Online Marketing

tl;dr – Wir zeigen dir, wie du in deinem Google Analytics Account eine zweite Datenansicht anlegst, einen IP-Filter für deinen internen Traffic erstellst und anschließend die korrekte Funktionalität auf deiner Live-Website testen kannst.  


Google Analytics ist eines der mächtigsten Tools von Google. Wer nur mit den Grundfunktionen des Tools vertraut ist, der kennt nicht einmal die Spitze dieses Eisbergs. Weil GA als Grundlage für alle deine Online-Maßnahmen wie etwa Google Ads, Retargeting, Social Media Marketing und last but not least auch E-Commerce-Entscheidungen dienen sollte, ist eine optimale und nachhaltige Grundkonfiguration des Tools enorm wichtig. 

Weil die Zugriffszahlen auf deiner Website durch ständiges Testen und Weiterentwickeln der Inhalte und Landingpages nicht verfälscht werden sollte, ist ein Herausfiltern der eigenen IP (oder IP-Ranges) besonders wichtig. Du willst nämlich nicht, dass deine ständigen Zugriffe auf die eigene Website von Google Analytics mitgetrackt werden. Auf diese Art und Weise werden nämlich SEO-relevante Daten wie etwa Absprungrate, durchschnittliche Sitzungsdauer oder Seiten pro Sitzung verfälscht.

Rohdatenansicht vs. Masterdatenansicht

Um dies zu vermeiden, solltest du wie folgt vorgehen: wenn du deinen Google Analytics Account anlegst (die Einbindung in deine Website können wir für dich erledigen), dann wird unter „Verwaltung > Datenansicht“ standardmäßig eine Ansicht namens „Alle Websitedaten“ angelegt. Dies ist die so genannte Rohdatenansicht. Den Namen dafür kannst du unter „Einstellungen der Datenansicht“ bei „Name der Datenansicht“ auch dementsprechend anpassen. In dieser Datenansicht solltest du niemals Filter einbinden, Segmente erstellen oder andere Anpassungen durchführen.

Sobald man nämlich einmal einen Filter auf eine Datenansicht anwendet, werden die herausgefilterten Daten ab diesem Zeitpunkt nicht mehr erfasst. Bemerkt man nun (zu spät) einen Fehler bei der Konfiguration, dann sind diese Daten für immer verloren und können auch nicht wieder hergestellt werden. Daher gilt stets die Regel: Finger weg von der Rohdatenansicht.

Wie gehst du jetzt aber richtig vor? Durch einen Klick auf „+ Datenansicht erstellen“ kannst du eine zweite Datenansicht für deine GA-Property erstellen. Dies ist die so genannte Masterdatenansicht. Diese kannst du wiederum ebenfalls so benennen. In dieser Ansicht kannst du dann auch Filter aktivieren, Segmente erstellen, benutzerdefinierte Channelgruppierungen erstellen oder andere Anpassungen durchführen. Solltest du einmal einen Fehler bemerken, dann kannst du immer noch auf die Rohdatenansicht zurückgreifen.

Einen Filter für IP-Ausschluss erstellen

Ist die Masterdatenansicht erst einmal angelegt, dann kannst du deinen IP-Filter erstellen. Wenn du auf das Zahnrad am linken unteren Eck von GA klickst, gelangst du immer direkt in die so genannte Verwaltungsübersicht. Durch einen Klick auf „Filter“ im Bereich der Datenansicht (Anm. versichere dich lieber nochmals, dass es sich dabei um die Masterdatenansicht handelt) kannst du deinen IP-Filter erstellen. Dazu klickst du zunächst auf den roten Button mit „+ Filter hinzufügen“. 

Anschließend kannst du folgende Einstellungen treffen:

(Anm. Experten erkennen sofort, dass es sich bei der von mir verwendeten IP um eine Fake-IP handelt 😉)

Als Filtername gibst du dem Filter einen treffenden Namen, wie etwa „Interner Traffic„. Anschließend nimmst du den Typ „Vordefiniert„, wählst dort „Ausschließen„, „Zugriffe über IP-Adressen“ und „sind gleich„. Im Feld darunter kannst du dann deine IP-Adresse eintragen.

Am schnellsten findest du deine IP-Adresse heraus, indem du auf eine Seite wie z.B. http://www.whatsmyip.org/ navigierst. Achtung: dies bringt natürlich nur dann etwas, wenn du über eine statische IP-Adresse verfügst. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du über eine statische IP verfügst, dann wende dich am besten an deinen Netzwerkadministrator oder an einen Ansprechpartner bei deinem Internet Service Provider (ISP)

Testen der Filtereinstellung

Wie du im Screenshot oben im Satz ganz unten siehst, kann man den IP-Ausschluss-Filter nicht in Google Analytics selber testen. Deswegen musst du hier einen anderen Weg gehen. Dazu musst du dir im ersten Schritt den Google Tag Assistant (GTA) installieren. Dies ist eine Erweiterung für den Google Chrome Browser (welche logischerweise nicht für Firefox, Safari, Microsoft Edge oder andere Browser verfügbar ist). Nachdem du die Erweiterung aktiviert hast, kannst du den GTA durch einen Klick auf das nachfolgend markierte Icon in der Browserleiste aktivieren. 

Die Extension für Chrome aktiviert sich, sobald du die Seite neu lädst. Wenn du anschließend auf das Icon klickst, dann öffnet sich ein Fenster mit einer Analyse. Das grüne Tag besagt, dass der Google Tag Manager bzw. Google Analytics richtig auf die Seite eingebunden sind. Wenn du nun anschließend auf den „Record“-Button klickst, kannst du deine Sitzung auf deiner Website aufzeichnen. 

Am besten, du gehst von der Homepage aus einige logische Schritte, wie etwa zu deinen Leistungen und anschließend zu deinem Kontaktformular. Sobald du wiederum auf das Tag-Icon klickst, kannst du die Aufzeichnung stoppen. Anschließend öffnet sich ein neues Fenster mit der Aufzeichnung des Tag Assistants.

Tag Assistant Recording

Zunächst musst du oben auf „Google Analytics Report“ wechseln. Zunächst wähle bei „Select views“ beide deine Datenansichten aus, also die Rohdatenansicht und die Masterdatenansicht. Du willst ja letztendlich vergleichen, ob dein Filter wie gewünscht funktioniert. Nachfolgend kannst du, wie im Screenshot markiert, im vertikalen Menü die Location wechseln. 

