Online Marketing

Am vergangenen Freitag fand in Bergheim bei Salzburg die größte österreichische Konferenz für Suchmaschinenoptimierung statt. Knapp 900 Besucher (primär aus dem DACH-Raum) lauschten dabei den Vorträgen der knapp 35 SpeakerInnen auf drei Tracks. Beim 10. Jubiläum der SEOkomm war auch erstmals MONOBUNT vorort in der Brandboxx Salzburg vertreten.

Keynote von Marcus Tandler

Marcus Tandler eröffnete die SEOkomm (zum 10. Mal) mit seiner Keynote. Der Co-Gründer und Co-Geschäftsführer von Ryte (ehemals OnPage.org) wagte unter dem Titel „Der Endgegner“ einen (für manche kontroversen) Ausblick auf die SEO-Zukunft. Die Zukunft der Suche bezeichnete er dabei als Search+. Diese wird durch Faktoren wie AMP-Preloading, dem Verschwinden von Scrolling, einer besseren Search-Experience für User und einer perfekten Ausrichtung für Mobile Devices gekennzeichnet. Die Keynote wurde auch live auf Facebook gestreamed und ist ebenda abrufbar.

SEOkomm Marcus Tandler Keynote

Interne Verlinkung und CTR

Anschließend präsentierte Jens Altmann eine selbst durchgeführte Studie zum Thema interne Verlinkung als Rankingfaktor am Beispiel von serienjunkies.de. Er zeigte dabei anhand von (viel) Zahlen- und Datenmaterial, wie eine optimierte interne Verlinkung zu positiven Ranking-Veränderungen führen kann. Die Ergebnisse dieser Studie werden zu einem späteren Zeitpunkt auf onpage-seo.org präsentiert werden.

Viele Tricks und Tipps zur Optimierung von Meta Titeln und Meta Beschreibungen lieferte Julian Dziki, Geschäftsführer von Seokratie, in seinem Vortrag „Pimp my CTR: So erhöhst du die Klickrate von Titles und Descriptions“. Wir haben uns hier viele Notizen gemacht und werden die Tipps und Techniken in nächster Zeit selber aktiv auf monobunt.at austesten. Stichworte sind diesbezüglich u.a. Emojis in SERPs, Analyse mit der Google Search Console und Beobachtung des Wettbewerbs – mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten 🙂

SEOkomm Dziki CTR Optimierung

UX für SEO[s] und Technical SEO Testing

Etwas technischer wurde es in den nächsten beiden Vorträgen vor der Mittagspause. Zunächst beantwortete André Goldmann von gutewebsites.de die Frage, wie die Verbesserung der UX (User Experience) zu einer Verbesserung der SEO-Rankings führen kann. Hier bekamen wir viele Inputs, Tool-Tipps, Reporting-Tipps und generelle Ansätze zur Optimierung der UX der eigenen Website.

Bastian Grimm von der Peak Ace AG brachte beim Vortrag mit dem Titel „Technical SEO Testing: Überraschungen & Insights aus dem Peak Ace Testlabor“ Einblicke darüber, welche Auswirkung versteckte Inhalte (über CSS/JS) wie zum Beispiel „Read More“-Elemente oder Tab-Switches für die Indexierung bei Google haben.

Aussagen von Google lassen im Normalfall viel Interpretationsspielraum. Daher ist es umso wichtiger, Aussagen zu überprüfen und nicht ungeprüft weiterzugeben. Besonders hervorheben wollen wir die wissenschaftliche Herangehensweise, mit der das Team in dieser Studie gearbeitet hat.

SEOkomm Grimm Technical SEO Testing

Data Extraction & SEO-Traffic über YouTube

Am Nachmittag präsentierten Sabine Langmann und Johannes Kunze, wie man mithilfe der Tools Screaming Frog, KNIME und Google Big Query gewünschte Website-Daten extrahieren kann und in weiterer Folge gezielt zusammentragen bzw. aufbereiten kann. Am Beispiel fahrrad.de zeigten die beiden in einer Live-Case-Study, wie man Preisveränderungen tagesaktuell in Google Data Studio visualisieren kann und damit niemals mehr Top-Angebote übersehen kann.

Anschließend beantwortete Jan Brakebusch die Frage, wie ein eigener YouTube-Kanal und Video-Marketing bei der Steigerung von SEO-Traffic behilflich sein können. YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und wird daher auch für SEOs immer relevanter. Doch man sollte aufpassen, gerade im YMYL-Bereich (your money your life) funktionieren viele der Standard-SEO-Taktiken nicht bzw. ziehen im schlimmsten Fall sogar Penaltys mit sich. Trust/Branding sowie Validität werden im YMYL-Bereich immer wichtiger, was sich schon in naher Zukunft auch auf andere Bereiche ausbreiten kann.

SEOkomm Brakebusch Optimierung YouTube

Webanalyse mit Google Analytics & Google Search Console

In den letzten beiden Vorträgen des Nachmittags standen die beiden Google-Tools Analytics sowie Search Console im Fokus. Thomas Zeithaml von Seoratio brachte dabei einen einsteigerfreundlichen Überblick über SEO-Kennzahlen in Analytics.

So waren u.a. die Zusammenhänge zwischen Verweildauer und Absprungrate ein großer Aspekt des Vortrags. Außerdem gab er hilfreiche Tipps zu den Themen Thin Content, Data Layer, Segmente, Scroll-Tracking, Nutzerpfade sowie Tracking der Website-Suche.

Bevor es zurück ins Innviertel ging, beantwortete „GSC-Guru“ Stephan Czysch (Anm. dessen Buch „SEO mit Google Search Console: Webseiten mit kostenlosen Tools optimieren“ ich vor zwei Jahren gelesen habe) noch die wichtigsten Fragen rund um das Thema Google Search Console. Im Jahr 2019 hat sich hier verdammt viel verändert.

So wurde beispielsweise der Umzug von der „alten“ auf die „neue“ GSC vollzogen. Er lieferte außerdem Gründe für die Nutzung der GSC-API, bei der u.a. mehr Daten zur Verfügung stehen und eine Kombination aus Suchanfrage und Einstiegsseite möglich ist. Abgerundet wurde der Vortrag mit den Top-3-Learnings (Segmentation der Suchanalyse-Daten, GSC-API, Website-Monitoring mit der GSC).

Zusammenfassung SEOkomm

Die SEOkomm hat sich zu einer der wichtigsten und besten Konferenzen für Suchmaschinenoptimierung im DACH-Raum entwickelt. Kompetente Speaker und eine perfekte Organisation (vom Parkplatz über den Check-In bis zur Orientierung und Kommunikation) machen die SEOkomm zu einem Muss für SEOs aus unserer Region. Wir konnten viele interessante Tipps & Tricks mitnehmen, welche wir in unsere SEO-Arbeitsprozesse einarbeiten werden. Davon profitieren nicht nur wir selber, sondern auch unsere Kunden 🙂


Bildquellen: eigene Fotos bzw. SEOkomm-Logo via SEOkomm.at

SEO in 2020 Faktoren & Trends

Neues Jahr, neues SEO-Glück? Nur wer die eigene SEO-Strategie ständig anpasst, verändert und am Puls der Zeit bleibt, wird weiterhin genügend organischen Traffic für seine Website generieren. Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu, daher schwirren viele Artikel herum, wie sich SEO in 2020 verändern wird.

Doch keiner ist so umfassend und interessant wie jener von Brian Dean. Er ist die one-man-show hinter Backlinko, einem US-amerikanischen SEO-Blog, welcher unter anderem heuer von den Experten von AHREFS zur #1 SEO-Blog-Quelle gewählt wurde. Brian hat in seinem Artikel „The Definitive Guide To SEO in 2020“ eine Liste der acht wichtigsten SEO-Faktoren für 2020 niedergeschrieben.

Diese Liste beruht auf Recherche, vielen verschiedenen Quellenangaben, weiterführenden Links und seiner eigenen Expertise. Ich kann dir die Lektüre dieses Artikels daher nur ans Herz legen. Für unseren MONOBUNT-Blog habe ich allerdings versucht, die Essenz aus dem Artikel herauszuziehen und mit eigenen Worten (und in deutscher Sprache) wiederzugeben. Und los geht’s mit dem ersten Faktor:

Domain Autorität 2.0

Du hast sicher schon oft von Domain Autorität (engl. domain authority) gehört.

Früher hing (sehr) vieles von Links ab. Je mehr (externe und interne) Links zu einem Artikel oder zu einer Seite, desto besser der PageRank und demzufolge die Suchergebnisposition bei Google.

Doch mittlerweile evaluiert Google eine Webseite auch nach dem so genannten E-A-T Prinzip. E steht dabei für Expertise (Sachkenntnis), A für Authoritativeness (Maßgeblichkeit) und T für Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit).

Im deutschsprachigen Google-Artikel „Funktionsweise der Suchalgorithmen“ werden diese Faktoren leicht verändert beschrieben:

E-A-T Prinzip

Hier scheint Google mit dem Schlagwort Sachkenntnis die drei E-A-T Faktoren zusammenzufassen. An dieser Stelle zwei Beispiele dafür: man will keinen medizinischen Artikel von einem Tischler lesen. Oder einen Artikel über Holzverarbeitung von einem Arzt. Sollte logisch sein, aber im Internet gibt es bekanntermaßen viele ExpertInnen-für-eh-alles.

ExpertInnen

Daher solltest du wenn möglich immer ExpertInnen befragen und/oder engagieren. Um die Vertrauenswürdigkeit deines Contents zu steigern, solltest du außerdem immer Quellen (z.B. externe Links) angeben, eine Biographie des Autors hinzufügen (oder auf seine Website verlinken) und (wenn notwendig) auch auf deine AGB hinweisen.

Wie wird man nun aber zum Experten (bzw. zur Expertin)? Wenn du über dich selbst behauptest, dass du eine(r) bist, dann glaubt dir Google nicht. Wenn allerdings mehrere externe Quellen (z.B. Webseiten, Social Media Postings, Videos mit Transkripten) dich auch als Experten (oder Expertin) bezeichnen, dann bist du dies auch für den Google-Algorithmus.

Fokus auf ein Thema

Niemand kann beispielsweise alles über SEO und SEA und Social Media und Copywriting wissen. Je mehr man sich daher (z.B. im eigenen Blog) auf ein singuläres Thema beschränkt, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass man irgendwann die Reputation eines Experten oder einer Expertin bekommt.

Visuelle Suche

Bei der visuellen Suche handelt es sich nicht um die Bildersuche von Google. Sondern um eine Suche durch die Kameralinse des digitalen Devices. Diese wird immer beliebter. Bestimmte Apps wie etwa Google Lens wurden mittlerweile schon über 1 Milliarde Mal verwendet. Die eigentlich unglaubliche Zahl von 36% aller US-AmerikanerInnen haben zumindest schon einmal die visuelle Suche verwendet.

Ich habe mir diesbezüglich die Google App auf mein iPhone heruntergeladen. Wenn das eigene Device mit der Lens-Technologie kompatibel ist, dann hat man neben dem Mikrophon-Icon für die Sprachsuche nun auch ein Icon für die visuelle Suche mit Google Lens.

Google Lens

Wenn ich nun ein Foto eines beliebigen Gegenstands (etwa einer Pflanze) mache, dann vergleicht Google dieses mit allen indexierten Bildern und zeigt mir den Namen dieses Objekts anhand eines Beispiels. Eine solche visuelle Suche gibt es nicht nur bei Google sondern auch für Bing von Microsoft.

Eine visuelle Suche ist besonders nützlich für Einkaufen, Wegbeschreibungen, Sehenswürdigkeiten (wer kennt’s nicht, wenn man in Rom oder Paris wieder einmal nicht weiß, welche Kirche man vor sich hat), Übersetzungen (yep, diese Funktion gibt es z.B. mit der Google Translate App schon seit längerem), Rezepte (wie heißt dieses Gericht das man vor sich hat?) uvm.

Auch für die visuelle Suche gibt es drei entscheidende Faktoren im Bezug auf den eigenen Content:

  • Autorität (Bist du ein Experte?)
  • Aktualität (Wie aktuell ist der Content?)
  • Positionierung auf der Seite.

Zum letzten Punkt: je weiter oben auf deiner Seite sich ein Bild befindet (und daher zentral für den Artikel ist), desto höher wird dies auch von Google priorisiert.

