Benennung von Grafiken und Bildern vor dem Upload und geht hin bis zur Textierung deiner Inhalte aus Kundensicht (wer im Jahr 2018 noch immer von der Wichtigkeit einer Keyword-Dichte spricht: schnell davon laufen!).

nnpro.at Keywords Sichtbarkeit

Ziel einer Suchmaschinenoptimierung: Steigerung der Sichtbarkeit durch das Ranking von Keywords (https://monobunt.at via XOVI)

Kurzum: das Fundament deiner Website wird so konstruiert, dass du ab dem Zeitpunkt der Indexierung der Website bei Google (und anderen Suchmaschinen) bedenkenlos darauf aufbauen kannst. Beispielsweise durch Onlinemarketing oder organische Tätigkeiten wie beispielsweise der Erstellung von Blogbeiträgen. Egal ob Entwickler, Webdesigner, Content Manager oder Suchmaschinenoptimierer: jeder unserer Onlinepro!fis hält sich als „part of the job“ ständig auf dem neuesten Stand der Technik. Denn gerade innerhalb der „Wissenschaft“ namens „Search Engine Optimization“ kann man sich nur wenige Fehler erlauben. Und unsere fünf Google-Ads-zertifizierten Mitarbeiter wissen auch, was Google hinsichtlich Qualität von einer Website erwartet.

DSGVO-Optimierung

Relativ neu ist das Feld der DSGVO-Optimierung (Datenschutzgrundverordnung) einer Website. Seit dem 25. Mai 2018 musst du mit drastischen Strafen rechnen, wenn gewisse Elemente oder Prozesse rund um deine Website nicht DSGVO-konform sind. Wir achten bei der Erstellung einer Website darauf, dass verwendete Tools und Lieferanten die DSGVO-Anforderungen erfüllen. Außerdem, dass bestimmte Elemente wie beispielsweise ein Kontaktformular oder die Einbindung von Google Analytics DSGVO-optimiert eingebunden werden und personenbezogene Daten stets in sicheren Händen sind. Dies ist in Webshops (z.B. aufgrund von Kreditkarten- oder Adressdaten) nochmal wichtiger als auf „gewöhnlichen“ Websites.

DSGVO Google Trends

Auch wenn die Suchhäufigkeit wieder gesunken ist: die DSGVO betrifft nach wie vor alle Websites (Quelle: https://trends.google.com/)

Abschließender Vergleich

Wir hoffen, dass du nach der Lektüre unserer Aufzählung der verschiedenen Punkte aus dem Webprojekt-Bereich nun besser darüber Bescheid weißt, wieso auch bei Websites Qualität ihren Preis hat. Wenn du noch immer unentschlossen bist, dann haben wir die wichtigsten Punkte auch nochmals alle in einer kleinen Matrix zusammengefasst: 

BestandteilWebsite von der StangeWebsite als Maßanfertigung von MONOBUNT
BeratungEventuell initiales Gespräch, ansonsten generisch, Informationen aus HilfsartikelnPunktgenau und persönlich auf die Kundenwünsche zugeschnitten
ScreendesignAuswahl von generischen TemplatesIndividuelles Screendesign für eine einzigartige Website
Content ManagementKeine Auswahl von CMS aufgrund der Bedürfnisse, Content wird meistens generisch vorgegebenAuswahl des passenden CMS (z.B. WordPress, Magento), persönliche Einschulung in das Backend des CMS
HostingStandardserver von großem Anbieter, keine Möglichkeit zur eigenständigen KonfigurationOptimales projektbasiertes Setup, SSL Zertifikat, TLD inkludiert
PluginsEinschränkungen, meistens nur wenige Erweiterungen unterstützt bzw. auswählbarGemeinsame Auswahl der besten (Premium-)Plugins auf Basis unserer langjährigen Erfahrung
SuchmaschinenoptimierungStandard, vom System vorgegeben, wenig Möglichkeiten zur IndividualisierungWährend des gesamten Websiteentwicklungsprozesses (auch darüber hinaus als Coaching)
DSGVOOut-of-the-box bzw. vom Anbieter abhängigDSGVO-Consulting, Website wird DSGVO-optimiert (Kontaktformular, Datenschutz) übergeben
PreisKostengünstig in der AnschaffungKeine bösen Überraschungen aufgrund unserer WaaS-Pakete