Hier kannst du beim Punkt „Use a specific IP address“ nun die von dir im letzten Schritt ausgeschlossene IP Adresse eingeben. Durch einen Klick auf „Update“ werden die Daten im Report des Tag Assistants aktualisiert. Als nächstes musst du auf der Seite bis ganz nach unten zum Sektor Flow scrollen. 

Wenn du dort auf „Page load 1“ und anschließend auf „Hit 1“ klickst, werden dir die Google Analytics Daten für beide Datenansichten angezeigt.

Nun solltest du einen View angezeigt bekommen, wo „Hit dropped by filter DEIN FILTERNAME“ angezeigt wird. Dies ist der View aus deiner Masterdatenansicht und besagt, dass deine Sitzung nicht getrackt wurde. Wenn beim anderen View (also bei der Rohdatenansicht) die Zeile „Hit captured without modifications.“ steht, dann hast du alles richtig gemacht – denn dann wurde deine Sitzung hier getrackt. 

Gratulation, du hast deinen ersten IP-Filter in Google Analytics angelegt und erfolgreich getestet!

Nachdem MONOBUNT seit Kurzem A-COMMERCE Partner ist, konnten wir uns natürlich auch den mittlerweile 4. A-COMMERCE Day am 8. November 2018 in der Gösserhalle in Wien nicht entgehen lassen.

Aber was ist A-COMMERCE überhaupt?

Da sich die E-Commerce-Branche laufend weiterentwickelt und ständig neue Innovationen auf den Markt drängen, ist es wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der immer am Puls der Zeit bleibt.

A-COMMERCE vernetzt deshalb Dienstleister und Dienstleistungssuchende im E-Commerce in Österreich. Als innovative Agentur – mit Angeboten wie WaaS (Fixpreis Websites/Webshops), DragDropr (universeller drag&drop-Builder) oder SyncSpider (universelle E-Commerce Middleware) – die sich sehr intensiv mit E-Commerce-Lösungen auseinandersetzt, sehen wir die Partnerschaft mit A-Commerce quasi als „perfect match“.

Der A-COMMERCE DAY

Um uns für unsere Kunden weiterzubilden und gleichzeitig neue Kontakte zu knüpfen, machten sich unser CEO Norbert und unser E-Commerce Projektmanager Gerald am Donnerstag den 8. November frühmorgens und umweltbewusst per Zug auf den Weg nach Wien. Das Ziel dabei war wie bereits erwähnt neue und interessante Kontakte zu knüpfen und potentielle Ansprechpartner für Projekte kennen zu lernen, damit wir unseren Kunden auch in Zukunft stets das aktuellste und innovativste Setup für Projekte im Online-Bereich bieten können.

Der 4. A-COMMERCE Day fand unter dem Motto “COMMUNICATION CONNECTS. PEOPLE. BRANDS. TECHNOLOGY. THE WORLD.” statt. Der Fokus lag dabei auf dem Thema Digitalisierung und Zukunftstrends. Aus den 27 angebotenen Vorträgen und Workshops haben unsere bunten E-Commerce Experten die für sie spannendsten ausgewählt, um sich möglichst viele Anregungen zu holen.

Das Programm

Los ging’s um 9.30 Uhr mit der Welcome Ceremony & Industry News, in welcher der Geschäftsführer von A-COMMERCE, Stephan Grad, alle Besucher herzlich willkommen hieß und einen kleinen Überblick über die Veranstaltung gab. Der nächste Stopp (an gleicher Stelle) war dann gleich im Anschluss um 10.00 Uhr „What’s your next big thing?“, wo Philipp Riehm, ein Professor für Medienmanagement von der Macromedia Hochschule Hamburg, einen Blick in die Zukunft wagte. Unter anderem erklärte er den interessierten Zuhörern die Unterschiede zwischen Trends und Hypes und ging generell auf das Thema von Produkt- und Innovationszyklen ein.

Anschließend ging es weiter zum „The Machine-Learning Workshop“ von Gregor Wolf, dem Geschäftsführer der Evergage GmbH. Thema dabei, wie man mit Hilfe von AI (artificial intelligence) die Optimierung von Webshops und damit auch von Conversions Rates durch Personalisierung unterstützen bzw. automatisieren kann. Um 11.30 Uhr lockte ein Vortrag mit dem verheißungsvollen Titel „Ich weiß, was du letzten Sommer gekauft hast!“ von Michael Vaclav, dem CEO von .brandREACH. Dabei drehte sich alles um das Thema E-Commerce Automation und warum bzw. wie sowohl Anbieter als auch Kunden davon profitieren.

Nach diesem aufschlussreichen und informativen Vormittag hatten sich unsere E-Commerce Spezialisten erst mal eine kurze Mittagspause mit Stärkung am (Anm. Gerald „ausgezeichneten“) Buffet verdient.

Von 13.00 bis 13.30 Uhr ging’s dann wieder zur Hauptbühne, wo Paul Blazek und Joachim Heymann von Comeenation bzw. Kleen-Tex, sich in ihrem Vortrag dem Thema „Augmented Reality Konfiguratoren als E-Commerce Booster“ widmeten. Anhand eines Fußmattenkonfigurators zeigten sie auf, wie auch Unternehmen aus Industrie per Mass Customization die Selbstindividualisierung der Kunden innovativ unterstützen können.

Der direkt nachfolgende Vortrag „Die Weber Grill Revolution – 365° Markenerlebnis“ vom Geschäftsführer und Inhaber des Weber Original Store Wien Süd, Matthias Fuchs, war leider etwas sehr stark unternehmens- und leider nur wenig e-commerce-lastig angesiedelt. Daher ging es bereits vor Ende des Vortrags zurück auf die Workshop-Bühne.

Denn dort widmete sich seit 14.00 Uhr Jakob Reiter, Head of Applied AI and Conversational Interfaces bei TheVentury, mit „Bots vom Hype zum Impact“ (wie der Name schon besagt) den Bots und wie diese das Einkaufsverhalten von Online-Konsumenten tatsächlich beeinflussen. 