Videos machen bald 80% des Web-Traffics aus

… und trotzdem wollen gemäß HubSpot fast 50% aller Nutzer mehr Videos auf Webseiten haben. Video-Marketing sollte daher ein zentraler Aspekt deiner Marketing-Strategie sein. Auch weil Videos sich immer besser für Suchmaschinen optimieren lassen. Wenn du ein Video auf deiner Website einbindest, solltest du auf folgende drei Faktoren achten:

  1. Strukturiere den Content auf deiner Website. Dies hilft Google dabei, Kontext und Inhalt des Videos besser zu verstehen.
  2. Optimiere dein Video für SEO. Ohne Titel (Keywords!), Beschreibung (Keywords!) und Tags geht gar nichts mehr.
  3. Transkribiere dein Video. Auf die Art und Weise versteht Google jedes einzelne gesprochene Wort.

YouTube Video Transkript

YouTube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Außerdem gehört YouTube zu Google. Und Google liebt nichts mehr als eigene Produkte. Glaubt man einer Studie von Moz-Gründer Rand Fishkin, dann ist YouTube in punkto Suche etwa doppelt so populär wie Bing – und wächst immer weiter.

Wenn du also mehr Traffic generieren willst, muss YouTube (bzw. Video-Marketing) ein unverzichtbarer Aspekt deiner SEO-Strategie sein. Über YouTube Videos holst du dir Besucher auf deine Website. Diese werden zu Leads. Aus den Leads werden Kunden. Und Kunden generieren Umsatz. Dies passt auch gut zum Motto von MONOBUNT 🙂

Optimierung für Sprachsuche

Dies ist kein neuer Faktor. Im Gegenteil, dieser wurde zum ersten Mal in unserem SEO Ausblick für 2018 (und dann für 2019) erwähnt. Egal ob Alexa, Google Assistant, Cortana, Bixby oder Siri – durch das Internet of Things (IoT) kommt fast kein modernes Haushaltsgerät mehr ohne Integration eines Voice Assistants aus.

Basierend auf einer bei SearchEngineLand veröffentlichten Studie entstehen mittlerweile 20% aller mobilen Suchanfragen (also eine von fünf) über die Sprachsuche. Was musst du jetzt also machen, damit deine Inhalte für die Sprachsuche interessant werden?

Deine Seite sollte für einen Begriff optimalerweise unter den Top3-Ergebnissen bei Google liegen.

Wie du an der nachfolgenden Grafik siehst, entstammen knapp 75% aller Sprach-Suchergebnisse den ersten drei Suchergebnissen bei Google. Wenn du für einen Begriff (oder ein Thema) nicht unter den Top-10 Ergebnissen liegst, musst du eigentlich gar nicht mit der Optimierung für die Sprachsuche beginnen.

Sprachsuche

(c) backlinko.com 

Fragen und Antworten in deinen Texten

Ich will wissen, wann Albert Einstein geboren wurde (Spoiler: 1879). Im Gegensatz zur normalen Google-Suche, wo ich vermutlich „Einstein Geburtsjahr“ eintippen würde, stellt man einem Sprachassistenten meistens eine konkrete Frage, wie in diesem Fall „Wann wurde Albert Einstein geboren?„. Daher ist es nur logisch, dass Google hier primär Inhalte für die Antwort verwendet, welche eine konkrete Frage und eine konkrete Antwort liefern.

Featured Snippets bieten einen großen Vorteil

Vier von zehn Ergebnisse aus der Sprachsuche entstammen dem Inhalt eines Featured Snippets Wenn du also mit einem Keyword (oder einer Phrase) die sagenumwobene „Position 0“ bei den Google-Ergebnissen belegst, hast du theoretisch eine 40%ige Chance, dass genau dein Content als Antwort für die betreffende Sprachsuche verwendet wird.

Optimierung für Featured Snippets

Laut einer Studie von SEMrush haben mittlerweile mehr als 11% aller Suchergebnisse ein Featured Snippet bei Google. Seit Google die Featured Snippets eingeführt hat, gehen viele organische Klicks auf die #1 Position bei Google verloren. Deswegen spricht Brian Dean in seinem Artikel auch davon, dass „#0 das neue #1 ist„. Deswegen solltest du auch darauf abzielen, dass dein Content für ein Featured Snippet verwendet wird. Für die zu diesem Artikel passende Frage „Was ist SEO?“ hat derzeit evergreenmedia.at den Kampf um das Featured Snippet gewonnen.

Featured Snippet

 

Dieser angesprochene Kampf um Position #0 ist extrem hat. Hier drei Tipps aus dem Artikel von Backlinko:

  1. Finde realistische Gelegenheiten für ein Featured Snippet. Hier wiederum der gleiche Tipp wie weiter oben. Fokussiere deine Anstrengungen auf ein Thema und mache dich zum Experten.
  2. Füge deiner Seite so genanntes „Snippet Futter“ hinzu. Dabei handelt es sich um einen Textcontent-Block mit einer Maximal-Länge von 40-60 Wörtern, welcher aus folgenden Elementen besteht: Überschrift – Frage – Beantwortung.
  3. Formatiere deinen Content auch für andere Snippet-Typen: es gibt nicht nur die klassischen Antworten auf Fragen. Knapp 20% aller Snippets sind Listen und Tabellen. Wenn du also interessanten Content als Liste oder Tabelle formatiert hast, dann hast du auch hier die Chance auf #0.

Den Nutzer verstehen (Search Intent)

Wer schon irgendwann mal im Bereich SEO oder SEA gearbeitet hat (oder sich damit befasst hat), weiß dass es grundsätzlich drei verschiedene Arten von Suchintention gibt:

  • Information (= ich will eine Info/Lösung)
  • Navigation (= ich will irgendwo hinkommen)
  • Transaktion (= ich will etwas haben)

Früher war die Intention des Nutzers nicht immer völlig klar für Google. Hier ein klassisches Beispiel, welches den meisten von euch bekannt sein wird:

Tokio Hotel

Wer im Jahr 2019 den konkreten Suchstring „Tokio Hotel“ eingibt, wird sich meistens für die Band interessieren und für keine Hotels in der japanischen Hauptstadt. Bei der Eingabe von „Hotels in Tokio“ schaut dies schon anders aus:

Hotels in Tokio

Hier wäre es – sowohl aus Nutzersicht als auch aus Sicht von Google – komisch, wenn man Suchergebnisse rund um die Durch-den-Monsun-Band angezeigt bekommen würde.

Ein praktisches Beispiel dazu: wenn du einen Webshop hast, ist die Befriedigung informationaler Bedürfnisse deiner potentiellen Kunden sicher nicht falsch. Allerdings ist der transaktionale Charakter deiner Produktbeschreibung um einiges wichtiger. Überlege dir also beim Verfassen deines Contents genau, welches Intentions-Befürfnis du befriedigen willst.

Gib dem Nutzer genau was er sucht

Hast du erst mal die Art der Such-Intention hinterfragt, dann geht es im nächsten Schritt darum, dass du ein Suchbedürfnis 1:1 befriedigen kannst. Gib dazu eine Frage bei Google ein und wirf einen Blick auf die Top-Rankings unter den Ergebnissen. Arbeiten die Autoren mit Texten? Mit Listen? Mit Tabellen? Überlege dir anschließend, wie du diese Ergebnisse noch weiter verbessern kannst. Einige Anreize (wie etwa Videos, Bilder etc.) wurden weiter oben in diesem Artikel bereits genannt.

Optimiere alten Content für Suchintention

Content Recycling ist ebenfalls ein gutes Stichwort. Du hast älteren Content, der dir irgendwann mal viele Zugriffe gebracht hat? Anstatt hier einen neuen Artikel zu diesem Thema zu schreiben, kannst du auch einen älteren Artikel updaten und somit auf den neuesten Stand bringen. Dies sollte deine organischen Zugriffe im Normalfall binnen kurzer Zeit erheblich steigern. Beispiel gefällig? Ich habe in etwa beim roten Pfeil begonnen, ältere Artikel aus dem MONOBUNT-Blog zu überarbeiten.

CTR Organische Suche

Das Resultat? Beinahe täglich steigende organische Klicks (Quelle = Google Search Console). Die Auswirkungen auf die Kernzahlen in Google Analytics sind nahezu famos (ich vergleiche hier den Zeitraum seit der Optimierung mit dem gleichen Zeitraum davor):

Zugriffe Analytics

Wie du siehst, konnten alle Zahlen gesteigert werden, wobei vor allem die (massive) Steigerung der Sitzungsdauer sowie die Senkung der Absprungrate erheblich wichtig für die SEO-Performance sind. Auch für die Entwicklung der Sichtbarkeit hatten diese Optimierungen spürbare Auswirkungen.

Sichtbarkeit monobunt.at

Nicht nur die generelle Sichtbarkeit der Website (+24%) sondern auch die Top10-Rankings (+21%) und die Rankings/Keywords im Allgemeinen konnte ich damit erheblich steigern (Quelle = XOVI).

Der Kampf gegen fallende CTRs

Gemäß Moz-Gründer Rand Fishkin ist die organische CTR (click through rate) auf mobilen Geräten (Smartphones, Tablets) zwischen 2015 und 2018 um mehr als 40% gesunken. Die Erklärung dafür ist relativ einfach: Featured Snippets, Anzeigen, Carousels usw. verhindern immer öfters, dass man nach einer Suche noch auf eine Seite navigiert.

Daher ist der Kuchen deutlich kleiner als noch vor wenigen Jahren und der Kampf um die Top-Platzierungen auf den SERPs (Search Engine Result Pages) ist härter denn je. Hier gibt es einige Anhaltspunkte mit denen du zumindest eine Chance hast:

  • Inkludiere Keywords in deiner URL (URLs mit Keywords erhalten >45% mehr Klicks)
  • Füge deinem Titel eine emotionale Komponente hinzu. Ein negativer oder positiver Aspekt ist immer besser als langweilige Neutralität. Ein hausinternes Beispiel dafür: nachdem ich den Titel des Artikels „Das solltest du über WordPress Gutenberg wissen“ in „Warum ist WordPress Gutenberg so unbeliebt?“ geändert habe, sind die organischen Klicks deutlich nach oben gegangen.
  • Schreibe eigene Meta Beschreibungen für jede Seite. Damit verbessert sich die CTR im Schnitt um 6%.

Hier auch noch einige Fakten zur organischen CTR in 2019 (auch von Backlinko):

Organische CTR

Backlinks sind noch immer der Schlüssel

RankBrain (der Google-Algorithmus), Content und Backlinks. Google hat diese drei Faktoren in einem seltenen Anflug von Offenheit im Jahre 2016 als Key Success Factors hinsichtlich SEO genannt. Dies hat sich bis heute nicht geändert.

Eine Studie von Perficient Digital besagt, dass Links im Grunde die gleiche Wichtigkeit besitzen wie vor drei Jahren.

Links als Ranking Faktor

(c) Perficient Digital

Ohne herausragenden Content wirst du kaum Backlinks bekommen. Und ohne Backlinks wirst du kaum auf die 1. Seite der SERPs kommen. Und wenn du nicht auf der 1. Seite aufscheinst, dann bist du für die visuelle Suche, die Sprachsuche, die Suchintention und die CTR gänzlich uninteressant.

Qualitativ hochwertiger Content und Backlinks sind zusammenfassend also noch immer der Grundstein für jede SEO-Strategie. Alle hier beschriebenen Trends und neuartigen Faktoren beruhen auf diesem Fundament. Erst wenn du die Basis geschaffen hast, kannst du dich um diese Trends kümmern.

Zusammenfassung SEO in 2020

Am Ende seines Artikels gibt Brian Dean noch einige allgemeine Tipps für quick wins, auf welche ich in Stichworten eingehe:

  • Research Content publizieren („Wir haben 57 Experten für XYZ um ihre Meinung gebeten“)
  • Visuell ansprechenden Content erstellen und einbinden (Infografiken, Concept Visuals)
  • Kommentare erhalten (eine Diskussion unter deinem Artikel ist x-mal wertvoller als auf deiner Facebook-Seite)
  • Backlinks aus Podcasts generieren (die Popularität von Podcasts ist noch immer stark steigend)
  • Zombie-Seiten zusammenlegen oder entfernen (trenne dich von Seiten die keinen Nutzen für den User haben bzw. kombiniere den Inhalt mit anderen Seiten)

Was denkst du über diese SEO Trends und Faktoren für 2020? Gibt es ein Themengebiet, an dem du besonders interessiert bist? Oder eines, an dem du sogar schon arbeitest? Lass es mich in den Kommentaren wissen (Anm. meine Intention dafür findest du wenige Sätze weiter oben 🙂).

Google Maps API Key

Stand: 12. November 2019
Lesezeit: 7-10 Minuten
Umsetzungszeit: ca. 30 Minuten

Früher war die Einbindung einer Google Map in eine Website ziemlich einfach. In den meisten Content Management System (wie WordPress, Joomla, TYPO3 oder Drupal) musste man lediglich ein Plugin oder eine Extension installieren und die Koordinaten eintragen – schon wurde die Karte mitsamt Marker wenige Sekunden später im Frontend angezeigt.