Eine Website ist die Visitenkarte des 21. Jahrhunderts – so abgedroschen dieser Spruch im Jahr 2018 auch klingen mag, er hat nach wie vor seine Gültigkeit. Durch u.a. Webanalytics, Online Marketing oder Soziale Medien kannst du heute so viel Potential aus deiner Onlinepräsenz herauskitzeln wie noch nie zuvor. Wenn du also eine individuelle und richtig coole Visitenkarte auf die Beine stellen willst, mit der du dich von deiner Konkurrenz abhebst, dann sollten wir ins Gespräch kommen

eBay ShopBot

2016 steigerte sich der Online-Einzelhandel in Österreich auf einen neuen Rekordwert von 3.4 Milliarden Euro. 2017 und 2018 wurde dieser Wert erneut deutlich gesteigert. Derzeit beträgt der Anteil des Onlinehandels in Österreich laut Statista etwa 5%, auch hier ist die Tendenz stark steigend. Grund genug für uns, euch fünf der größten bzw. interessantesten E-Commerce Trends für 2019 näher zu bringen.

Trend zu Mobile Shopping

Vorbei die Zeiten, in denen Online Einkäufe strikt von zuhause über den PC oder das Notebook durchgeführt wurden. Knapp 84% aller 18 bis 39-jährigen in Österreich haben 2016 bereits mindestens einmal einen Einkauf mit ihrem Smartphone oder Tablet getätigt. Im Vergleich zu 55% nur drei Jahre zuvor bedeutet dies einen Anstieg von fast 30%, wie auch die nachfolgende Grafik von Statista zeigt.

Entwicklung Mobile Shopping

Insbesondere Kleidung, Blu-rays, CDs sowie Bücher und Elektronikartikel werden überdurchschnittlich oft über mobile Geräte bestellt. Und auch bereits 80% aller Webshops im deutschsprachigen Raum verfügen über eine responsiv optimierte Website oder eine mobile Website. Dies ist daher so wichtig, weil eine Website auch auf kleineren Displays dazu einladen soll, unterwegs zu suchen, zu schmökern und den Einkaufsprozess so leicht und einfach wie möglich zu gestalten.

Jene 20% der Onlineshops, welche im Jahr 2019 noch immer über keine mobil optimierte Website verfügen, werden wenig bis gar nicht mehr am Onlineumsatz mitnaschen können. Wenn du nicht zu dieser Minderheit gehören willst, erstellen wir dir gerne ein eCommerce Konzept für dein Geschäft. Außerdem beraten wir dich im Bezug auf die einzelnen Komponenten wie etwa Zahlungsmöglichkeiten, Versandoptionen und bauen natürlich auch deinen Webshop – entweder auf Basis von vordefinierten Templates oder eines individuellen Designs.

Trend zu schnellen Lieferzeiten

Online kaufen, im Geschäft abholen (Click & Collect). Käufe über Apps, Preissuchmaschinen oder Online-Marktplätze tätigen. Omnichannel ist im Online-Einzelhandel bereits seit über einem Jahrzehnt ein Trend der mittlerweile eigentlich zur Norm geworden ist. Auch die Technologie zieht laufend mit. So kannst du beispielsweise mit SyncSpider alle deine Plattformen (Onlineshop, ERP System, Preisvergleichsseiten, Online-Marktplätze usw.) kinderleicht miteinander synchronisieren und viel Zeit und Geld sparen.

Doch der Fokus vieler großer Onlinehändler liegt mittlerweile bei der Liefergeschwindigkeit. Denn über 90% aller Kunden wünschen sich eine Lieferung ihrer Bestellung innerhalb von 24 Stunden. Einige größere Onlineshops setzen daher schon seit längerer Zeit bewusst auf diese Art von Expresslieferung, darunter Amazon Prime, Zalando, Neckermann oder Conrad. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist es besonders wichtig, dass auch die Bestellungen von (Zu-)Spätkäufern noch rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegen können.