Der letzte Workshop für unser MONOBUNT-Team lockte mit dem Titel „Crossborder im E-Commerce“ von Thomas Vagner, Director Commercial DACH der Klarna Group. Um viele Eindrücke und Ideen reicher hieß es anschließend wieder Abschied nehmen und nach Hause ins wunderschöne Innviertel zurück zu kehren.

Wir freuen uns über die zukünftige Zusammenarbeit mit A-Commerce, daher wird dies auch sicherlich nicht der letzte A-Commerce-Day für uns gewesen sein. 

Eine kleine historische Lektion zu Beginn unseres neuen Blogartikels über WordPress Gutenberg: der Deutsche Johannes Gutenberg gilt als Erfinder des modernen Buchdrucks im 15. Jahrhundert. Er hat damals die herkömmliche Methode der Buchproduktion (das Abschreiben von Hand) revolutioniert, was auch als Schlüsselelement für die Kulturepoche der Renaissance gilt. 

Die Hintergründe von WordPress Gutenberg

Der Codename der neuen Version 5 von WordPress ist mit „Gutenberg“ also ziemlich hochgestochen. Das beliebte Content Management System (wir haben hier auch über die Vorteile von WordPress berichtet) hat aufgrund der Tatsache, dass immer nur geringfügige Verbesserungen vorgenommen wurden, enorm lange in der Version 4.x.x verharrt. Genau gesagt seit September 2014, also knapp vier Jahre lang. Doch in naher Zukunft wird nun endlich die Stunde für WordPress 5 schlagen. Wer sich in letzter Zeit einmal in seine WordPress-Website eingeloggt hat, wird auch den Hinweis von WordPress dahingehend schon erblickt haben (siehe nachfolgender Screenshot).

Die vollkommen überarbeitete Neuausgabe orientiert sich dabei am Prinzip der WYSIWYG-Editoren. Das bedeutet, man will durch einfache und freie Gestaltung der individuellen Beiträge ein intuitives Nutzungserlebnis für jeden Anwender ermöglichen. Das Plugin für WordPress Gutenberg steht auch bereits seit längerer Zeit in einer Alpha- bzw. Betaversion im Plugin-Verzeichnis zur Verfügung, allerdings mit tendenziell negativen Bewertungen und Kommentaren. 

Wie auch immer – mit Gutenberg wurde von der WordPress-Mutter Automattic ein Projekt in Angriff genommen, bei dem nicht nur der Content Editor, sondern abgesehen davon auch völlig neue Veröffentlichungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden sollen. Das konkrete Ziel von Version 5 ist es, allen WordPress-Nutzern zu ermöglichen, Ihre Postings wirklich genauso zu gestalten, wie sie sich diese vorstellen – und dies mit nur wenigen Klicks.

Das Vorhaben hinter WordPress Gutenberg

Für die endgültige Version von WordPress 5 sind drei unterschiedliche Stadien geplant. Die erste Stufe zielt auf die Inklusion aller notwendigen Elemente im Editor ab. Diese soll durch die Implementierung der Blöcke für ein völlig neues Nutzererlebnis sorgen. Dabei sind somit Content und dessen Gestaltung die zentralen Elemente.

Die nächsten beiden Schritte sollen dann im Laufe der kommenden Jahren in Angriff genommen werden. Diese haben das Ziel, zuerst von individualisierten Postings zu Templates für die gesamte Homepage und letztendlich zur vollkommenen frei gestaltbaren Website zu führen. Soweit zumindest der aktuelle Plan.

Die Neuerungen bei WP Gutenberg

Zentrales Element hinter dem Vorhaben von WordPress Gutenberg ist der komplett neu gestaltete Editor. In einem ersten Schritt hat man so genannte Blocks bzw. Blöcke eingeführt, die den Usern bei der Erstellung von Inhalten sehr viel Zeit und Mühe ersparen sollen. Denn diese Blöcke ermöglichen es, jegliche Art von Content wunschgemäß sowie intuitiv anzupassen. Und das auch ohne grundlegende Kenntnisse von Programmierund und/oder Webdesign.

In der Gutenberg-Experience kann man den neuen Editor auch bereits selber ausprobieren (Screenshot via https://wordpress.org/gutenberg/)

Bisher war der standardmäßige WordPress-Editor ein Textfeld, das sich grundsätzlich perfekt zum Schreiben von einfachen Blog-Beträgen anbot. Sobald aber andere Medien (wie z.B. Bilder, Videos oder Tabellen) ins Spiel kamen, wurde dem Nutzer allerdings ein Mindestgrad an Fachwissen hinsichtlich Web-Development abverlangt. Für den einfachen Nutzer also eine durchaus komplexe Angelegenheit, bei der Shortcodes, Widgets, HTML, Embeds u.v.m. sowie die Integration dieser Elemente eine Rolle spielten. Mit den neuen Blocks vereint WP Gutenberg nun all diese Elemente und ermöglicht dadurch viele (neue) Gestaltungsmöglichkeiten für die eigene WP-Seite.

Lasset die Spiele beginnen

Will man in Zukunft also einen Blog-Eintrag gestalten, so kann man dies ganz trivial mit einem Spiel mit Bauklötzen vergleichen.

Öffnet man den Editor zum Erstellen eines neuen Beitrages (bzw. derzeit das Gutenberg Plugin), hat man natürlich zuerst einmal eine leere Seite vor sich. Nach dem Klick auf das „+“-Icon kann man auswählen, welche Art von Block man in den Beitrag hinzufügen möchte.

Auf diese Weise kann man Beitragsüberschriften (in unterschiedlichen Ebenen), einzelne Absätze, Bilder, Videos, Zitate, Aufzählungen und vieles mehr miteinander kombinieren und auch nach Belieben vertauschen, bis diese schließlich auf dem gewünschten Platz sind. Natürlich gibt es aber auch nach wie vor die Möglichkeit, Shortcodes bzw. HTML-Codierungen zu integrieren.