Seit geraumer Zeit ist dies nicht mehr so einfach möglich, man benötigt nämlich nun einen API Key für Google Maps, um sich eine Karte auf seiner Website anzeigen zu lassen. Ohne diesen API-Schlüssel (API steht übrigens für application programming interface) wird folgende Fehlermeldung angezeigt:

Google Maps Fehler

Öffnest du die Entwicklertools in deinem Browser (Rechtsklick in den Seitenbereich > Untersuchen) dann wirst du in der Konsole einen Fehler dieser Art in roter Schriftfarbe erblicken:

Google Maps JavaScript API error: RefererNotAllowedMapError
https://developers.google.com/maps/documentation/javascript/error-messages#referer-not-allowed-map-error
Your site URL to be authorized: https://example.com/kontakt/

Wie du diesen Fehler beheben kannst, sodass die Karte auf deiner Website korrekt angezeigt wird, erkläre ich dir in dem nachfolgenden Tutorial. Es gibt eine Vielzahl an Fehlermöglichkeiten. In unserem Fall ist die URL nicht für die Verwendung des API Schlüssels autorisiert.

Google Maps API Key anlegen

Schritt 1) Wenn du bereits ein Konto bei Google hast, kannst du diesen Schritt überspringen. Ansonsten musst du einen Account bei Google erstellen.

Schritt 2) Gehe anschließend zur Google Cloud Platform. Diese findest du unter https://cloud.google.com/. Du kannst allerdings auch gleich direkt zur Maps Platform gehen, indem du die Seite https://cloud.google.com/maps-platform/ öffnest.

Google Maps Platform

Schritt 3) Dort wählst du den Typ „Maps“ aus und klickst auf „Weiter“. Im nächsten Schritt musst du ein Projekt anlegen. Dieses nennst du am besten entsprechend deiner Domain „example.com“ und klickst anschließend auf den nächsten Schritt.

google maps projekt anlegen

Schritt 4) Im letzten Schritt musst du ein Rechnungskonto erstellen. Es ist nicht möglich, einen Maps API-Key zu erstellen, ohne deine Kreditkartendaten oder Kontodaten in der Google Cloud Platform zu hinterlegen. Führe die diesbezüglichen Schritte (Landesauswahl, Akzeptieren der Nutzungsbedingungen, Angabe der Kontaktdaten und Zahlungsdaten) durch. Du erhältst von Google auch ein Guthaben über 300 US-Dollar für die ersten 12 Monate. Nach Ablauf des Testzeitraums musst du dein Konto manuell in ein kostenpflichtiges Konto umwandeln.

Es ist übrigens unwahrscheinlich, dass für dich jemals echte Kosten anfallen werden. Denn das Guthaben deckt z.B. den Aufruf von 100.000 statischen Karten ab. Nur falls dein Geschäftsmodell ohne den permanenten Einsatz einer Karte nicht auskommen sollte, musst du dir über diese Begrenzungen zu einem späteren Zeitpunkt Gedanken machen, es kann sonst bei der Kreditkartenabrechnung zu unliebsamen Überraschungen kommen. Eine Übersicht über alle Preise findest du unter https://cloud.google.com/maps-platform/pricing/sheet/.

Verwaltung deines Projekts in der Maps Platform

Sobald du dein Konto angelegt hast, kannst du dein Projekt unter https://console.cloud.google.com/google/maps-apis/overview verwalten. Du kannst auch ein weiteres Projekt anlegen, beispielsweise wenn du mehrere (unterschiedliche) Seiten verwaltest oder deine Keys separat verwalten und auswerten willst.

API Schlüssel anlegen

Klicke dazu auf das Hamburger-Icon auf der linken Seite und navigiere anschließend über APIs & Dienste zum Punkt „Anmeldedaten“.

APIs & Dienste, Anmeldedaten

Dort klickst du anschließend auf „Anmeldedaten erstellen“ und wählst den ersten Punkt „API Schlüssel“ aus. Sobald du auf „API Schlüssel“ klickst, wird dieser erstellt und angezeigt. Diesen Key kannst du in die Zwischenablage (am besten in Texteditor-File) kopieren, weil du ihn später für das Hinterlegen auf deiner Website brauchst.

API Schlüssel einschränken

Um den Schlüssel einzuschränken (das solltest du unbedingt machen, weil dein Key ansonsten missbraucht werden kann) klickst du auf „SCHLÜSSEL EINSCHRÄNKEN“. Anschließend gelangst du zur Übersichtsseite deines API Schlüssels (nachfolgender Screenshot):

Google API Key einschränken

Schritt 1) Zuerst gibst du deinem Key einen Namen (oben links). Verwende hier am besten wieder die Domain deiner Website, wo du den API Key verwenden wirst. So behältst du die Übersicht, falls du verschiedene Projekte und/oder verschiedene API Keys einsetzt.

Schritt 2) Anschließend kannst du bei ANWENDUNGSEINSCHRÄNKUNGEN einen HTTP-Verweis oder eine IP-Adresse hinterlegen. Damit stellst du sicher, dass der API Key nur auf deiner Seite verwendet werden kann. Bei der Auswahlmöglichkeit HTTP-Verweis-URLs (Websites) kannst du darunter durch Klick auf HINZUFÜGEN deine Domain eingeben. Das empfohlene Format findest du auf der rechten Seite. Gib dazu einfach deine Domain im Format *.example.com/* ein, wenn du willst dass der Key auf allen Unterseiten deiner Website verwendet werden kann.

Ich würde dir nicht empfehlen, eine absolute URL (z.B. https://www.example.com/kontakt) einzugeben, weil du dich damit zu sehr einschränkt. In meinem Beispiel würde der API Key beispielsweise nicht funktionieren, wenn jemand auf https://www.example.com/kontakt/ gelangt (dies verhindert der „/“ am Ende der URL).

Schritt 2a) Wenn du die IP deines Servers kennst (beispielsweise kannst du diese mit der Chrome-Erweiterung von DNSlytics erfahren), kannst du auch die Auswahlmöglichkeit IP-Adressen verwenden. Achtung: solltest du deinen Serveranbieter zu irgendeinem Zeitpunkt wechseln, dann hast du eine neue Server-IP und musst diese IP-Einstellung dementsprechend aktualisieren.

Sobald du alle Einstellungen getätigt hast, kannst du links unten auf SPEICHERN klicken. There you go: dein API-Key mit HTTP- oder IP-Einschränkung ist angelegt.

API Schlüssel in der Website hinterlegen

Du hast deinen API Key hoffentlich noch bei der Hand. Wenn du ihn vorher nicht gespeichert hast, kannst du ihn auch jederzeit aus der Projekt-Übersicht kopieren. Anschließend navigierst du ins Backend deiner Website. Wenn du eine WordPress-Seite hast, bindest du deine Karte am besten mit einem Plugin oder direkt über deine Theme ein.

Im beliebten Divi Builder kannst du dies etwa unter Divi > Theme-Optionen und dann bei „Google-API-Schlüssel“ hinterlegen. Einfach den Key reinkopieren, abspeichern, fertig.

Divi Builder API Key

Über ein generisches Plugin (wie etwa WP Google Maps) ist es genau so einfach, einfach nach dem Eintrag für „Google Maps API Schlüssel“ oder „Google Maps API Key“ suchen und deinen Key einfügen. Anschließend kann es 5-15 Minuten dauern, bis die Verbindung zwischen Website und der Google Cloud Platform hergestellt ist und Google die Info erhält, dass der Key gültig ist. Ab diesem Zeitpunkt wird die Karte korrekt in deinem Frontend angezeigt und etawaige Fehler sollten aus der Konsole verschwunden sein.

DSGVO bzw. Cookie-Richtlinie und Google Maps

Sobald du eine Google Map in deiner Website eingebunden hast, kommuniziert dein Browser jedes Mal direkt mit dem Google-Server, sobald du die betreffende Seite öffnest. Daher ist es dringend empfohlen, einen Hinweis über die Verwendung von Google Maps in die Datenschutzerklärung einzubinden. Gemäß Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist dies immer dann notwendig, wenn der Browser eine Verbindung zu einem Drittanbieter (in diesem Fall Google Maps) herstellt. Einen kostenlosen Datenschutzgenerator für den betreffenden Text findest du etwa auf der Website des bekannten Datenschutzexperten Dr. Schwenke aus Berlin.

Außerdem solltest du deine Karte erst dann laden/anzeigen (lassen), sobald diese jemand aktiv „entsperrt“. Eine technische Lösung dazu findest du direkt per Mausklick in vielen bekannten Themes (wie etwa Enfold) oder aber auch über ein (kostenpflichtiges) Cookie-Plugin wie etwa Borlabs Cookie oder GDPR Cookie Consent Plugin. Diese enthalten im Funktionsumfang auch einen Content-Blocker. Dieser blockiert (auf Wunsch) beim Öffnen der Seite alle Cookies von Drittanbietern. Neben Google Maps ist zum Beispiel auch YouTube ein beliebter Anwendungsfall. Erst wenn der Nutzer sein aktives OK gibt, wird der entsprechende Content geladen.

Zusammenfassung

Es war schon einmal (viel) einfacher, eine Landkarte in die eigene Website einzubinden. Doch mit der oben stehenden Anleitung schaffst du es hoffentlich auch ohne technischen Support, einen Google Maps API Key anzulegen und in deine Website einzubinden. Wenn du aber doch weitere Fragen hinsichtlich der DSGVO-optimierten Einbindung von Google Maps auf deiner Website hast, dann kontaktiere uns am besten noch heute. Wir beraten dich gerne, wie du Content von Drittanbietern (Google Maps, YouTube, Vimeo usw.) gesetzeskonform einbindest und teure Abmahnungen vermeiden kannst.


Quelle Titelbild: pexels.com

Analytics Ecommerce Tracking

tl;dr: Wir zeigen dir, wie du Erweiterte E-Commerce Einstellungen in Google Analytics aktivierst, das Plugin „Google Tag Manager for WP“ konfigurierst, die richtigen Tags/Trigger/Variablen im Google Tag Manager einbaust und dir letztendlich E-Commerce-Daten aus dem dataLayer ziehst und damit ein Conversion Tag für Google Ads anlegst. 

Lesezeit: ca. 10-15 Minuten
Letztes Update: November 2019

In unserem letzten Blogeintrag haben wir die Vorteile von WooCommerce eingehend beschrieben. Sobald man seine Produkte in einem Shop-CMS verkauft, sollte man auch die Zahlen regelmäßig analysieren, um etwa Probleme im Checkoutprozess herauszufinden oder die Quellen seiner Einkäufe (z.B. Google Ads, organische Suche, Referrals, Newsletter,…) zuordnen zu können. Dazu muss man das erweiterte E-Commerce Tracking in Google Analytics aktivieren. Doch leider ist dies nicht ganz so einfach. Wir zeigen euch zu diesem Zweck eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie man das E-Commerce-Tracking mithilfe von WooCommerce, Google Analytics und dem Google Tag Manager einrichtet.

E-Commerce Einstellungen in Google Analytics

Im ersten Schritt loggst du dich bei Google Analytics ein und wechselt bei der Datenansicht zum Menüpunkt E-Commerce-Einstellungen. Dort aktivierst du E-Commerce und die erweiterten E-Commerce-Berichte. Du kannst bzw. sollst auch sinnvolle Trichterschritte definieren, welche bei der späteren Auswertung der Daten recht nützlich sein können. Am nachfolgenden Screenshot sieht siehst du als 1. Schritt den Warenkorb (jemand wechselt in den Warenkorb), danach die Kasse (jemand startet den Bezahlvorgang) und als letzten Schritt den Checkout (Bezahlung abgeschlossen). Diese Schritte kann man natürlich beliebig und nach eigenen Wünschen definieren und auf den eigenen Checkout anpassen.

Analytics eCommerce Einstellungen Screen

Google Tag Manager Setup in WooCommerce

Anschließend loggst du dich im Backend deiner WordPress/WooCommerce-Seite ein. Die nachfolgenden Schritte basieren auf der Verwendung des Google Tag Manager Plugins von DuracellTomi. Dieses wird von allen führenden GTM-Gurus (wie etwa Simo Ahava oder Julius Fedorovicius von AnalyticsMania) empfohlen. Auch von meiner Seite gibt es hier eine uneingeschränkte Empfehlung, auch weil das Plugin von Thomas Geiger ständig weiterentwickelt wird.