Noch schneller als die Expresslieferung ist die so genannte Same-Day-Delivery. Diese wird in Österreich u.a. auch bei Mediamarkt angeboten. Wenn man in einem bestimmten Radius rund um die betroffene Filiale liegt, kann man sich alle im Onlineshop gekauften Artikel gegen einen Aufpreis noch am selben Tag direkt vor die Haustüre liefern lassen. Die nochmals schnellere 3-Stunden-Sofortlieferung wird derzeit nur in ausgewählten Filialen in größeren österreichischen Städten angeboten. Wer also 2019 in seinem Onlineshop weiterhin Lieferzeiten von 3-5 Tagen anbietet, wird aller Voraussicht nach (noch) mehr Volumen an jene Shops verlieren, bei denen der Lieferprozess blitzschnell abgewickelt wird.

Trend Chatbots und Künstliche Intelligenz (KI / AI)

Viele von euch haben es sicher schon mindestens einmal erlebt. Man besucht einen Webshop (oder auch eine Website) und nach wenigen Sekunden oder Klicks öffnet sich ein Chatfenster (zumeist am unteren Bildschirmrand) mit einer höflichen Frage nach Unterstützung beim Einkauf. Dahinter stecken nicht etwa besonders fleißige Mitarbeiter aus dem Kundensupport, sondern so genannte Chatbots.

Diese Chatbots gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: einfach (hier steht nur eine vordefinierte Anzahl von Antwortmöglichkeiten zur Verfügung) und mit künstlicher Intelligenz bestückt. Letztere  können eingetippte Antworten interpretieren und lernen auch ständig dazu (“Machine Learning”). Einen dieser intelligenten Shopbots verwendet beispielsweise eBay in den USA. Der sogenannte eBay ShopBot ist mit nur einem Klick bzw. mit der Freigabe direkt in den Facebook Messenger eingebunden. Basierend auf den eigenen Einkaufswünschen macht der ShopBot laufend (verbesserte) Vorschläge für passende Produkte, welche am Ende der Interaktion mit nur einem Klick in den Warenkorb gelegt und gekauft werden können.  

eBay ShopBot

Besonders praktisch sind Chatbots auch für Menschen, welche ungern mit anderen Menschen interagieren, aber dennoch beraten werden wollen. Denn gemäß einer Studie sind dies fast unglaubliche 48% aller Onlineshopper weltweit. Natürlich merkt sich der Chatbot auch die eigenen Einkäufe und Interessen und bietet auf dieser Basis in regelmäßigen Abständen interessante neue und spezielle Produkte an. Die Erfolgswahrscheinlichkeit dieser Angebote ist dementsprechend signifikant höher als bei normalen Newslettern oder Werbebannern. Big data lässt grüßen.

Trend Voice Shopping

Siri, Alexa, Cortana, Google Home (Anm.: Googles Sprachassistent hat wirklich keinen eigenen Namen). Viele von euch haben wohl bereits einen oder sogar mehrere der vorher genannten Sprachassistenten im Wohnzimmer stehen oder am Smartphone. Sie sind nicht nur dafür geeignet, das Licht an- und auszuschalten oder als glorifizierter Timer zu dienen. Wenn man etwa bei Amazon die entsprechende Option aktiviert hat, kann man per Sprachkommando gegenüber Alexa auch direkt Einkäufe tätigen.

Wer seine Produkte also beispielsweise bei Amazon oder Google Shopping vertreibt, muss seine Produktbeschreibungen daher in Zukunft sowohl inhaltlich als auch strukturell auf Basis der geänderten Grundbedingungen durch die Möglichkeiten der Sprachsuche optimieren. Denn im Gegensatz zur gewöhnlichen Textsuche bei Google oder in einem Onlineshop, welche zumeist aus 1-3 Wörtern besteht, werden die Suchanfragen bei Sprachassistenten häufiger in ganzen Suchphrasen mit einer Länge von 5-7 Wörtern gestellt. Dies zeigt auch die nachfolgende Grafik.  