Auf der rechten Seite des Editors kann man zusätzliche Optionen einblenden, mit welchen sich u.a. Schriftfarbe, Hintergrundfarbe, Bildgröße etc. regeln lassen. Die Textgestaltung erinnert an gängige Textverarbeitungsprogramme, jedoch natürlich in komprimierter Form. Man kann aber direkt bei der Eingabe des Textes unterschiedliche Eigenschaften wie Schriftgröße, Textausrichtung, Fett/Kursiv/Unterstrichen usw. festlegen. Zu sämtlichen Blöcken können auch Verlinkungen erstellt werden. Ebenso sind weiterhin zahlreiche Embeds (wie z.B. von Twitter oder YouTube) alleine durch das copy&paste der URL möglich.

Wer jetzt schon mehr über den Editor von WordPress Gutenberg erfahren will, kann dies z.B. auch durch ein Erklärvideo wie etwa von den WP Ninjas machen.

Gutenberg und die WordPress Community

Wie bereits eingangs erwähnt: sieht man sich aktuell die Bewertungen der zahlreichen Gutenberg-Tester an, so lässt sich nicht wirklich eine Euphorie hinsichtlich der vielen neuen Möglichkeiten wahrnehmen. Nach dem Motto „Warum etwas reparieren, das gar nicht kaputt ist?“ („If it ain’t broken, don’t fix it“) fordern viele User, Gutenberg solle weiterhin nur als (optionales) Plugin beibehalten werden. So bliebe den Fans des ursprünglichen Editors die Freiheit, diesen weiterhin wie gewohnt zu verwenden.

Wenn man sich den Ratings nun aber genauer zuwendet, dann fallen einige Dinge auf:

  • Viele kritische User sind primär der Meinung, dass noch eine Menge Verbesserungen notwendig sind, bevor der Editor salonfähig ist.
  • Auf der Gegenseite sieht man aber auch zahlreiche begeisterte Nutzer, die WordPress mit der Entwicklung auf dem richtigen Weg sehen.

Derzeit überwiegen die negativen Meinungen allerdings noch deutlich. Ob dies eventuell daran liegt, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und das Feedback hauptsächlich von langjährigen WordPress-Nutzern stammt, wird sich erst in Zukunft herausstellen. Denn durch die einfachere Bedienbarkeit des Editors besteht durchaus die Möglichkeit, dass WordPress viele neue Nutzer gewinnt. Vor allem jene, die zuvor nicht in der Lage gewesen sind, ihre Beiträge nach Belieben zu gestalten.

Einig sind sich jedoch fast alle, dass noch einiges an Arbeit investiert werden muss, bevor WordPress 5 schließlich (zumindest halbwegs) bugfrei an alle WP-Nutzer ausgerollt werden kann.

Immer wieder werden wir von Interessenten gefragt, warum unsere WaaS-Preise für die Erstellung von Websites oder Webshops doch einigermaßen über den Preisen der großen Unternehmen liegen, die man bei Google findet wenn man „Website erstellen“ eintippt.

Wir antworten dann meistens mit folgender Begründung: eine Baukasten-Website kann man sich wie einen Anzug von der Stange vorstellen. Aufgrund von Skaleneffekten (Prozesse und Tools sind weitestgehend standardisiert) sind relativ günstige Preise für den Endkunden möglich. Solche Websites passen meistens gut, ab und zu gibt es allerdings Probleme bei der langfristigen Qualität und jegliche Sonderwünsche können grundsätzlich nicht (oder nur gegen Aufpreis) erfüllt werden. 

Wer eine Website haben will, hat die Qual der Wahl.

Ein Webprojekt von einer Werbeagentur bzw. Webagentur ist im Gegensatz dazu wie ein Maßanzug vom Schneider. Passt nicht nur gut, sondern perfekt – Änderungswünsche können beliebig umgesetzt werden und das Produkt weist für viele Jahre eine unschlagbare Qualität auf. Außerdem können auch noch darauf abgestimmte Beiprodukte (in unserem Fall sind dies WaWis, Middleware oder die Betreuung im Online Marketing) erstellt und geliefert werden. 

Zum noch besseren Verständnis wollen wir dich nachfolgend Schritt für Schritt durch den Entwicklungsprozess einer Website führen. Damit wollen wir dir zeigen, wo hier die Wertschöpfung stattfindet, welche ultimativ zu den Preisen für unsere Leistungen im Bereich der Websites und Webshops führt. 

Wenn du nur an einer Übersicht interessiert bist, dann kannst du hier ans Ende des Artikels springen

Beratung und Projektsetup

Vermutlich hast du selber keine Erfahrung beim Entwurf bzw. bei der Abwicklung von Websiteprojekten – warum solltest du auch. Bei einer Baukastenwebsite kannst du dir entweder dein Template auswählen oder in kurzen Stichworten angeben, für welchen Themenbereich deine Website angedacht ist. Wenn die Website von einem „Bekannten“ gemacht wird, ist meistens nicht einmal dies der Fall. Daher musst du in vielen Fällen mit dem gelieferten Endprodukt leben, ob dir dies nun zu 100% zusagt oder auch nicht. 

den monobunten hingegen führen mit dir ein Kick-Off-Gespräch/Meeting durch, bei dem du uns alle Wünsche und notwendigen Funktionalitäten mitteilst. Wir stimmen diese dann auch mit deinen Unternehmenszielen ab. Wenn wir der Meinung sind, dass wir für einen Teil der Umsetzung (z.B. Struktur, Gliederung, Navigation) eine bessere Idee (im Bezug auf die Conversion-Optimierung) haben, dann teilen wir dir diese auch unmittelbar mit. Wir wollen schließlich, dass du von unserem Knowhow pro!fitierst. Außerdem kannst du uns auch durch fast alle Punkte des Kreativprozesses begleiten. Ein Haus wird schließlich auch Schritt für Schritt gebaut und nicht alles auf einen Haufen geworfen. Daher gibt es vor dem Go-Live auch keine (bösen) Überraschungen, sondern nur jenes Produkt, welches du dir gewünscht hattest.

Screendesign bzw. Template-Auswahl

Wir achten beim Screendesign oder der Auswahl eines Templates stets auf deine Anforderungen. Auch wenn du vielleicht irgendein superschönes Template gefunden hast, welches du gerne für deine Website verwenden würdest. Wenn dieses nicht für den Zweck geeignet ist, oder die Funktionalitäten übertrieben sind, oder es Performanceprobleme aufweist – dann raten wir dir davon ab. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung vertrauen wir auf einige wenige Templates (ein Template ist sozusagen das Rückgrat deiner Website), bei denen wir wissen, dass sie über eine gute Performance verfügen, zukunftssicher und leicht bedienbar sind.