Sobald das Plugin aktiviert und die GTM-ID eingetragen ist (in den meisten Fällen kannst du die Option codeless injection verwenden), kannst du unter Einstellungen > Integration > WooCommerce die folgenden Checkboxen aktivieren:

  • „Track classic e-commerce“ _oder_
  • „Track enhanced e-commerce“ (aber niemals beide Optionen)
  • „Cart as 1st checkout step“ – dies sollte nur aktiviert werden, wenn der User nicht direkt auf den Checkout geleitet wird, wenn er etwas in den Warenkorb legt
  • „Customer data in data layer“ – ab WooCommerce 3.0. werden damit sämtliche Nutzerdaten über die Datenschicht übermittelt
  • „Use SKU instead of ID“ – wenn ihr in eurem Shop SKUs verwendet, dann werden diese IDs für E-Commerce Tracking verwendet

GTM Enhanced Ecommerce Tracking

Neu dazu gekommen sind im Laufe des letzten Jahres zudem einige weitere Optionen:

  • „Products per Impression“ – wenn man Produktkategorie-Seiten mit vielen Produkten hat, dann sollte man diese Option aktivieren und auf mindestens 10 stellen
  • „Cart content in data layer“ – mit dieser Option wird der Warenkorbinhalt auf jeder Seite über den dataLayer inkludiert. Ins Besonders interessant, wenn man ein A/B Tool aktiviert hat.
  • „Taxonomy to be used for product brands“ – hier kann man über ein Dropdown-Menü die Taxonomie der Marke (bzw. des Herstellers) zuweisen.
  • „Google Ads Remarketing“ – hier werden dynamische Remarketing Variablen für Google Ads automatisch zum dataLayer hinzugefügt.

Preview-Modus des GTM

Sobald du im WooCommerce-Backend alle Einstellungen getätigt hast, wechselst du in deinen Google Tag Manager Container und schaltest in den Preview-Modus. Sobald du diesen Modus aktiviert hast, wird im unteren Bereich deines Browsers eine Box mit Tags, Variablen und dem Data Layer angezeigt, mit deren Hilfe du die Richtigkeit deines GTM-Setups im Frontend überprüfen kannst.

Google Tag Manager Preview Mode

Monitoring der Datenschicht (dataLayer)

Anschließend kannst du ins Frontend deines Webshops wechseln. Im nachfolgenden Schritt wird es nun etwas technisch(er). Du musst nämlich dafür sorgen, dass die E-Commerce-Daten in die Datenschicht („den so genannten dataLayer“) übertragen werden. Zum Testen bzw. Debuggen gibt es eine praktische Extention für den Chrome Browser namens Analytics Pros dataLayer Inspector+. Mit deren Hilfe kannst du die Datenschicht in der Entwicklerkonsole deines Browsers in Echtzeit monitoren – einfach herunterladen und aktivieren.

Anschließend führst du am besten einen Testkauf durch. Sobald du auf der Checkout-Seite deines WooCommerce-Shops gehst, kannst du die Entwickler-Console per Rechtsklick öffnen. Dann gibst du das Wort „dataLayer“ ein (das groß geschriebene L ist essentiell) und mit Eingabe bestätigen. Anschließend sollte es in deiner Konsole folgendermaßen aussehen:

dataLayer WooCommerce

Wenn du anschließend in den Array „0“ navigierst (bei JavaScript beginnt die Zählweise nicht bei 1 sondern bei 0), einfach den Pfeil links von der Zahl 0 klicken. Dann siehst du eine Vielzahl von Variablen. Um deine E-Commerce-Verkäufe z.B. für Google Ads Kampagnen aufsetzen zu können, sind jedoch nur zwei Werte von höchster Bedeutung. Die Bestellsumme sowie die Bestellnummer. Im nachfolgenden Screenshot sind diese grün markiert („revenue“ & „id“). Außerdem siehst du ganz unten, dass das Event gtm4wp.orderCompletedEEC abgefeuert wurde.

dataLayer Checkout

Um den Pfad aus dem dataLayer zu erhalten, klicke auf die Zeile von „id: „29771“ mit der rechten Maustaste und wähle dort „copy property path“ aus. Dieser Pfad sieht dann folgendermaßen aus, wenn man ihn einfügt: [„“0″“].ecommerce.purchase.actionField.id. Beim Umsatz sieht es folgendermaßen aus: [„“0″“].ecommerce.purchase.actionField.revenue. Kopiere dir diese Werte vorübergehend in einen Text Editor, du wirst sie nämlich später noch benötigen.

Setup von Google Analytics Einstellungen (GTM)

Nach dem Herauskopieren der Datenschichtvariablen wenden wir uns wieder unserem Lieblingstool zu – dem Google Tag Manager (GTM). Gehe dort zu den Variablen und erstelle eine neue Variable. Der Typ der Variable ist „Google Analytics Einstellungen“. Bei der Tracking ID setzt du deine Standard-Google-Analytics-ID ein, die Cookie-Domain ist standardmäßig auf „auto“ gesetzt.

Bei den weiteren Einstellungen legst du zunächst (wie hoffentlich gewohnt) bei „Festzulegende Felder“ das anonymizeIp an, um die EU-Datenschutzbestimmungen zu erfüllen. Durch die Anonymisierung der IP wird die letzte Stelle der IP-Adresse (deine IP gehört zu den personenbezogenen Daten) maskiert um die Regelungen der DSGVO zu erfüllen. Anschließend aktivierst du bei E-Commerce die erweiterten E-Commerce-Funktionen und verwendest per Häkchen die Datenschicht.

GTM Universal Analytics eCommerce Tracking

Setup von E-Commerce Tags & Triggern (GTM)

Nach der GA-Variable kannst du nun einen Trigger anlegen. Als Typ wählst du „Sonstiges – Benutzerdefiniertes Ereignis“ (bzw. „Custom Event“ auf Englisch). Beim Namen des Events gibst (Update November 2019) du folgende Zeile ein: gtm4wp.addProductToCartEEC|gtm4wp.productClickEEC|gtm4wp.removeFromCartEEC|gtm4wp.checkoutOptionECC|gtm4wp.changeDetailViewEEC. Außerdem daneben die „Übereinstimmung mit dem regulären Ausdruck“ aktivieren. Ausgelöst werden soll dieser Trigger bei allen benutzerdefinierten E-Commerce Ereignissen (u.a. wenn jemand etwas in den Warenkorb legt, etwas aus dem Warenkorb nimmt, vom Warenkorb zur Kasse wechselt, usw.). Dies schaut dann wie folgt aus:

Ecommerce Events

Im letzten Schritt des Setups kannst du dich der Erstellung des dazu gehörigen Tags zuwenden.

  • Dazu ein GA-Tag mit dem Track-Typ „Event“ erstellen,
  • bei der Kategorie z.B. „Ecommerce helper“ einfügen,
  • als Event Action {{Event}} angeben,
  • die vorher angelegten Settings aus der GA-Variable einfügen und
  • als Trigger den zuvor angelegten „Event – Ecommerce Events“ Trigger auswählen.

Ecommerce Enhanced Tracking

Außerdem musst du ein Event für die Bestellbestätigung anlegen. Dieses kommt dir vielleicht schon aus dem Screenshot aus dem dataLayer bekannt vor. Dazu ein weiteres benutzerdefiniertes Event anlegen, den Event-Namen reinkopieren („RegEx-Matching“ aktivieren) und als Trigger „alle benutzerdefinierten Events“ wählen. Das Event gtm4wp.orderCompletedEEC wird immer dann abgefeuert, sobald jemand eine Bestellung abgeschlossen hat und auf der Bestellbestätigungsseite landet.

Event Order Confirmation

Theoretisch könntest du eine Bestellung auch über den Page Path tracken (bei WooCommerce wäre dies z.B. /order-received/). Allerdings ist diese Methode nicht genau so sauber wie jene über das Event. Das liegt daran, weil ein Nutzer die Bestellbestätigungsseite theoretisch neu laden könnte. Bei der Tracking-Methode mit dem Page Path hast du dann zwei idente Conversions (obwohl es nur einen Einkauf gab) in deinem System – bei der Methode mit dem Event kann man diese Seite beliebig oft neu laden, ohne dass etwas passiert.

Die komplette Anleitung für Aktivierung & Konfiguration von Enhanced E-Commerce Tracking über das GTM-Plugin findest du auch direkt beim Entwickler (EN). Auch ich selber schaue dort noch regelmäßig selber nach, ob ich alle Schritte bedacht habe.

Anlegen einer Conversion Aktion in Google Ads

Nun hast du das E-Commerce-Tracking aufgesetzt. Jetzt willst du die Werte deiner E-Commerce-Verkäufe auch nach Google Ads übertragen. Beim Anlegen einer Conversion in Google Ads (Tools & Einstellungen > Conversions > auf das blaue „+“ klicken) kannst du nachfolgende Einstellungen vornehmen:

Google Ads Conversion Aktion

  • Beim Conversion-Name beispielsweise „Webshop-Kauf“ eingeben,
  • als Kategorie „Kauf“ verwenden
  • und (besonders wichtig!) bei „Wert“ die Auswahlmöglichkeit „Unterschiedliche Werte verwenden“ einstellen. Dies stellt sicher, dass die aus dem dataLayer dynamisch übergebenen Werte importiert werden und keine Standardwerte.

Anschließend noch einen passenden Conversion-Tracking-Zeitraum (30-90 Tage) sowie ein passendes Attributionsmodell auswählen und das Tag per Variante „Google Tag Manager verwenden“ einrichten. Kopiere deine Conversion ID und das Conversion Label in deinen Texteditor, das brauchst du schon bald wieder.

Übertragung von Bestellnummer und Bestellsumme an Google Ads

Im letzten Schritt zeige ich dir noch, wie du zu konkreten Conversion-Werten für deine Google Ads Kampagne kommst. Dazu im Tag Manager zu den Variablen gehen und eine neue benutzerdefinierte Variable mit dem Typ „Data Layer Variable“ (kurz: DLV) auswählen. Beim Namen der Variable kopiert ihr nun [„“0″“].ecommerce.purchase.actionField.revenue hinein. Das [„“0″“] welches sich auf den Array bezieht, jedoch vorher noch entfernen. Der finale Pfad lautet also ecommerce.purchase.actionField.revenue.

dataLayer value Bestellsumme

Anschließend abspeichern und die gleiche Vorgehensweise bei der DLV für die Bestellnummer durchführen (ecommerce.purchase.actionField.id).

Jetzt greifst du die (korrekten) Werte aus dem dataLayer ab. Es fehlt nur mehr das Conversion Tag für deine Ads-Kampagne.

Dazu den Tag-Typ „Google Ads Conversion Tracking“ wählen, bei der Conversion ID und beim Conversion Label die Werte aus deiner Ads-Kampagne einfügen (solltest du in deinem Text-Editor haben) und anschließend folgendermaßen ergänzen:

  • Bei Conversion Value nun die angelegte Bestellsumme einfügen – entweder durch Klick auf den Baustein, der angezeigt wird, sobald man auf das Feld klickt, oder durch manuelles Hinzufügen von {{Bestellsumme}}. Sobald du zwei geschwungene Klammern eintippst, werden automatisch vorgeschlagene Variablen angezeigt, welche du dann per Klick auswählen kannst.
  • Bei Order ID gehst du gleich vor und fügst die Bestellnummer ein.
  • Bei der Währung (Currency Code) kannst du hardcodiert „EUR“ eintippen. Es sei denn natürlich, in deinem WooCommerce-Store kann auch mit anderen Währungen bezahlt werden. Dann kannst du die Währung auch dynamisch über eine Data Layer Variable beziehen (ecommerce.currencyCode).

Google Ads Conversion

Anschließend noch als Trigger das zuvor angelegte „Event – Order Confirmation“ auswählen und voila. Ab sofort gehen alle über Google Ads erzielten Verkäufe mit der exakten Conversion-Summe in Google Ads und Google Analytics ein. In Google Ads siehst du dies unter Tools & Einstellungen > Conversion. Der „Wert aller Conversions“ entspricht dabei dem Umsatz, welchen du über die Google Ads Kampagne erzielt hast.

Conversions Google Ads

In Google Analytics kannst du diese Werte unter Akquisition > Google Ads > Kampagnen einsehen. Hier siehst du dann auch die Ausgaben für die jeweilige Kampagne. Dividierst du nun den Umsatz durch die Kosten, dann erhältst du den so genannten ROAS (Return On Ad Spend). Je höher dieser ausfällt, desto besser. Als guter Wert für ROAS gelten Werte von 400% aufwärts.

Modellvergleichstool in Google Analytics

In Google Analytics kannst du unter Conversions > Multi-Channel-Trichter > Modellvergleichstool einsehen, wie sich der ROAS mit der Anwendung von verschiedenen Attributionsmodellen verändern würde. Ich stelle im nachfolgenden Screenshot „Letzte Interaktion“ (Standard bei Google Ads) nun „Zeitverlauf“ und „Linear“ gegenüber.