Anzahl der Wörter bei Sprachsuche

In den USA nutzen bereits zwei von fünf Erwachsenen zumindest einmal täglich die Dienste des Sprachassistenten ihres Vertrauens. Diverse US-amerikanische Zukunftsforscher erwarten sogar, dass im Jahre 2020 bereits 50% aller Suchanfragen weltweit nicht mehr per Texteingabe auf PC oder Smartphone sondern per Sprachsuche durchgeführt werden. Daher sind Sprachassistenten de facto einer der heißesten eCommerce Trends für 2019 und die nachfolgenden Jahre. 

Trend Nischenmarketing

Egal ob Fair Trade Kleidung aus dem brasilianischen Regenwald oder Überlebensausrüstungen für alle erdenklichen Katastrophen. Egal ob organisches Badesalz aus Afrika oder pflegendes Bartöl für Männer mit Schnurrbärten. Die Kreativität im Bezug auf Nischenprodukte kennt kaum noch Grenzen. Für quasi jede Anforderung und jeden persönlichen Geschmack gibt es eigene Produkte und Dienstleistungen, welche sich vom Mainstream abheben und somit die (zumeist stark vorhandene) Individualität der Käufer bestärken.

Dank diverser Keywordtools und Seiten wie Google Trends oder Trendwatching.com kann beinahe jeder Mensch mit einem besonderen Talent oder Zugang zu einem Nischenprodukt den idealen Markt zum Vertrieb von besonderen Produkten finden. Und dank der vielen ShopCMS-Systemen wie Magento, WooCommerce, Shopify oder Lightspeed ist es mittlerweile auch kinderleicht, sich die notwendige Onlineshoppräsenz dazu aufzubauen. Du hast eine besondere oder ausgefallene Idee? Wir stehen dir gerne mit Rat und Tat zur Wahl des richtigen Onlineshopsystems zur Verfügung. Übrigens: auch die Erstellung von wunderschönem selbst erzeugtem Content und Contentblöcken in den eher behäbigen ShopCMS-Editoren ist dank DragDropr kein Problem mehr.  

Zusammenfassung E-Commerce Trends 2019

Wer nur „mobile first“ denkt, ist 2019 zwar noch auf der sicheren Seite und weiter als die meisten anderen.  Man wird jedoch trotzdem ein signifikantes Stück des eCommerce-Kuchens an noch innovativere Shops und Stores verlieren. Denn wie vorher beschrieben müssen auch die Rahmenbedingungen wie etwa Lieferzeiten passen. ChatBots wie eBays ShopBot übernehmen die Funktion eines stets dazulernenden und kostenlosen Kundenberaters. Sprachassistenten wie Amazons Alexa wissen aufgrund der eigenen Kaufhistorie teilweise schon besser als man selber, was man für den Haushalt benötigt. Und Nischenmärkte waren früher dafür da, ausgefallene Wünsche zu erfüllen und long-tail-Bedürfnisse zu befriedigen, werden jedoch im Jahr 2019 mehr Umsätze als je zuvor abwerfen. 

  • Was denkt ihr über diese fünf vorgestellten Trends?
  • Haben wir einen fundamentalen Trend vergessen?
  • Habt ihr schon einmal in einem Onlineshop über einen Sprachassistenten oder einen ChatBot bestellt?

Wir sind auf euer Feedback und eure Erfahrungen gespannt. 


Quellenverzeichnis:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/207390/umfrage/verteilung-von-alter-und-geschlecht-bei-mobilen-einkaeufern/
https://de.statista.com/themen/2875/e-commerce-in-oesterreich/
https://red.mediamarkt.at/sofortlieferung3.html
https://www.divvit.com/blog/6-ecommerce-trends-2018
https://www.campaignlive.co.uk/article/just-say-it-future-search-voice-personal-digital-assistants/1392459
https://www.branded3.com/blog/google-voice-search-stats-growth-trends/

Chrome 68 Seiten HTTPS

Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach darüber geschrieben, was HTTPS ist und wieso es wichtig für deine Website ist. Im Juli 2018 hat Google die Version 68 seines Browsers Chrome veröffentlicht (Anm. Stand November 2019 ist Chrome 78 die aktuellste Version), der gemäß ÖWA in Österreich schon beinahe von jedem zweiten Internetuser verwendet wird. 