Wenn deine Website jedoch einzigartig werden soll, dann erstellen wir dir – wenn gewünscht – ein Screendesign.

Das Screendesign kann auch ein Konversionfaktor einer Website sein (via https://de.ryte.com/wiki/Screendesign)

Wir verwenden hier im Erstellungsprozess bestimmte Tools zur Kollaboration, mit deren Hilfe du uns gezieltes Feedback geben kannst. Nämlich ohne dass wir ständig irgendwelche Files per E-Mail oder FTP hin- und herschicken müssen. Dieses laufende Feedback optimiert den Screendesign-Prozess spürbar und verhindert auch viel Frustration auf beiden Seiten. Erst nach einer finalen Feedbackschleife übernehmen wir das Screendesign und machen uns an die Entwicklung der Website.  

Content Management

Knapp ein Drittel der populärsten 100.000 Websiten der Welt wurde mit WordPress erstellt. Dies hat viele Gründe. Einer davon ist die übersichtliche und einsteigerfreundliche Gestaltung der Benutzeroberfläche. Im Gegensatz zu anderen CMS wie Joomla, TYPO3 oder Drupal können alle Elemente von einer Seite weg aufgerufen werden. Bei einer Baukastenwebsite wird dir meistens das Endprodukt übergeben und du kannst dich entweder selber zurechtfinden oder nimmst den (meistens) kostenpflichtigen Support in Anspruch.

Statistik via https://w3techs.com/

Bei einem WaaS-Projekt schulen wir dich jedoch nicht nur in die wichtigsten Bedienelemente deiner Website bzw. deines Webshops ein. Viel mehr binden wir auch Video-Tutorials für die gängigsten Tätigkeiten in WordPress in dein Backend ein und helfen dir bei Bedienungsproblemen auf die Sprünge. Das Ziel von uns Onlinepro!fis ist stets, dass du deine Website in punkto Content Management so gut wie möglich selber bedienen kannst. Nicht nur, weil du damit am meisten Geld sparst, sondern weil es mit etwas Erfahrung auch richtig Spaß macht!

Hosting und Wartung

Hosting von der Stange

Wenn du deine neue Website beim Bekannten der Tante erstellen lässt, dann wird diese vermutlich auf einem Server bei einem populären Hostinganbieter aus dem deutschen Sprachraum liegen. Bitte nicht falsch verstehen: diese Server sind nicht grundsätzlich schlecht, aber um beispielsweise 4.90€/Monat kannst du dir kein Setup erwarten, welches Top-Ladezeiten aufweist oder dir gar zu einem SEO-Vorteil verhilft. In vielen Fällen können bestimmte Files wie etwa eine .htaccess-Datei (für 301-Weiterleitungen und damit SEO) nicht bearbeitet werden. Oder es können auch keine Nameserver von einem Content Delivery Network wie Cloudflare eingetragen werden. Wenn du viel Pech hast, ist am gleichen Server eine populäre Website mit vielen Zugriffen gehostet, dann wirkt sich das besonders negativ auf die Ladezeiten aus. Wenn etwas nicht funktioniert, bist du auf den 1st level Support angewiesen und hast keine persönliche Anlaufstelle für dein Problem.

Hosting bei den monobunten

Wusstest du, dass die Ladezeit deines Servers einer der wichtigsten Bewertungspunkte bei den Google PageSpeed Insights ist? Je länger deine Website lädt, desto mehr Nutzer springen gleich wieder ab. Weil wir das nicht wollen, können wir dir in unserem Hostingnetzwerk aufgrund von Skaleneffekten einen Top-Server zum leistbaren Preis anbieten. In unserer monatlichen Pauschale ist aber nicht nur die Hostinggebühr in unserem WP-Netz enthalten, sondern auch gleich die Einrichtung des SSL-Zertifikats (ein absolutes MUSS aufgrund von DSGVO und SEO) sowie der Ankauf und die Verwaltung einer Top-Level-Domain (länderspezifisch wie beispielsweise .at oder generisch wie .com).

Mit Tools wie GTmetrix kann man Server-Probleme oder Bottlenecks identifizieren (Screenshot: https://gtmetrix.com/features.html)

Durch das Hosting in unserem dedizierten WordPress-Netzwerk wird deine Seite auch regelmäßig auf die neueste WP-Version aktualisiert. Selbiges gilt für die Plugins. Dadurch bietet deine Website wenig Angriffsfläche für Hacker. Außerdem führen wir täglich ein Server-Backup durch, welches im Falle eines Hacks durch unsere „Hack-Free-Guarantee“ völlig kostenfrei eingespielt werden kann und dir deswegen viel Frust ersparen kann. 

Plugins 

Gerade bei WordPress ist die gezielte Auswahl eines Plugins für einen bestimmten Zweck (z.B. SEO, Caching, Payment, Newsletter) besonders wichtig. Grundsätzlich solltest du so wenig Plugins wie möglich verwenden, da diese (egal wie gut sie programmiert sind) die Leistung deiner Seite einbremsen. Aufgrund der Beliebtheit von WordPress gibt es für so gut wie alle Fälle mehr als nur ein Plugin. Weil es viele Freemium- oder Gratis-Plugins gibt, wird bei der günstigen Erstellung einer Website in vielen Fällen auf diese zurückgegriffen. Denn Grundfunktionalitäten werden geboten und es enstehen keine zusätzlichen Kosten für den Entwickler. Folglich bleibt eine größere Marge übrig. 

Welches Plugin soll man jetzt verwenden? Screenshot via https://de.wordpress.org/plugins/

Durch unsere langjährige Erfahrung bei der Erstellung von Webshops und Websites haben wir im Grunde für jeden Zweck das passende Plugin. Und zwar keine Freemiums oder Gratis-Plugins, sondern fast durchwegs Premium-Plugins von namhaften WordPress-Entwicklern. Beim Setup deiner Website achten wir darauf, dass diese Plugins auch richtig konfiguriert sind und natürlich auch laufend aktualisiert werden (siehe Hosting). Denn nichts ist ärgerlicher als ein Plugin, welches entweder Tür und Tor für Hacker öffnet, oder schlecht programmiert ist, oder die Ladezeit deiner Website einbremst und daher pures Gift für deine SEO-Maßnahmen ist. 