ROAS Google Analytics

In unserem Fall würde der ROAS-Wert bei einer Umstellung von „letzte Interaktion“ auf „Linear“ von 655% auf 740% steigen, sprich der Erfolg der Ads Kampagne steigt um knapp 85%. Ich persönlich arbeite am liebsten mit der Attribution „Zeitverlauf“, weil diese die Realität zumeist am besten widerspiegelt.

Weiterführende Informationen zu den GA-Attributionsmodellen findest du in der Google Analytics Hilfe.

Zusammenfassung E-Commerce Tracking

Du mussst kein Entwickler (mehr) sein, um erweitertes E-Commerce-Tracking, Tags & Trigger im Google Tag Manager sowie Conversion Aktionen in Google Ads einzurichten. Alles was du dafür benötigst, ist der (Admin-)Zugang zu deinem WooCommerce-Backend, eine Chrome Erweiterung, sowie die Zugänge zu den Google Produkten Ads, Analytics sowie Tag Manager.

Mit einigen (vielleicht am Anfang noch komplexen) Schritten kannst du deinen WooCommerce-Shop dann so aufsetzen, dass du deine Ausgaben für das Online Marketing exakt tracken kannst und auf dieser Basis strategische Entscheidungen treffen kannst. Denn Online Marketing soll stets messbar und nachvollziehbar sein.

Tag Manager Preview

tl;dr: In diesem Tutorial legen wir eine Conversion-Aktion in Google Ads an. Anschließend richten wir das dazu gehörige Conversion Tracking im Google Tag Manager ein. Dabei legen wir ein Tag mit drei verschiedenen Triggern an: einmal mit Page View (Danke-Seite), einmal mit Element Visibility (Erfolgsmeldung auf der gleichen Seite) und einmal mit Custom Event (speziell für Contact Form 7). 

Update: November 2019
Lesedauer: 7-10 Minuten

E-Commerce muss immer messbar und nachvollziehbar sein. Du solltest für alle deine Online Marketing Ausgaben immer genau wissen (wollen), wie sich dein ROI (Return On Investment) bzw. ROAS (Return On Advertising Spend) entwickelt.

Diesbezüglich ist das Setup von Conversion-Tracking (für Google Ads und auch alle anderen OM-Plattformen) unerlässlich. Mit dem Google Ads Conversion Tracking lassen sich beliebige Conversions (z.B. das Abschicken eines Kontaktformulars oder der Kauf eines Produkts in einem Webshop) ganz einfach tracken und die Daten anschließend in Google Analytics analysieren und auswerten.

Conversion in Google Ads anlegen

Eine Conversion kann man direkt in Google Ads definieren. Zuerst benötigt man einen Conversion-ID und ein Conversion-Label. Diese beiden Codes erhält man, indem man in Google Ads auf Tools & Einstellungen > Conversions geht und anschließend per Klick auf den blauen Button eine neue Conversion erstellt.

  • Kategorie: hier sollte man die zu erfassende Aktion definieren. In einem Webshop wird es sich um einen „Kauf“ handeln. Will man eine Newsletter-Anmeldung tracken, dann ist „Anmeldung“ die passendere Auswahl. Bei einem klassischen Kontaktformular ist es der „Lead“.
  • Conversion-Name: hier am besten einen eindeutigen Namen vergehen. Wenn man verschiedene Conversions in einem Konto erstellt, dann droht ansonsten Verwechslungsgefahr.

Conversion Aktion

  • Wert: in einem Webshop macht es Sinn, die Werte direkt aus dem dataLayer deines Shops zu übernehmen. Wie dies funktioniert, findest du in unserem E-Commerce Tracking Tutorial. Wenn keine Werte übergeben werden (wie z.B. bei einer Newsletteranmeldung), dann kannst du fixe Werte definieren (oder auch keine Werte definieren)
  • Zählmethode: der Text am Screenshot sagt alles – bei Käufen sollen alle Conversions gezählt werden, bei anderen Aktionen macht dies keinen Sinn.
  • Conversion-Tracking-Zeitraum: wie lange soll etwas als Conversion gelten? Hier kannst du Werte von 30-90 Tage auswählen.
  • Attributionsmodell: kleines Beispiel: es gibt Menschen, die auf eine Anzeige klicken, auf deine Seite kommen, aber keine Aktion durchführen. Wenige Tage später kommen sie dann direkt auf die Seite und führen die Aktion durch. Kannst du diese Aktion dann noch der Google Ads Anzeige zuweisen? Ja! Bei der Attribution wählst du ein passendes Modell aus (ich wähle am liebsten „Zeitverlauf“) welches hinten hinaus den Erfolg oder Misserfolg deiner Kampagne stark beeinflussen kann.

Conversion Tracking Wert & Zählmethode

Hast du deine Conversion nun fertig konfiguriert, dann kannst du damit ein Tag im Google Tag Manager anlegen. Dazu ganz unten auf der Seite einfach – nomen est omen – die Methode „Tag mit Google Tag Manager einfügen“ auswählen.

GTM Tag Einrichtung

Du bekommst anschließend deine Conversion-ID (z.B. 123456789) und dein Conversion-Label (z:B. fAZvBDf30nkQyvqvigM), welche du dir z.B. in einem Text-Editor abspeicherst.

Conversion Tracking Tag in Google Tag Manager anlegen

Im ersten Schritt in der Oberfläche des GTM gehst du zu „Tags“ und legst ein neues Tag an. Der richtige Tag-Typ ist „Google Ads Conversion Tracking“.

Google Ads Conversion Tracking Tag

Bei Conversion ID kannst du nun deine abgespeicherte ID einsetzen, bei Conversion Label das dazu gehörige Label.

Conversion Tracking Tag

Conversion Tracking mit Danke-Seite (Page View)

Als Trigger (auf Deutsch übersetzt ein „Auslöser“) kannst du den Aufruf einer bestimmten Seite angeben. Wenn du deine Nutzer bei der Anmeldung eines Newsletters oder beim Abschicken eines Formulars auf eine so genannte „Danke-Seite“ weiter leitest, dann ist der passende Trigger relativ einfach und schnell angelegt:

Danke-Seite Page Path

Hierzu einfach die Methode „Page View“ (Seitenaufruf) auswählen und dann den passenden Pfad hinzufügen. In unserem Fall würde das Conversion-Tracking-Tag jedes mal abgefeuert werden, wenn jemand eine Unterseite meiner Website besucht, welche im Pfad /danke-seite/ beinhält. Also domain.com/newsletter/danke-seite/ genau so wie domain.com/kontakt/danke-seite/. Soll die Conversion spezifischer sein, dann musst du lediglich den Pfad spezifischer angeben. In diesem Fall /newsletter/danke-seite/ statt nur /danke-seite/.

Conversion Tracking ohne Danke-Seite (Element Visibility)

Nicht immer hat man einen Webshop oder eine Webseite, wo man jeden Seitenzugriff tracken kann. Mittlerweile gibt es auch viele Formulare, auf denen die Erfolgsmeldung direkt auf der gleichen Seite angezeigt wird. Dies könnte beispielsweise so aussehen (wie im Kontaktformular von monobunt.at):

monobunt.at Element Visibility

Hier ist das Tracking schon etwas komplexer, dazu musst du nämlich einen so genannten Element Visibility Trigger anlegen. Wenn du die obere Zeile mit den Developer Tools untersuchst, dann musst du Ausschau nach dem dazu passenden CSS Selector halten. Dieser heißt in unserem Fall wpcf7-mail-sent-ok und stammt vom beliebten WordPress Plugin Contact Form 7.

Wie du den konkreten Selector auf deiner Seite herausfinden kannst, würde an dieser Stelle zu komplex werden. Frag‘ am besten jemanden, der sich mit CSS und den Developer Tools auskennt. Wenn du den richtigen Selector hast, dann kannst du diesen in der Entwickler-Konsole mit dem Befehl document.querySelectorAll(„.insert-your-css-selector“) überprüfen. Und dabei nicht auf den „.“ vor dem CSS Selector vergessen. In unserem Fall könnten wir also mit document.querySelectorAll(„.wpcf7-mail-sent-ok“) überprüfen, ob wir den richtigen Selector ausgewählt haben.

Anschließend kannst du den dazu gehörigen Trigger im Google Tag Manager anlegen. Dieser sollte folgendermaßen aussehen:

  • Selection Method: hier wählst du aus dem Dropdown-Menü „CSS Selector“ – logisch, sonst hätten wir nicht ewig lange über CSS Selektoren gesprochen ;- )
  • Element Selector: hier fügst du deinen spezifischen CSS Selector ein
  • When to fire this trigger: du willst, dass jedes mal eine Conversion getrackt wird, wenn der Erfolgs-Text auf der Seite erscheint. Daher wählst du hier „jedes Mal wenn ein Element am Screen erscheint“.
  • Observe DOM Changes: kannst du im Normalfall aktivieren, es sei denn du hast eine Seite mit mehreren Formularen, dann kann es die Seiten-Performance mindern.
  • This trigger fires on: All Visibility Events – hast du mehrere Formulare, könntest du den Trigger auch beschränken.

GTM Trigger Configuration

Anschließend weist du den Trigger deinem Tag zu – und schon hast du Conversion Tracking für dein Formular ohne Danke-Seite eingerichtet.

Conversion Tracking ohne Danke-Seite (Custom Event)

Eine dritte, einfachere Möglichkeit ist das Tracking mit einem benutzerdefinierten Event (custom event). Wenn du auf deiner WordPress-Seite das beliebte Contact Form 7 Plugin verwendest, dann kannst du im Google Tag Manager ein HTML-Tag anlegen, welches jedes Mal ein benutzerdefiniertes Event (in diesem Fall „cf7submission“) mitschickt, wenn jemand in einem CF7-Formular auf „Senden“ klickt. Dieses Skript schaut wie folgt aus:

<script>
document.addEventListener( ‚wpcf7mailsent‘, function( event ) {
window.dataLayer.push({
„event“ : „cf7submission“,
„formId“ : event.detail.contactFormId,
„response“ : event.detail.inputs
})
});
</script>

Ist dieser so genannte „Event Listener“ erst einmal aktiv, musst du nur mehr ein passendes benutzerdefiniertes Event (custom event) anlegen. Dazu wechselst du zu „Trigger“, wählst als „Trigger Typ“ das benutzerdefinierte Event (custom event), gibt dem Event den gleichen Namen wie im Listener oben (cf7submission) und wählst deine passenden Auslöse-Bedingungen.

CF7 Custom Event

In unserem Fall ist der Listener auf der gesamten Website aktiv und das custom event wird jedes Mal abgeschickt, wenn ein CF7-Formular abgeschickt wird. Dies kannst du natürlich auch noch eingrenzen, beispielsweise den Trigger nur auf /kontaktformular/ aktivieren. Last but not least weist du diesen Trigger jetzt noch deinem Google Ads Conversion Tag zu.

Überprüfung auf deiner Website und bei Google Ads

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – deswegen solltest du dein Conversion Tracking Tag mit dem dazu gehörigen Trigger auch testen. Dazu den Preview-Modus aktivieren, auf die Seite mit dem Formular wechseln und dort ein Test-Formular abschicken. Wenn alles klappt, dann sollte dein angelegtes Tag unter „Tags fired on this page“ aufgezählt werden.

Tag Manager Preview

Im letzten Schritt kannst du deine Conversion-Aktion auch nochmal in Google Ads überprüfen. Nach nur wenigen Minuten (oder im schlimmsten Fall – Stunden) solltest du in der Übersicht des Google Ads Conversion Trackings (Tools & Einstellungen > Conversions) sehen, dass der „Tracking-Status“ deiner Aktion von „nicht überprüft“ auf „Keine kürzlich erfassten Conversions“ umspringt.

Ist dies der Fall, dann hast du dein Page View Tracking oder Element Visibility Tracking erfolgreich umgesetzt und du siehst in weiterer Folge, wie viele Anfragen aufgrund einer Google Ads Kampagne zustande gekommen sind.

CookieBot MONOBUNT.at

Vor mittlerweile eineinhalb Jahren (am 25. Mai 2018) ist die DSGVO in Geltung getreten. Weiterhin nur im Entwurfstatus befindet sich jedoch bis heute die ePrivacy-Verordnung, welche hauptsächlich Cookies und Webtracking betrifft.

Das Niveau der möglichen Strafen bei schwerwiegenden Verstössen ist im Vergleich zur Datenschutzgrundverordnung auf dem gleichen Level. Denn auch hier kann eine Strafe bis zu 20 Millionen Euro bzw. 4% des weltweiten Jahresumsatzes betragen.