ÖWA Browser Statistik

Wie angekündigt, werden ab sofort alle Webseiten ohne SSL-Zertifikat in Chrome 68 als „Nicht sicher“ angezeigt. Hier hat es auch einige prominente Unternehmen wie Flughafen Wien, Universität Wien oder die Tageszeitung Heute erwischt, wie derStandard heute auf seiner Website berichtet

Was ist HTTPS und wieso braucht meine Website dies?

Eine HTTPS-Übertragung („HyperText Transfer Protocol Secure„) sorgt dafür, dass die Daten zwischen dem Server des Websitebetreibers und dem Endgerät des Nutzers verschlüsselt übertragen werden. Du siehst in Google Chrome am linken oberen Bildrand – direkt neben der URL einer Website – die Information, ob eine Seite mit einem SSL-Zertifikat ausgerüstet ist („Sicher“) oder auf keine HTTPS-Übertragung zurück greift („Nicht Sicher“). 

HTTPS SSL Zertifikat

Auch hinsichtlich DSGVO hat dies besondere Relevanz, da personenbezogene Daten – z.B. in einem Kontaktformular (wie etwa E-Mail Adresse, Telefonnummer oder Geburtsdatum) nur mehr verschlüsselt übertragen werden dürfen. Wer also im Juli 2018 noch immer kein SSL-Zertifikat auf seiner Website oder in seinem Webshop eingebunden hat, verunsichert nicht nur zunehmend seine Besucher, sondern verstößt auch seit nunmehr zwei Monaten gegen eine EU-Grundverordnung. Im schlimmsten Fall muss man hier mit diversen Strafen rechnen. Dies betrifft nicht nur alle Seiten mit Kontaktformularen, sondern natürlich auch alle Webshops. Dort werden sogar noch kritischere Daten wie etwa Kreditkartennummern übertragen.

HTTPS und WaaS

In unseren WaaS-Angeboten („Website bzw. Webshop as a Service„) ist ein SSL-Zertifikat natürlich stets im Hosting-Grundpreis inkludiert. Wir sind schon seit längerer Zeit der Meinung, dass die Sicherheit im Internet ein zentraler Faktor für die Gewinnung von Vertrauen der Nutzer ist.

Falls deine Website (oder noch schlimmer: dein Webshop) also seit Chrome 68 als „Nicht Sicher“ angezeigt wird, dann ist es spätestens jetzt allerhöchste Eisenbahn.

Kontaktiere uns am besten noch heute – neben einem Angebot für eine effiziente WaaS-Lösung für dein Unternehmen können wir dir alternativ auch einen DSGVO-Check oder ein SEO Audit für deine bestehende Seite anbieten, damit du auf einen Blick weißt, an welchen Stellen noch Verbesserungen möglich (oder notwendig) sind. 

DSGVO Datenschutzgrundverordnung

Am 25. Mai 2018 ist die neue EU Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) in Geltung getreten. Du bist Unternehmer oder im Online Marketing tätig, hast aber im Jahre 2019 noch nichts von dieser Verordnung gehört? Ehrlich jetzt? Nun, dann hast du während der letzten beiden Jahre vermutlich in einer Höhle oder ohne Kontakt zur Außenwelt gelebt. Die Suchanfragen zu diesem Thema (in blau) und Datenschutz im Allgemeinen (in rot) sind im Verlauf der letzten beiden Quartale 2017 bzw. 2018 exponentiell in die Höhe gegangen. Dies zeigt auch das nachfolgende Diagramm aus Google Trends (Stand: 22.3.2018; Land: Österreich; Zeitraum: 1 Jahr) eindrucksvoll auf.

Google Trends Datenschutz & DSGVO

Bei schweren Verstößen gegen die DSGVO-Richtlinien können Bußgelder in der Höhe von bis zu 4 % des Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängt werden – dies ist ein Fakt. Doch verschiedenste Mythen und Gerüchte halten sich hartnäckig rund um die DSGVO – besonders wenn es sich um Online Marketing dreht. Daher stellen wir in diesem Blogbeitrag die provokante Frage, ob Maßnahmen im Online Marketing überhaupt noch wie bisher durchführbar sein werden und worauf man ab 25. Mai besonders achten muss.