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Das eingespielte Team der Pro!fis achtet beim Entwicklungsprozess deiner Website in jedem Schritt darauf, dass gängige SEO-Faktoren berücksichtigt werden. Dies beginnt bei der Auswahl eines schnellen und passenden Templates, geht über die web-optimierte Komprimierung sowie Benennung von Grafiken und Bildern vor dem Upload und geht hin bis zur Textierung deiner Inhalte aus Kundensicht (wer im Jahr 2018 noch immer von der Wichtigkeit einer Keyword-Dichte spricht: schnell davon laufen!).

Ziel einer Suchmaschinenoptimierung: Steigerung der Sichtbarkeit durch das Ranking von Keywords (https://monobunt.at via XOVI)

Kurzum: das Fundament deiner Website wird so konstruiert, dass du ab dem Zeitpunkt der Indexierung der Website bei Google (und anderen Suchmaschinen) bedenkenlos darauf aufbauen kannst. Beispielsweise durch Onlinemarketing oder organische Tätigkeiten wie beispielsweise der Erstellung von Blogbeiträgen. Egal ob Entwickler, Webdesigner, Content Manager oder Suchmaschinenoptimierer: jeder unserer Onlinepro!fis hält sich als „part of the job“ ständig auf dem neuesten Stand der Technik. Denn gerade innerhalb der „Wissenschaft“ namens „Search Engine Optimization“ kann man sich nur wenige Fehler erlauben. Und unsere fünf Google-Ads-zertifizierten Mitarbeiter wissen auch, was Google hinsichtlich Qualität von einer Website erwartet.

DSGVO-Optimierung

Relativ neu ist das Feld der DSGVO-Optimierung (Datenschutzgrundverordnung) einer Website. Seit dem 25. Mai 2018 musst du mit drastischen Strafen rechnen, wenn gewisse Elemente oder Prozesse rund um deine Website nicht DSGVO-konform sind. Wir achten bei der Erstellung einer Website darauf, dass verwendete Tools und Lieferanten die DSGVO-Anforderungen erfüllen. Außerdem, dass bestimmte Elemente wie beispielsweise ein Kontaktformular oder die Einbindung von Google Analytics DSGVO-optimiert eingebunden werden und personenbezogene Daten stets in sicheren Händen sind. Dies ist in Webshops (z.B. aufgrund von Kreditkarten- oder Adressdaten) nochmal wichtiger als auf „gewöhnlichen“ Websites.

Auch wenn die Suchhäufigkeit wieder gesunken ist: die DSGVO betrifft nach wie vor alle Websites (Quelle: https://trends.google.com/)

Abschließender Vergleich

Wir hoffen, dass du nach der Lektüre unserer Aufzählung der verschiedenen Punkte aus dem Webprojekt-Bereich nun besser darüber Bescheid weißt, wieso auch bei Websites Qualität ihren Preis hat. Wenn du noch immer unentschlossen bist, dann haben wir die wichtigsten Punkte auch nochmals alle in einer kleinen Matrix zusammengefasst: 

BestandteilWebsite von der StangeWebsite als Maßanfertigung
BeratungEventuell initiales Gespräch, ansonsten generisch, Informationen aus HilfsartikelnPunktgenau und persönlich auf die Kundenwünsche zugeschnitten
ScreendesignAuswahl von generischen TemplatesIndividuelles Screendesign für eine einzigartige Website
Content ManagementKeine Auswahl von CMS aufgrund der Bedürfnisse, Content wird meistens generisch vorgegebenAuswahl des passenden CMS (z.B. WordPress, Magento), persönliche Einschulung in das Backend des CMS
HostingStandardserver von großem Anbieter, keine Möglichkeit zur eigenständigen KonfigurationOptimales projektbasiertes Setup, SSL Zertifikat, TLD inkludiert
PluginsEinschränkungen, meistens nur wenige Erweiterungen unterstützt bzw. auswählbarGemeinsame Auswahl der besten (Premium-)Plugins auf Basis unserer langjährigen Erfahrung
SuchmaschinenoptimierungStandard, vom System vorgegeben, wenig Möglichkeiten zur IndividualisierungWährend des gesamten Websiteentwicklungsprozesses (auch darüber hinaus als Coaching)
DSGVOOut-of-the-box bzw. vom Anbieter abhängigDSGVO-Consulting, Website wird DSGVO-optimiert (Kontaktformular, Datenschutz) übergeben
PreisKostengünstig in der AnschaffungKeine bösen Überraschungen aufgrund unserer WaaS-Pakete

Eine Website ist die Visitenkarte des 21. Jahrhunderts – so abgedroschen dieser Spruch im Jahr 2018 auch klingen mag, er hat nach wie vor seine Gültigkeit. Durch u.a. Webanalytics, Online Marketing oder Soziale Medien kannst du heute so viel Potential aus deiner Onlinepräsenz herauskitzeln wie noch nie zuvor. Wenn du also eine individuelle und richtig coole Visitenkarte auf die Beine stellen willst, mit der du dich von deiner Konkurrenz abhebst, dann sollten wir ins Gespräch kommen

Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach darüber geschrieben, was HTTPS ist und wieso es wichtig für deine Website ist. Gestern hat Google die Version 68 seines Browsers Chrome veröffentlicht, der gemäß ÖWA in Österreich schon beinahe von jedem zweiten Internetuser verwendet wird. 

Wie angekündigt, werden ab sofort alle Webseiten ohne SSL-Zertifikat in Chrome 68 als „Nicht sicher“ angezeigt. Hier hat es auch einige prominente Unternehmen wie Flughafen Wien, Universität Wien oder die Tageszeitung Heute erwischt, wie derStandard heute auf seiner Website berichtet

Was ist HTTPS und wieso braucht meine Website dies?