CookieBot monobunt.at Webseite

Cookie-Richtlinie gilt seit 2009

Im Bezug auf den Schutz von personenbezogenen Daten in elektronischer Kommunikation gilt daher weiterhin die Richtlinie 2009/136/EG, die so genannte Cookie-Richtlinie. Nach Artikel 5 Absatz 3 der Cookie-Richtlinie aus 2009 bedarf der Einsatz von Cookies (die personenbezogene Daten verarbeiten) der Zustimmung des betroffenen Nutzers.

Gemäß der Artikel-29-Datenschutzgruppe (das unabhängige Beratungsgremium der Europäischen Kommission) ist ein Einsatz von Cookies nur dann zulässig, wenn:

  • Der User vorab und detailliert informiert wird,
  • vor dem aktiven Einsatz von Cookies eine Zustimmung des Nutzers vorliegt und
  • diese Zustimmung freiwillig, ohne Zweifel und durch eine aktive Handlung (z.B. „Klick“) erteilt wird.

Somit reicht der Hinweis in einem Banner („Diese Seite verwendet Cookies…“) alleine eigentlich nicht aus. Weil ansonsten Cookies bereits gesetzt sind, bevor eine Zustimmung durch eine aktive Handlung erteilt wird. Daher müssen technische Hilfsmittel („Privacy By Design“) verwendet werden, um die Vorgaben der Cookie-Richtlinie einzuhalten.

Update Oktober 2019: EuGH-Urteil

Anfang Oktober 2019 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden (Rechtssache C-673/17), dass Cookies nur auf Rechner der Nutzer gespeichert werden, wenn diese ausdrücklich zugestimmt haben. Außerdem müssen Nutzer darüber informiert werden, wenn Cookie-Daten an Dritte weitergereicht werden.

Es ist also nicht mehr ausreichend, wenn ein Cookie-Banner die Funktion eines Info-Banners besitzt. Bisher war es auf vielen Websites der Fall, dass Cookies direkt beim Öffnen der Website gesetzt werden und die Aktion des „OK“-Klicks auf einen Cookie-Banner nur mehr pro forma Charakter hatte.

Wer nun also Cookies im Browser der Nutzer setzt, ohne ihnen vorher die Möglichkeit gegeben zu haben, diese aktiv abzulehnen, läuft Gefahr abgemahnt zu werden.

Unsere Lösung: CookieBot

Wir haben im Frühjahr 2018 im Zuge unserer DSGVO-Vorbereitungen unzählige Tools und Plugins getestet, doch wir haben relativ schnell unseren Favoriten gefunden: den so genannten CookieBot. Der große Vorteil am CookieBot gegenüber anderen Tools (z.B. Plugins für CMS wie WordPress oder Magento) ist die Einbindungsmöglichkeit der technischen Funktionalität über den Google Tag Manager.

CookieBot Google Tag Manager

Nachdem wir bei MONOBUNT unser gesamtes Analytics- und Tracking-Setup (z.B. für Google Ads, Facebook Ads oder Display Advertising) standardmäßig über den GTM abwickeln, können wir für dich auf diese Weise gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  • Deine Website erfüllt durch die technisch richtige Einbindung des CookieBots die Vorgaben aus der Cookie-Richtlinie
  • Du schaffst Transparenz durch eine vollständige Auflistung der aktiven Cookies (wie hier auf monobunt.at)
  • Dein Trackingsetup für deine Website oder Webshop wird im gleichen Zuge durch unsere bunten Online-Marketing-Spezialisten optimiert
  • Du bist aufgrund der Nachhaltigkeit und ständigen Weiterentwicklung des Google Tag Managers bestens auf die ePrivacy-Verordnung vorbereitet

Da wir über das notwendige Know-how für die richtige Implementierung für den CookieBot verfügen, sind wir auch ein offizieller Reseller des Tools. Du willst Cookies auf deiner Website gemäß der Cookie-Richtlinie implementiert haben? Du willst mögliche Strafen vermeiden und gleichzeitig bestens auf die ePrivacy-Verordnung vorbereitet sein?

Dann kontaktiere uns am besten noch heute, wir übernehmen dann den Rest. Oder du legst gleich direkt einen Account bei CookieBot über diesen Link an.

Firefox Browser

Vergangene Woche hat Mozilla die Version 69 des (früher) beliebten Browsers Firefox veröffentlicht. Ab dieser Version blockiert Firefox nun standardmäßig 3rd-party-cookies und Tracker.

Firefox Tracker Blocking

Dave Camp, der Senior Vice President von Firefox, erklärt die Änderungen in einem Blogeintrag folgendermaßen:

For new users who install and download Firefox for the first time, Enhanced Tracking Protection will automatically be set on by default as part of the ‘Standard’ setting in the browser and will block known “third-party tracking cookies” according to the Disconnect list.

Man will damit die Daten der Nutzer „privat“ halten. Eine spannende Diskussion zwischen dem SEO Joe Youngblood und Mitarbeitern von Firefox kann man im Search Engine Journal nachlesen. Hier argumentiert Youngblood, dass man mit dieser Maßnahme vor allem kleinen Werbetreibenden und Developern die Daten wegnimmt, auf welche sie für ihre Geschäftstätigkeit angewiesen sind. In dieser Diskussion wird auch das Argument angeführt, dass man bei Mozilla „Google Analytics nicht mag“.

Auswirkungen auf das Online Marketing

Alle Nutzer, welche in Zukunft Firefox in der aktuellsten Version installieren, werden standardmäßig nicht von so genannten 3rd-party-cookies getrackt werden können. Dies betrifft beispielsweise Google Ads, Remarketing, Facebook Ads und andere Tracking Skripte.

Der Marktanteil des Browsers von Mozilla lag im Juli 2019 gemäß ÖWA Browserstatistik bei etwa 10%, wobei die Tendenz der Nutzung des Browsers ganz klar sinkend ist.

ÖWA Browserstatistik

Die Auswirkungen auf das Tracking der Zugriffe in Google Analytics sind jedoch beschränkt, da das Cookie von GA standardmäßig als 1st-party-cookie gesetzt wird. Wir haben dies für euch getestet: erst wenn man in den Firefox-Einstellungen von „Standard“ auf „Strict“ wechselt, wird auch das GA-Cookie blockiert und die Zugriffe gehen für die Statistik verloren. Es darf bezweifelt werden, dass ein Großteil der 10% der Nutzer, welche Firefox verwenden, diese Einstellungen manuell anpassen werden.

Daher sind Auswirkungen also primär für Online Marketing Maßnahmen wie Google Ads oder Facebook Ads einschneidend, nicht aber für die Auswertungen des Zahlenmaterials von GA. Wir werden euch hier an dieser Stelle über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

 

Seitenladegeschwindigkeit Google

Need for Speed – das ist nicht nur eine beliebte Actionrennsportserie für PC und Konsole, sondern auch das Motto wenn es um die Seitenladegeschwindigkeit von Webseiten und Webshops geht. Denn es gibt nichts, was beim ungetrübten Surfen mit dem Smartphone im WWW mehr nervt, als eine Seite welche langsam oder gar nicht lädt. Google hat dazu im letzten Jahr auch eine Umfrage unter knapp 3.000 Personen durchgeführt und dabei die folgende Frage gestellt:

Websitegeschwinditkeit Google

46% aller Nutzer, also fast jeder Zweite, hält somit langsame Ladezeiten als das größte Problem im Bezug auf Surfen am Smartphone. Nachdem bereits über 55% aller Suchanfragen bei Google über Smartphones eingehen, ist dies für viele ältere oder schlecht programmiere Websites mittlerweile zu einem großen Problem geworden.

Bilder komprimieren und optimieren

Bilder machen im Durchschnitt etwa 63% der so genannten page load aus, also dem Anteil der Bilder an der Gesamtdatengröße einer Website. Bis vor wenigen Jahren war es im Webdesign äußerst modern, mit riesigen Bildern, (selbstladenden) Videos oder vielen Effekten (z.B. Parallax) zu agieren. Diese Dinge schauen heute zwar noch immer schön aus, sind aber für die Ladegeschwindigkeit einer Website – gerade auf mobilen Devices – zumeist tödlich.

Geht man nach den Empfehlungen von Google, dann soll eine Startseite maximal 1.600 KB groß sein. Dieses Limit ist bei einer Verwendung von einigen wenigen Bildern schnell erreicht. Geht es nicht anders und man muss oder will viele Bilder verwenden, dann sollte man zumindest stets darauf achten, dass diese Bilder für die Verwendung im Web optimiert sind. In allen gängigen Bildbearbeitungsprogrammen (wie etwa Adobe Photoshop) findet sich hierfür eine eigene Einstellung beim Abspeichern eines Bildes namens „Für Web speichern“.

Aber auch ohne Bildbearbeitungsprogramme kann man Bildmaterial wirksam komprimieren, etwa dank TinyPNG, einem Onlineservice welcher Bilder in Windeseile optimiert und komprimiert. Verwendet man für seine Website das WordPress CMS, dann gibt es hier auch viele (zumeist kostenpflichtige) Plugins, welche die Komprimierung von Bildern automatisch beim Upload in die Bilddatenbank übernehmen. Stellvertretend nennen wir an dieser Stelle Shortpixel, WP Smush ProImagify und den kostenlosen EWWW Image Optimizer. Mit diesen Plugins haben wir bei MONOBUNT über die Jahre hinweg gute Erfahrungen gemacht.

Above the fold vs. Below the fold

Auf einer Website unterscheidet man bei der Platzierung von Bildern, Texten und allen anderen Elementen zwischen above the fold und below the fold. Diese Bezeichnungen kann man folgendermaßen ganz einfach erklären: nimmt man ein Blatt Papier und knickt es bei der Hälfe ab, dann wird alles was auf der sichtbaren Seite aufscheint, als above the fold bezeichnet. Alles was hingegen auf der nicht sichtbaren Seite aufscheint, wird als below the fold bezeichnet.

Bei der Optimierung der Seitenladegeschwindigkeit einer Website sollte man sich also darauf konzentrieren, dass alle Elemente im Sichtbereich above the fold so gut wie möglich komprimiert sind. Diese werden letztendlich beim Aufruf einer Seite unmittelbar geladen – oder sollen zumindest geladen werden. Für alle Elemente, welche nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind – also z.B. erst ab dem Scrollen – kann man zur Optimierung ein Skript namens Lazy Loading (bzw. auch als lazyload bekannt) aktivieren. Dadurch werden die Elemente below the fold erst dann vom Server geladen, sobald sie auch wirklich für die richtige Darstellung für den User benötigt werden. Dadurch wird auch die Anzahl der initialen Serverrequests reduziert.

Custom Fonts

Custom fonts („maßgeschneiderte Schriftarten“) sehen zwar schön aus, müssen womöglich auf die Unternehmens-CI abgestimmt sein und heben die eigene Website dadurch vom Rest des WWW ab. Jedoch bringen sie auch ein Problem mit sich. Sobald auf einer Website nämlich keine gebräuchliche Webfont (= optimiert für die Verwendung in Chrome, Firefox, Safari usw.) eingebunden ist, muss diese vom Browser erst on-the-fly heruntergeladen werden.

Dadurch wird ebenfalls eine längere Ladezeit beim Seitenrendering erzeugt. Daher ist es empfehlenswert, eine Schriftart beispielsweise über Google Fonts in eine Website einzubinden. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass diese Schriftarten lizenzfrei verwenden werden können.

Google Chrome Standardschriftarten

Wie messe ich Seitenladegeschwindigkeit?

Einige von euch haben sich mittlerweile sicher schon gedacht: wie messe ich denn eigentlich die Seitenladegeschwindigkeit meiner Website? Dazu gibt es viele Tools, die meisten davon sind auch kostenfrei. Die bekannteste Seite ist vermutlich PageSpeed Insights von Google. Dieses Online-Tool crawlt eine Seite nach den wichtigsten Geschwindigkeitsfaktoren (z.B. Antwortzeit des Servers, Bildoptimierung, Browser-Caching, CSS/HTML/JavaScript) und zeigt anschließend Noten von 0 bis 100 getrennt für Desktop und Mobile an. Keine Angst: ein Wert knapp bei 100 ist mit einer „normalen“ Website nahezu unerreichbar. Selbst Google erreicht bei einem Test auf der Mobilversion nur 79/100 Punkte und liegt damit nicht einmal im grünen Bereich!

PageSpeed Insights

Abgesehen von PageSpeed Insights hat Google auch direkt in seinen Chrome Browser eine mächtige Funktion integriert: die so genannten Chrome Developer Tools. Hast du auf einer Seite schon einmal die rechte Maustaste gedrückt und dann auf „Untersuchen“ geklickt? Nein? Damit öffnest du das Tor zu den Entwicklertools. Entwickler, Webdesigner und Suchmaschinenoptimierer verbringen einen großen Teil ihrer Arbeitszeit mit dieser geöffneten Oberfläche.