Newsletter

Für Datenverarbeitungsvorgänge benötigt man für den Newsletterversand eine explizite Einwilligung der Betroffenen (so nennt die DSGVO alle natürlichen Personen, deren Daten verarbeitet werden). Du benötigst daher eine Einwilligung, wenn du einen Newsletter an einen Kunden verschicken willst. Daher raten wir dir, auf das so genannte Double-Opt-In-Verfahren zurückzugreifen. Hier musst der Betroffene die Anmeldung zu einem Newsletter nochmal explizit bestätigen, bevor seine Mailadresse in deinem Verteiler landet. Wir Onlinepro!fis achten schon länger darauf, dass wir dank atipso.newsletter mit unseren Kunden nur mit Software arbeiten, welche in allen Punkten DSGVO-konform ist. 

Neu ist jedoch das so genannte Koppelungsverbot. Demnach darf zum Beispiel die Erfüllung eines Vertrages nicht von der Erteilung einer Einwilligung abhängig sein. Nachdem das extrem komplex klingt, hier gleich ein einfaches Beispiel dazu: eine Anmeldung zu einem Newsletter darf kein Pflichtfeld für eine Bestellung in einem Onlineshop sein.

Du darfst in deinem Onlineshop auch keine Checkbox für die Newsletteranmeldung automatisch angehakt anzeigen, sondern musst dem Kunden die Möglichkeit geben, sich für das Anhaken dieser Checkbox frei zu entscheiden. 

Zu guter Letzt wird auch die Einwilligung von Kindern unter 16 Jahren ein kritisches Merkmal. Denn wer unter dieser Altersgrenze liegt, kann selber keine wirksame Einwilligung erteilen. Dies betrifft allerdings nur alle Anmeldungen ab dem 25. Mai 2018. Du musst jetzt also nicht deinen bestehenden Kundenstamm überprüfen. Aber ab Ende Mai ist es wichtig, dass du bei einer Newsletteranmeldung auch das Alter erfrägst bzw. in einem Auswahlmenü kein Alter unter 16 Jahren auswählbar ist. 

Google Analytics & Tracking

Webanalyse-Tools wie Google Analytics sind für Onlinemarketer im 21. Jahrhundert unverzichtbar. Denn alles was im WWW passiert, basiert auf Zahlen und Daten und kann gemessen werden. Musst du den Einsatz von GA nun im Zuge der DSGVO einschränken oder gar unterbinden und das Marketing somit zurück in die Steinzeit werfen? Nein, aber die Regeln werden strenger.

Der Einsatz der anonymizeIp Einstellung (Anonymisierung der IP Adresse) von Google Analytics ist bereits länger Pflicht. Wir Onlinepro!fis befolgen dies natürlich schon seit Jahren und können dies – wenn notwendig – auch bei anderen Websiten ganz einfach überprüfen, wie der nachfolgende Screenshot zeigt. 

IP Anonymisierung GA

Außerdem muss auf jeder Website ein Platz zur Opt-Out-Möglichkeit für Google Analytics bestehen – im Normalfall wird dies derzeit auf der Datenschutz-Seite gemacht. Auch für alle anderen Cookies und Webtrackingtools muss eine Widerrufsmöglichkeit bestehen. Funktionale Cookies, welche z.B. die Seitensprache abspeichern oder für die Erbringung des technischen Dienstes zwingend notwendig sind, sind übrigens von der DSGVO ausgenommen (vgl. WKO-Präsentation, Folie 13).

DSGVO vs. Cookie-Richtlinie vs. ePrivacy

Mit dem Buzzword „Privacy by Default“ (frei übersetzt: Datenschutz durch Voreinstellung) tritt jedoch eine grundlegende Veränderung in Kraft. War es bisher so, dass man auf einer Website oder in einem Webshop automatisch getrackt wurde, wenn man die Seite betrat (damit sind die Cookie-Hinweise gemeint, die in den letzten 2-3 Jahren vermehrt aus dem Boden gesprossen sind), so wird dies durch den aktuellen Entwurf der ePrivacy-Verordnung (welche nicht mit der DSGVO verwechselt werden sollte) nun ebenfalls bald anders.