Eine HTTPS-Übertragung („HyperText Transfer Protocol Secure“) sorgt dafür, dass die Daten zwischen dem Server des Websitebetreibers und dem Endgerät des Nutzers verschlüsselt übertragen werden. Du siehst in Google Chrome am linken oberen Bildrand – direkt neben der URL einer Website – die Information, ob eine Seite mit einem SSL-Zertifikat ausgerüstet ist („Sicher“) oder auf keine HTTPS-Übertragung zurück greift („Nicht Sicher“). 

Auch hinsichtlich DSGVO hat dies besondere Relevanz, da personenbezogene Daten – z.B. in einem Kontaktformular (wie etwa E-Mail Adresse, Telefonnummer oder Geburtsdatum) nur mehr verschlüsselt übertragen werden dürfen. Wer also im Juli 2018 noch immer kein SSL-Zertifikat auf seiner Website oder in seinem Webshop eingebunden hat, verunsichert nicht nur zunehmend seine Besucher, sondern verstößt auch seit nunmehr zwei Monaten gegen eine EU-Grundverordnung. Im schlimmsten Fall muss man hier mit diversen Strafen rechnen. Dies betrifft nicht nur alle Seiten mit Kontaktformularen, sondern natürlich auch alle Webshops. Dort werden sogar noch kritischere Daten wie etwa Kreditkartennummern übertragen.

HTTPS und WaaS

In unseren WaaS-Angeboten („Website bzw. Webshop as a Service„) ist ein SSL-Zertifikat natürlich stets im Hosting-Grundpreis inkludiert. Wir sind schon seit längerer Zeit der Meinung, dass die Sicherheit im Internet ein zentraler Faktor für die Gewinnung von Vertrauen der Nutzer ist. Falls deine Website (oder noch schlimmer: dein Webshop) also in Chrome 68 als „Nicht Sicher“ angezeigt wird, dann ist es spätestens jetzt allerhöchste Eisenbahn. Kontaktiere uns am besten noch heute – neben einem Angebot für eine effiziente WaaS-Lösung für dein Unternehmen können wir dir alternativ auch einen DSGVO-Check oder ein SEO Audit für deine bestehende Seite anbieten, damit du auf einen Blick weißt, an welchen Stellen noch Verbesserungen möglich (oder notwendig) sind. 

Am 25. Mai 2018 ist die DSGVO in Geltung getreten. Weiterhin nur im Entwurfstatus befindet sich jedoch die ePrivacy-Verordnung, welche hauptsächlich Cookies und Webtracking betrifft.

Das Niveau der möglichen Strafen bei schwerwiegenden Verstössen ist im Vergleich zur Datenschutzgrundverordnung auf dem gleichen Level. Denn auch hier kann eine Strafe bis zu 20 Millionen Euro bzw. 4% des weltweiten Jahresumsatzes betragen.

Cookie-Richtlinie gilt seit 2009

Im Bezug auf den Schutz von personenbezogenen Daten in elektronischer Kommunikation gilt daher weiterhin die Richtlinie 2009/136/EG, die so genannte Cookie-Richtlinie. Nach Artikel 5 Absatz 3 der Cookie-Richtlinie aus 2009 bedarf der Einsatz von Cookies (die personenbezogene Daten verarbeiten) der Zustimmung des betroffenen Nutzers.

Gemäß der Artikel-29-Datenschutzgruppe (das unabhängige Beratungsgremium der Europäischen Kommission) ist ein Einsatz von Cookies nur dann zulässig, wenn:

  • Der User vorab und detailliert informiert wird,
  • Vor dem aktiven Einsatz von Cookies eine Zustimmung des Nutzers vorliegt und
  • Diese Zustimmung freiwillig, ohne Zweifel und durch eine aktive Handlung (z.B. „Klick“) erteilt wird.

Somit reicht der Hinweis in einem Banner („Diese Seite verwendet Cookies…“) alleine eigentlich nicht aus. Weil ansonsten Cookies bereits gesetzt sind, bevor eine Zustimmung durch eine aktive Handlung erteilt wird. Daher müssen technische Hilfsmittel („Privacy By Design“) verwendet werden, um die Vorgaben der Cookie-Richtlinie einzuhalten. 

Unsere Lösung: der CookieBot

Wir haben in den vergangenen Wochen unzählige Tools und Plugins getestet, doch mittlerweile haben wir unseren Favoriten gefunden: den so genannten CookieBot.

Der große Vorteil am CookieBot gegenüber anderen Tools (wie z.B. Plugins für WordPress oder Magento) ist die Einbindungsmöglichkeit der technischen Funktionalität über den Google Tag Manager.

Nachdem wir Onlinepro!fis unser gesamtes Analytics- und Tracking-Setup (z.B. für AdWords, Facebook oder Display Advertising) standardmäßig über den GTM abwickeln, können wir für dich auf diese Weise gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  1. Deine Website erfüllt durch die technisch richtige Einbindung des CookieBots die Vorgaben aus der Cookie-Richtlinie
  2. Du schaffst Transparenz durch eine vollständige Auflistung der aktiven Cookies (wie hier auf unserer Seite)
  3. Dein Trackingsetup für deine Website oder Webshop wird im gleichen Zuge durch unsere Onlinepro!fis optimiert
  4. Du bist aufgrund der Nachhaltigkeit des Google Tag Managers bestens auf die kommende ePrivacy-Verordnung vorbereitet

Da wir über das notwendige Know-how für die richtige Implementierung für den CookieBot verfügen, sind wir auch ein offizieller Reseller des Tools. Du willst Cookies auf deiner Website gemäß der Cookie-Richtlinie implementiert haben? Du willst mögliche Strafen vermeiden und gleichzeitig bestens auf die ePrivacy-Verordnung vorbereitet sein?

Dann kontaktiere uns am besten noch heute, wir übernehmen dann den Rest.

Am 25. Mai 2018 tritt die neue EU Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) in Geltung. Du bist Unternehmer oder im Online Marketing tätig, hast aber bisher noch nichts von dieser Verordnung gehört? Nun, dann hast du während des letzten Jahres vermutlich in einer Höhle oder ohne Kontakt zur Außenwelt gelebt. Die Suchanfragen zu diesem Thema (in blau) und Datenschutz im Allgemeinen (in rot) sind im Verlauf der letzten beiden Quartale exponentiell in die Höhe gegangen. Dies zeigt auch das nachfolgende Diagramm aus Google Trends (Stand: 22.3.2018; Land: Österreich; Zeitraum: 1 Jahr) eindrucksvoll auf.