Chrome Developer Tools

So werden beispielsweise im Reiter „Network“ die page load und die Ladezeit angezeigt. Außerdem findet man ein Wasserfalldiagramm welches aussagt, in welcher Reihenfolge die Elemente einer Webseite geladen werden. Je flüssiger dieses Diagramm aussieht (im wahrsten Sinne des Wortes), desto schneller lädt im Normalfall auch eine Website. Unter „Audits“ findet man standardmäßig ein Tool namens Google Lighthouse. Wie der Name („Leuchtturm“) schon aussagt, ist dies ein Audit-Tool welches sämtliche Informationen hinsichtlich Performance, Zugänglichkeit, Usability und Nutzererfahrung sammelt und in einer Notenskala (ebenfalls 0 bis 100) wiedergibt.

Tools die nicht von Google stammen

Für einen schnellen (und leichter verständlichen) Überblick über die Key Facts einer Website gibt es auch Allround-Tools wie etwa Varvy.com. Dieses bei Suchmaschinenoptimierern beliebte Tool überprüft schnell und unkompliziert die Schlüssel-Komponenten einer Website (u.a. Seitenladegeschwindigkeit, Zugänglichkeit, Sicherheit) und zeigt die Erkenntnisse anschließend in Ampelform an. Dadurch kann man beispielsweise auch gut erkennen, ob man nach dem Go-Live einer Website vergessen hat, dem Google Bot wieder den Zutritt zur Website zu gestatten.

Ein anderes empfehlenswertes Tool (das Google empfiehlt, obwohl es nicht von Google kommt) ist der WebPageTest. Dort kann man verschiedenste Testumgebungen (z.B. Browser, Browserversion, Internetverbindung, Land, Kontinent) simulieren und damit wichtige Aufschlüsse erhalten, falls es mit der eigenen Website Probleme auf bestimmten Devices oder ISPs (Internet Service Provider – z.B. A1, Magenta, UPC) gibt.

Zusammenfassung: Speed kills – aber keine Webseiten

Bei der Erstellung von Webshops oder Websites achten unsere Online-Experten von MONOBUNT stets darauf, dass die vorher genannten Maßnahmen umgesetzt werden und das Endprodukt einen Speedtest so gut wie möglich durchsteht. So arbeiten wir im WordPress CMS beispielsweise mit Premium-Tools wie etwa dem Caching-Plugin WP Rocket oder dem WordPress-Toolkit von WPMUDEV. Diese Plugins werden jedoch nicht einfach installiert und aktiviert. Ganz im Gegenteil – jede Website wird vor dem Go-Live ausgehend getestet, damit die Einstellungen keine Darstellungs- oder Ladeprobleme verursachen und der Content optimal geladen wird.

Auch bei Magento (sowohl Magento 1 als auch Magento 2) arbeiten wir mit Premium-Tools von Anowave, Mageworx, Mirasvit oder Amasty, um nur einige unserer bevorzugten Technologiepartner zu nennen. Mit diesen Tools und Extensions, die ständig gewartet und auf neue Versionen aktualisiert werden, werden Optimierungen geschaffen, welche mit einer einfachen Installation der Magento-Instanz nicht möglich wären.

Die Seitenladegeschwindigkeit deiner Website ähnelt einem ausrangierten Gefährt und keinem modernen Sportwagen? Dann ist es an der Zeit um etwas zu tun. Kontaktiere uns noch heute und wir beraten dich hinsichtlich eines Website-Relaunchs oder der Optimierung der Seitenladegeschwindigkeit deiner Website.

WooCommerce Plugins Installation

Regelmäßig werden wir gefragt, was wir von MONOBUNT für das beste Shop-CMS (Content Management System) halten. Diese Frage lässt sich nicht ganz einfach beantworten, da es mittlerweile viele sehr interessante CMS am Weltmarkt gibt. Jedoch gibt es zwei von uns präferierte Systeme, welche wir im folgenden Artikel gegenüberstellen wollen.

Dabei handelt es sich um Magento und WooCommerce. Wie ihr sehen werdet, gibt es eine Vielzahl an Vorteilen von beiden Shopsystemen, welche gemäß builtwith.com im November 2019 zusammen etwa auf 35% der weltweit existenten Shop-Websites eingesetzt werden.

Magento CMS

Magento ist eine der bekanntesten Onlineshop-Lösungen und wurde im Jahre 2008 am Markt erstveröffentlicht. Mit Stand 2019 wird Magento auf 1.3% aller Websites weltweit verwendet und ist damit neben Shopify die meist verwendete reine Onlineshopsoftware. Wenn man auf die Nutzerstatistiken von builtwith.com vertraut, wird Magento derzeit auf 3% der Top-100.000-Webseiten eingesetzt und hält damit den dritten Platz hinter WooCommerce und Shopify.

Magento CMS Nutzung weltweit 2017

Das CMS überzeugt mit großer Skalierbarkeit und ist dank der flexiblen Systemarchitektur bestens geeignet für mehrsprachige Shops mit tausenden von Produkten für verschiedenste Regionen und Länger. PayPal und andere Zahlungsanbieter (wie beispielsweise Wirecard in Österreich) lassen sich out-of-the-box und somit ohne der Installation von Extensions oder Plugins einfach an das System anbinden. Seit Magento Version 2 (die sich im Vergleich zu Magento Version 1 quasi wie ein runderneuertes eCommerce-CMS gibt) gibt es fixe quartalsmäßige Updatetermine an denen sich Entwickler und Agenturen schon im Voraus anhalten können. So wurde am 8. Oktober 2019 die Version 2.3.3 der eCommerce-Lösung veröffentlicht.

Magento 2 weist auch eine Backendkompatibilität für mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets) auf. Das bedeutet, dass man sich auch unterwegs in sein Shop-CMS einloggen und Einstellungen und Produkte anpassen und verändern kann. Das Backend ist generell übersichtlich und benutzerfreundlich nach verschiedenen themenspezifischen Bausteinen aufgebaut.

Updates lassen sich mit niedrigem Aufwand einspielen, was auch für Bugfixes und Sicherheitspatches gilt. Generell besteht eine große Deployment-Flexibilität und die modulare Softwarearchitektur erlaubt weitreichende Anpassungen an das Shopsystem, ohne den Kern der Software zu verändern. Erweiterungen sind seit Magento 2 in Module ausgelagert. Daher ist es möglich, Magento-Updates einzuspielen ohne individuelle Änderungen und Erweiterungen zu überschreiben.

SEO bei Magento

Auch für die Zwecke der Suchmaschinenoptimierung (SEO) weist Magento 2 eine benutzerfreundliche Programmstruktur auf. Alle für die OnPage-Optimierung notwendigen Merkmale wie sprechende URLs, Meta Titel, Meta Beschreibung sowie Einstellungen für XML Sitemap, robots.txt und URL-Rewrites lassen sich direkt in der Produktübersicht einstellen und optimieren. Außerdem kann man seine Google Analytics ID direkt im Backend eingeben und muss kein Plugin dafür installieren.

Magento SEO Optionen

Ebenfalls hat sich rund um Magento in den vergangenen neun Jahren eine große Entwicklergemeinde gebildet. Bei Magento Connect gab vor der Überführung in den Magento Marketplace über 6.500 Extensions welche selbst exotische Ansprüche und Anforderungen abdeckten. Auf dem Magento Marketplace gab es zur Zeit der Koexistenz mit Magento Connect mit nur 1.889 Extensions eine deutlich geringere Zahl an Erweiterungen. Diese Zahl ist nach der Abschaltung von Magento Connect am 15. September 2017 allerdings rasch in die Höhe gegangen, derzeit (Stand: 14. November 2019) sind bereits 5.599 Extensions verfügbar.

Magento Connect Marketplace

Es gibt Magento Plugins die bis zu 29.999 USD (Connect-Module für SAP, AX, NAV, Dynamics 365, GP) kosten. Viele nützliche (bzw. sinnvolle) Plugins sind jedoch auch völlig kostenlos verfügbar oder sind mit einem vertretbaren Preis (10 – 300 USD) gelistet. So gibt es etwa Plugins welche die Performance des CMS steigern, z.B. Minify HTML/CSS/JS oder LazyLoader, den Kunden direkten Support bieten (z.B. Tawk.to Live Chat, Product Review Pro) aber auch Plugins welche den Kaufvorgang optimieren (z.B. One Step Checkout, Reward Points). Zusammengefasst stehen Plugins für jeden Einsatzbereich zur Verfügung, welche auch laufend weiterentwickelt und optimiert werden.

WooCommerce CMS

WooCommerce (https://woocommerce.com/) ist ein Plugin für WordPress, welches derzeit (November 2019) in der Version 3.8. das beliebte und weltweit marktführende WordPress-CMS um die Funktionalitäten eines Onlineshops ergänzt. Wenn man auf die E-Commerce Statistiken von builtwith.com vertraut, wird es bei etwa 25% der größten eCommerce-Websites eingesetzt. Also bei einem Viertel aller Webshops weltweit. Absolut gesehen gibt es derzeit (14. November 2019) mehr als 2.4 Millionen Websites weltweit, welche WooCommerce als Shop-CMS verwenden.

Das hat auch einen nachvollziehbaren Grund. Denn WooCommerce ist easy-to-use und einsteigerfreundlich. Wer schon einmal mit WordPress gearbeitet hat, wird sich auch in WooCommerce leicht zurechtfinden, da es sich direkt in der bekannten Benutzeroberfläche darstellt. Es ist völlig kostenfrei und lässt sich wie gewohnt in der Adminoberfläche von WordPress aus den Plugins heraus installieren und aktivieren.

WooCommerce Plugins Installation

Die Grundfunktionalitäten sind natürlich mit der Installation des Plugins gegeben. Wenn man diese Funktionalitäten erweitern will, muss man – wie von WordPress gewohnt – Plugins bzw. Extensions installieren. Hierbei sind für WooCommerce unzählige (größtenteils kostenlose) Extensions verfügbar. Eine Suche im Extensions-Store von WooCommerce ergibt derzeit (Stand 14. November 2019) 405 Extensions für verschiedenste Zwecke bzw. Einsatzgebiete. Diese umfassen u.a. die automatische Erstellung von PDF Rechnungen und Lieferscheinen, die Integration von PayPal (und anderen Zahlungsanbietern), die Integration von Newsletter-Services wie MailChimp und viele andere hilfreiche und praktische Einsatzgebiete.

WooCommerce war historisch gesehen vor allem dann sinnvoll, wenn man eine überschaubare Anzahl an Produkten auf einem Kernmarkt (z.B. Österreich oder Deutschland) verkaufen wollte. Allerdings unterstützt es mittlerweile auch eine unlimitierte Anzahl von Produkten, somit sind keine Grenzen nach oben gesetzt. Wer seine WooCommerce-Instanz selber optimieren und weiterentwickeln will, dem steht eine umfassende Dokumentation und viele Tutorials (auch beispielsweise bei YouTube) zur Verfügung.

Plugins und Extensions bei WooCommerce

In Sachen Zahlungsanbieter bietet WooCommerce derzeit (auch durch die bereits erwähnte Installation von Plugins) Unterstützung für die am meisten verbreiteten Kreditkarten (u.a. Mastercard, Visa, American Express), zudem PayPal, Vorkasse und SOFORT-Überweisung. Außerdem gibt es mehr als 140 regionenspezifische Gateways und Schnittstellen, welche sich in WooCommerce integrieren lassen, darunter auch immer beliebtere Anbieter wie Stripe oder Amazon Payments. Die beliebtesten (und nützlichsten) Extensions werden auch direkt auf der Website von WooCommerce laufend kuriert und aktualisiert und es gibt auch eine Sektion mit den „Staff Favorites“ wie auf dem nachfolgenden Screenshot.

WooCommerce Extensions

Vom technischen Standpunkt her bietet WooCommerce standardmäßig SSL-Support, das bedeutet, dass potentielle Kunden sicher über eine HTTPS-Seite shoppen und einkaufen können. Früher stand WooCommerce aufgrund der mangelnden Anpassungen an den deutschsprachigen Markt unter Kritik. Allerdings wirken dem seit geraumer Zeit das kostenlose und unter GPLv3 lizenzierte Plugin WooCommerce Germanized bzw. das kostenpflichtige German Market von Marketpress entgegen. Mit der eingebauten REST API kann sich WooCommerce auch in jeden beliebigen Service integrieren. Die Shop-Daten können also von überall und jederzeit mit 100% Sicherheit abgerufen werden.