Falls dieser Entwurf der ePrivacy-Verordnung in Kraft tritt, könnte dies somit – direkt auf das Business bezogen – viel markanter für das Online Marketing werden. Allerdings sagt Artikel 25, Absatz 2 in der DSGVO etwa aus, „dass durch Voreinstellung grundsätzlich nur personenbezogene Daten, deren Verarbeitung für den jeweiligen bestimmten Verarbeitungszweck erforderlich ist, verarbeitet werden“. Im aktuellen Entwurf der ePrivacy-Verordnung ist hingegen keine unbedingte Pflicht zu einer Do-not-track-Voreinstellung auszumachen (via OnlineMarketing.de). Und genau dies ist derzeit das größte Problem rund um DSGVO und ePrivacy: nicht alles ist schwarz oder weiß, vieles ist grau. Und diese Unsicherheit macht derzeit auch vielen Onlinemarketern zu schaffen.

Wie auch immer, sobald ePrivacy in Kraft treten sollte, muss der User die aktive Möglichkeit angeboten bekommen, dass er beim Betreten einer Seite im WWW selbst bestimmt, ob er die Verwendung von Cookies akzeptieren will oder auch nicht. Wir setzen daher auf verschiedene Anbieter, welche Lösungen für die Cookie-Thematik bereits anbieten. Diese sind in CMS (Content Management Systeme) wie z.B. WordPress oder Magento bereits ePrivacy-konform einsetzbar.

Die Verordnung betrifft übrigens auch Google, Microsoft, Mozilla und Co – denn Browser müssen derart programmiert sein, dass diese von Anfang an auf die freundlichste Variante im Bezug auf Datenschutz voreingestellt sind (= standardmäßig kein Tracking zulassen). Dass die e-Privacy-VO allerdings am 25. Mai 2018 zusammen mit der Datenschutzgrundverordnung in Kraft tritt, halten Experten für sehr unwahrscheinlich.

Facebook (inkl. Ads)

Im Zuge des Skandals rund um Cambridge Analytica ist Facebook in diesem Monat einmal mehr negativ aufgefallen, wenn es um Datenschutz und die Weitergabe von personenbezogenen Daten geht. Und dies zurecht – das Facebook-Pixel ist ein stetiger Begleiter auf nahezu jeder Website. Als Website- oder Webshopbetreiber bekommt man dadurch verschiedenste interessante Informationen über die eigenen Seitenbesucher geliefert.

Facebook Pixel DSGVO

Viele Experten waren sich daher einig: mit der DSGVO bekommt Facebook ein ernsthaftes Problem. Denn die EU-Verordnung gilt auch für Unternehmen, die ihren Hauptsitz nicht in der EU haben, sobald sie Dienstleistungen in der EU anbieten. Am 29.1.2018 hat das Unternehmen von Mark Zuckerberg erstmals offiziell Stellung zur DSGVO bezogen. Alle Informationen findet man seither auf der eigenen GDPR-Seite. Besonders interessant hier einer der letzten Absätze:

Nutzungsbedingungen für Werbetreibende

Wenn Facebook für seine Partner in der EU Dienstleistungen erbringt, bei denen wir als Auftragsverarbeiter auftreten, halten wir die geltenden Anforderungen an Auftragsverarbeiter ein. Das bedeutet, dass wir alle vertraglichen Verpflichtungen entsprechend anpassen werden, damit diese mit der DSGVO im Einklang stehen.

Wenn wir Dritte mit einer Datenverarbeitung in unserem Namen beauftragen, stellen wir sicher, dass die Vertragsbedingungen die Einhaltung der DSGVO und den Schutz der Daten gewährleisten. Wenn wir dagegen im Auftrag von Werbetreibenden als Auftragsverarbeiter auftreten, verlassen wir uns darauf, dass die Werbetreibenden eine zureichende Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten haben.