Fazit Magento vs. WooCommerce

Abschließend haben wir die wichtigsten Entscheidungspunkte für Magento und WooCommerce nochmals in einer Übersicht zusammengestellt:

 

Magento

WooCommerce

Preis

Freemium

Gratis

Benötigt Hosting

Ja

Ja

Unlimitierte Produkte

Ja

Ja

Extensions & Plugins

Ja

Ja

Customization

Ja

Ja

Analytics

Ja (out of the box)

Ja (out of the box mit WoCommerce Admin seit 2019)

Einsteigerfreundlich

Nein

Ja

Anleitungen & How-To’s

Ja

Ja

Wie man also sieht, trumpfen sowohl Magento als auch WooCommerce mit einer Vielzahl von positiven Argumenten auf. Wer eine WordPress-Webseite betreibt und diese mit einem Store ergänzen will, der wird naturgemäß wohl zu WooCommerce greifen. Magento hingegen überzeugt als Standalone-Produkt mit Flexibilität, Skalierbarkeit und einer Vielzahl von eingebauten Features wie etwa die out-of-the-box Anbindung an Zahlungsanbieter.

Unsere Shop-CMS-Empfehlung

Wenn wir uns darauf festlegen müssten und eine Empfehlung für eines der beiden E-Commerce-Systeme aussprechen, müssten, dann würde dieses folgendermaßen ausfallen: WooCommerce ist (derzeit noch) optimal für E-Commerce Einsteiger und kleinere Unternehmen, Magento hingegen für technisch anspruchsvollere KMUs und international agierende Unternehmen, welche ihre Waren eventuell auch in einem mehrsprachigen Webshop und in verschiedenen Ländern vertreiben wollen.

Jedoch verschwimmen die Grenzen zunehmend, da mittlerweile auch WooCommerce über eine große Erweiterbarkeit und Skalierbarkeit des Systems verfügt. Daher ist es im Grunde reine Geschmackssache, zu welchem Shop-CMS man ultimativ greift. Wir von MONOBUNT sind dein Ansprech- und Umsetzungspartner für beide Lösungsansätze und freuen uns, dir in einem individuellen Gespräch die optimale Lösung für dein Unternehmen vorzuschlagen.

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WP vs TYPO3

Letztstand: 14. November 2019
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Ab und zu werden wir gefragt, warum wie bei unseren WaaS-Produkten (für Websites und Webshops) auf das Content Management System WordPress und nicht etwa TYPO3 setzen. Die kurze Antwort darauf lautet: weil WordPress

  • über die meisten Plugins (für alle erdenklichen Anforderungen) aller CMS verfügt
  • das benutzerfreundlichste CMS ist
  • und außerdem out-of-the-box über eine vollständige SEO-Grundoptimierung verfügt.

Ein guter Indikator für den Unterschied in der Beliebtheit von WordPress und TYPO3 ist eine Suche bei Google Trends. Dabei stellt 100 den höchsten Wert dar.

Vergleich TYPO3 und WordPress Google Trends

Wie man an der Grafik deutlich erkennen kann, besteht in Österreich ein deutlich größeres Interesse an WordPress. TYPO3 ist vor allem im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) verbreitet, wie die Statistik von BuiltWith genau zeigt. Nachfolgend will ich die beiden CMS noch genauer hinsichtlich der wichtigsten Punkte im Bezug auf eine Unternehmensentscheidung vergleichen.

Benutzerfreundlichkeit beider CMS

Ich persönlich habe mehrere Jahre lang bei vielen Kundenprojekten mit TYPO3 (ab Version 6.2.) gearbeitet und kann daher aus persönlicher Erfahrung sagen, dass es als Nicht-Entwickler viel schwieriger ist, sich im Backend von TYPO3 einzufinden. Um ein System auf die notwendigen Wünsche des Kunden einzustellen, benötigt man mehr als nur Grundkenntnisse und sehr häufig die Unterstützung eines Entwicklers.

Für viele TYPO3-Neueinsteiger ist zunächst auch die meiner Meinung nach etwas unlogische Backend-Darstellung ein gravierendes Problem. Während es für das Backend von WordPress eine einzige Ansicht gibt, verwirren bei TYPO3 die verschiedenen Menüpunkte einen Neueinsteiger meistens doch ziemlich. Beispielsweise können in der Seitenansicht andere Einstellungen getätigt werden als in der Listenansicht (und vice versa).

WordPress beruht auf einem RTE (Rich Text Editor) und diverse Pagebuilder (z.B. Visual Composer, Avia Layout Editor, Divi Builder oder DragDropr) können eingebunden werden, bei denen man eine Seite via drag & drop zusammenstellen kann.

Bei TYPO3 baut man eine Seite hingegen über verschiedene Elemente (Headlines, Texte, Bilder, Tabellen usw.) zusammen. Dies erfordert bei komplexeren Seiten mitunter viel Logik bei der Zusammenstellung, da man nicht sofort eine Vorschau der Änderungen sieht, sondern diese manuell anzeigen lassen muss.

Setup, Hosting & Wartung

Es gibt in Österreich leider nur relativ wenige wirklich qualifizierte Entwickler, welche das CMS vollständig verstanden haben. Diese finden sich zumeist in den Ballungszentren wie Wien, Linz oder Graz. Daher übersteigt die Nachfrage an diesen Entwicklern auch meistens das Angebot, was gerade bei der Arbeit mit externen Agenturen oder Freelancern zu Verzögerungen bei laufenden Projekten führen kann.

Auch eine Übergabe einer TYPO3-Instanz von einer Agentur an eine andere ist dementsprechend schwierig, vor allem wenn viele Individualisierungen durchgeführt wurden und z.B. eine Kompatibilität von anwenderspezifischen Plugins hergestellt werden muss.

Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen kann TYPO3 beim Setup und der laufenden Wartung mitunter ein technischer Overkill sein. Das Update des Core (in der sich alle zentralen Features des CMS befinden) ist relativ aufwändig und muss zwingend durch einen Entwickler mit langjährigen Kenntnissen durchgeführt werden – vor allem wenn die bestehende Version schon etwas veraltet ist.

Nach drei Jahren endet der Support in den LTS-Versionen (long term support), ab diesem Zeitpunkt werden für eine Version keine Core-Updates oder Bugfixes mehr auf den Markt gebracht (siehe auch nachfolgende Grafik). Das CMS wird daher zum einen veraltet und zum anderen anfällig gegenüber Angriffen von außen.

Außerdem ist die Modularität und Erweiterbarkeit auch ein Faktor, dass die Anforderungen an einen performanten Server deutlich höher sind als bei WordPress, was für ein Unternehmen höhere monatliche Server- und vor allem Wartungskosten zur Folge hat.

TYPO3 Supportzeiten

Plugins & Erweiterungen

Derzeit gibt es 1201 offizielle Erweiterungen für TYPO3 8 LTS sowie 713 für TYPO3 9 LTS (Quelle: https://extensions.typo3.org/). Im Gegensatz dazu findet man bei WordPress aktuell 54.600 verschiedene Plugins, also knapp 27x so viele (Quelle: https://de.wordpress.org/plugins/) wie bei TYPO3.

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es bei WordPress eine nahezu unendliche Anzahl an Plugins für alle Zwecke. Aufgrund der riesigen Entwicklercommunity (welche auch einmal pro Jahr beim WordCamp Vienna in Österreich halt macht) werden diese ständig getestet und weiterentwickelt.

WordPress Plugins

Daher gibt es bei allen wichtigen Plugins keinerlei Kompatibilitätsprobleme, wenn eine neue Version des WordPress CMS herauskommt. Dadurch können diese Plugins auch durch den Content Manager oder Marketer selber upgedated werden, die Abwicklung dieses Prozesses durch einen Entwickler (wie bei TYPO3) fällt somit weg.

TYPO3 ist kein Shopsystem

Während es bei WordPress aufgrund der unzähligen Erweiterungen (wie z.B. WooCommerce, German Market, Stripe) auch für Kleinstunternehmen leistbar ist, einen Webshop zu betreiben, ist bei TYPO3 das genaue Gegenteil der Fall. Mit Aimeos, TYPO3 Multishop oder Quickshop gibt es zwar einige Erweiterungen auf dem Markt – ich persönlich kenne allerdings kein größeres Unternehmen, welches TYPO3 als CMS für einen Onlineshop verwendet.

War es früher noch häufig normal, dass Website und Webshop auf getrennten Domains liefen, so ist dies im Jahr 2018 im Bezug auf SEO ein riesengroßer Nachteil. Daher ist TYPO3 auch ein absolutes No-Go, wenn ein Unternehmen seine Onlinepräsenz auf einer Seite bündeln will. Eine Bündelung hat nicht nur niedrigere Service-, Hosting- und Wartungskosten zur Folge, sondern auch einen niedrigeren Aufwand in punkto Content Management, Webtracking, Webanalyse und Online Marketing im Allgemeinen.

SEO mit Yoast

YoastSEO ist das wohl bekannteste SEO-Plugin der Welt. Hier kann man auf jeder Seite mit nur wenigen Klicks alle wichtigen Grundeinstellungen betätigen (z.B. Indexierung, Nofollow, Noindex). Außerdem bietet Yoast die Möglichkeit, jeder Seite bzw. jedem Blogeintrag einen individuellen SEO-Titel und eine SEO-Beschreibung zu verpassen. Diese Texte werden dann auch gleich on-the-fly hinsichtlich des Vorkommens von Keywords und Länge überprüft und der User bekommt konkrete Empfehlungen zur Verbesserung.

SEO Yoast WordPress

Während Yoast bei WordPress schon seit Jahren in nahezu jeder Website integriert worden ist (bzw. wird / werden kann), war die Anzahl an praktischen Tools bei TYPO3 lange Zeit doch ziemlich beschränkt und bei weitem nicht so benutzerfreundlich.

Doch im Jahr 2016 wurde auch die erste YoastSEO-Version für TYPO3 auf den Markt gebracht (November 2019: Version 5.1.1). Während man das Plugin bei WordPress mit nur wenigen Klicks installieren kann, ist bei TYPO3 eine Kenntnis des Systems zwingend erforderlich. Hier hat TYPO3 also trotz der Existenz des Yoast-Tools noch immer Nachholbedarf gegenüber WordPress. Außerdem sind die Möglichkeiten der Konfiguration und Individualisierung noch nicht annähernd auf dem Level von WordPress.

Zusammenfassung

TYPO3 ist gewiss kein schlechtes CMS – ganz im Gegenteil. Es verfügt im deutschsprachigen Sprachraum über eine große Community und daher auch über ausreichend Dokumentation und Hilfestellung. Durch die immense Modularität ist das CMS perfekt geeignet, wenn man eine Seite mit vielen verschiedenen Sprachversionen benötigt oder Inhalte länderspezifisch bereit stellen will.

Die Benutzerverwaltung ist ebenfalls viel granularer als bei WordPress aufgebaut, man kann daher wirklich auf jede Seite oder jede Erweiterung bezogen bestimmen, wer Admin-, Schreib- oder Leserechte hat. Gerade in komplexen Unternehmensstrukturen kann dies ein wichtiger Entscheidungspunkt hinsichtlich TYPO3 sein.

Aber im Endeffekt ist TYPO3 ein CMS für Experten. Es verliert den direkten Vergleich mit WordPress vor allem bei Benutzerfreundlichkeit, Erweiterbarkeit und notwendigen Wartungsressourcen. Im Gegensatz zu TYPO3 ist WordPress (inkl. der Shoperweiterung WooCommerce) auch weltweit die klare #1 (derzeit auf 38% aller Webseiten) der Content Management Systeme.

Dementsprechend größer und globaler ist auch das Angebot an Plugins und Erweiterungen. Wer einen Onlineshop auf die Beine stellen will, kommt nicht um WooCommerce herum. Nachfolgend fassen wir nochmals alle Eckpunkte im Bezug auf WordPress und TYPO3 tabellarisch zusammen.

Überblick TYPO3 vs WordPress

CMSTYPO 3WordPress
VERÖFFENTLICHUNG19982003
AKTUELLE VERSION (NOV 19)10.15.3.3
MARKTANTEIL (TOP-10.000)0.24%36.1%
OPEN SOURCEjaja
SUPPORTZEITENLTS (Long Termin Support; 3 Jahre)Regelmäßig
NUTZERVERWALTUNGFür komplexe Strukturen geeignetFlache Hierarchien
CONTENT MANAGEMENTGroße Lernkurve, ohne aktive Erfahrung unmöglichKleine Lernkurve, für Einsteiger geeignet
FÜR ONLINESHOPS GEEIGNETNicht wirklichOptimal dank WooCommerce
MEHRSPRACHIGKEITjaja (mit Plugin wie WPML)
MULTI-SITEjaja (mit WP Multi-Site)

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