Was sind nun aber die konkreten Auswirkungen für Facebook Ads und den Einsatz des Facebook Pixels?

Ziemlich weitreichend. Selbst wer seine User proaktiv darüber informieren sollte, dass mithilfe des Facebook Pixels bestimmte Kundendaten gesammelt werden und mit deren Hilfe auf Facebook gezielte Ads geschalten werden, welche von (glaubhaftem!) persönlichem Interesse des Kunden sind, wird ein Problem damit haben, genau sagen zu können, welche Daten Facebook sammelt und weitergibt. Vorbei sind mit ziemlicher Sicherheit die Zeiten, in denen man alle möglichen Kundendaten mit dem Facebook Pixel gesammelt hat und diese dann ohne Einverständnis innerhalb von Custom- oder Lookalike-Audiences beworben hat – dies ist ab 25. Mai ein massiver DSGVO-Verstoß.

Datenschutzerklärung

Ab Ende Mai ist es wichtiger denn je, dass die Datenschutzerklärung (welche auf jeder Website sowieso schon lange als eigenständige Seite Pflicht ist) alle Informationen über Tracking-Skripte, Datenspeicherung, Kontaktformulare, Cookies uvm. vollständig wiedergibt. Auch wenn man keinen Rechtsanwalt hat (oder sich einen Rechtsanwalt leisten kann), so gibt es verhältnismäßig kostengünstige Lösungen. Beispielsweise verschiedenste Kanzleien, die auf IT- und Onlinerecht spezialisiert sind und auf die Bereitstellung von Datenschutztexten in Checkboxform spezialisiert sind. Hier muss man allerdings ein gewisses technisches Grundverständnis besitzen, um zu wissen, was auf der eigenen Seite verwendet wird. Eine Alternative ist TrustedShops. Diese überprüfen einen Onlineshop nicht nur hinsichtlich verschiedener Qualitäts- und Sicherheitskriterien, sondern stellen auch individuell angepasste Texte für die eigene Datenschutzerklärung bereit.

Fazit DSGVO und Online Marketing

Die Datenschutzgrundverordnung wird ganz sicher nicht den Untergang des Online Marketings mit sich ziehen. Wer allerdings bisher mit unlauteren Methoden (z.B. Datenkauf, unerlaubtes Sammeln von Daten, schlampige Verwaltung der Newsletterabonnenten, unerlaubte Weitergabe von Daten, etc.) gearbeitet hat, der wird ziemlich sicher ein grobes Problem bekommen. Ebenso können die meisten Menschen mit Cookies, Retargeting, Conversion Tracking und anderen abstrakten Online Marketing Begriffen nur wenig anfangen und sind daher grundsätzlich misstrauisch – was jetzt durch die mediale Aufmerksamkeit rund um das Thema nochmal verschlimmert wird.

Aber genau deswegen kann die DSGVO auch eine Chance dafür sein, dass man das angeknackste Vertrauen des Konsumenten wieder nachhaltig herstellt. Dies bringt mich zu meinen zusammenfassenden Statements:

  • Unternehmen, die sich nicht an die DSGVO halten, könnten nach dem 25. Mai nicht nur durch das Misstrauen ihrer Kunden, sondern auch die Datenschutzbehörde abgestraft werden.
  • Obwohl die Auflagen im Online Marketing strenger werden, wird es weiterhin möglich sein, Leads und somit brauchbare Kundendaten zu generieren.
  • Kunden müssen proaktiv darüber informiert werden, welcher Mehrwert ihnen dadurch entsteht, wenn sie gewisse persönliche Daten an ein Unternehmen weitergeben.
  • Als Online Marketer solltest du deine eigenen Online Marketing Tools & Lieferanten überprüfen, ob diese sich erstens an die DSGVO halten und zweitens auch in der Datenschutzerklärung vermerkt sind.

 

Disclaimer: alle Angaben ohne Gewähr. Wir sind Online-Profis aber keine Juristen. Wenn du sicher sein willst, alle Punkte aus DSGVO, DSG und ePrivacy zu erfüllen, dann ist dies nur durch die Beratung eines professionellen Rechtsanwalts möglich.