Bei schweren Verstößen gegen die DSGVO-Richtlinien können Bußgelder in der Höhe von bis zu 4 % des Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängt werden – dies ist ein Fakt. Doch verschiedenste Mythen und Gerüchte halten sich hartnäckig rund um die DSGVO – besonders wenn es sich um Online Marketing dreht. Daher stellen wir in diesem Blogbeitrag die provokante Frage, ob Maßnahmen im Online Marketing überhaupt noch wie bisher durchführbar sein werden und worauf man ab 25. Mai besonders achten muss.

Newsletter

Für Datenverarbeitungsvorgänge benötigt man für den Newsletterversand eine explizite Einwilligung der Betroffenen (so nennt die DSGVO alle natürlichen Personen, deren Daten verarbeitet werden). Du benötigst daher eine Einwilligung, wenn du einen Newsletter an einen Kunden verschicken willst. Daher raten wir dir, auf das so genannte Double-Opt-In-Verfahren zurückzugreifen. Hier musst der Betroffene die Anmeldung zu einem Newsletter nochmal explizit bestätigen, bevor seine Mailadresse in deinem Verteiler landet. Wir Onlinepro!fis achten schon länger darauf, dass wir dank atipso.newsletter mit unseren Kunden nur mit Software arbeiten, welche in allen Punkten DSGVO-konform ist. 

Neu ist jedoch das so genannte Koppelungsverbot. Demnach darf zum Beispiel die Erfüllung eines Vertrages nicht von der Erteilung einer Einwilligung abhängig sein. Nachdem das extrem komplex klingt, hier gleich ein einfaches Beispiel dazu: eine Anmeldung zu einem Newsletter darf kein Pflichtfeld für eine Bestellung in einem Onlineshop sein.

Du darfst in deinem Onlineshop auch keine Checkbox für die Newsletteranmeldung automatisch angehakt anzeigen, sondern musst dem Kunden die Möglichkeit geben, sich für das Anhaken dieser Checkbox frei zu entscheiden. 

Zu guter Letzt wird auch die Einwilligung von Kindern unter 16 Jahren ein kritisches Merkmal. Denn wer unter dieser Altersgrenze liegt, kann selber keine wirksame Einwilligung erteilen. Dies betrifft allerdings nur alle Anmeldungen ab dem 25. Mai 2018. Du musst jetzt also nicht deinen bestehenden Kundenstamm überprüfen. Aber ab Ende Mai ist es wichtig, dass du bei einer Newsletteranmeldung auch das Alter erfrägst bzw. in einem Auswahlmenü kein Alter unter 16 Jahren auswählbar ist. 

Google Analytics & Tracking

Webanalyse-Tools wie Google Analytics sind für Onlinemarketer im 21. Jahrhundert unverzichtbar. Denn alles was im WWW passiert, basiert auf Zahlen und Daten und kann gemessen werden. Musst du den Einsatz von GA nun im Zuge der DSGVO einschränken oder gar unterbinden und das Marketing somit zurück in die Steinzeit werfen? Nein, aber die Regeln werden strenger.

Der Einsatz der anonymizeIp Einstellung (Anonymisierung der IP Adresse) von Google Analytics ist bereits länger Pflicht. Wir Onlinepro!fis befolgen dies natürlich schon seit Jahren und können dies – wenn notwendig – auch bei anderen Websiten ganz einfach überprüfen, wie der nachfolgende Screenshot zeigt. 

Außerdem muss auf jeder Website ein Platz zur Opt-Out-Möglichkeit für Google Analytics bestehen – im Normalfall wird dies derzeit auf der Datenschutz-Seite gemacht. Auch für alle anderen Cookies und Webtrackingtools muss eine Widerrufsmöglichkeit bestehen. Funktionale Cookies, welche z.B. die Seitensprache abspeichern oder für die Erbringung des technischen Dienstes zwingend notwendig sind, sind übrigens von der DSGVO ausgenommen (vgl. WKO-Präsentation, Folie 13).

 

DSGVO vs. ePrivacy

Mit dem Buzzword „Privacy by Default“ (frei übersetzt: Datenschutz durch Voreinstellung) tritt jedoch eine grundlegende Veränderung in Kraft. War es bisher so, dass man auf einer Website oder in einem Webshop automatisch getrackt wurde, wenn man die Seite betrat (damit sind die Cookie-Hinweise gemeint, die in den letzten 2-3 Jahren vermehrt aus dem Boden gesprossen sind), so wird dies durch den aktuellen Entwurf der ePrivacy-Verordnung (welche nicht mit der DSGVO verwechselt werden sollte) nun ebenfalls bald anders.

Falls dieser Entwurf der ePrivacy-Verordnung in Kraft tritt, könnte dies somit – direkt auf das Business bezogen – viel markanter für das Online Marketing werden. Allerdings sagt Artikel 25, Absatz 2 in der DSGVO etwa aus, „dass durch Voreinstellung grundsätzlich nur personenbezogene Daten, deren Verarbeitung für den jeweiligen bestimmten Verarbeitungszweck erforderlich ist, verarbeitet werden“. Im aktuellen Entwurf der ePrivacy-Verordnung ist hingegen keine unbedingte Pflicht zu einer Do-not-track-Voreinstellung auszumachen (via OnlineMarketing.de). Und genau dies ist derzeit das größte Problem rund um DSGVO und ePrivacy: nicht alles ist schwarz oder weiß, vieles ist grau. Und diese Unsicherheit macht derzeit auch vielen Onlinemarketern zu schaffen.

Wie auch immer, sobald ePrivacy in Kraft treten sollte, muss der User die aktive Möglichkeit angeboten bekommen, dass er beim Betreten einer Seite im WWW selbst bestimmt, ob er die Verwendung von Cookies akzeptieren will oder auch nicht. Wir setzen daher auf verschiedene Anbieter, welche Lösungen für die Cookie-Thematik bereits anbieten. Diese sind in CMS (Content Management Systeme) wie z.B. WordPress oder Magento bereits ePrivacy-konform einsetzbar.

Die Verordnung betrifft übrigens auch Google, Microsoft, Mozilla und Co – denn Browser müssen derart programmiert sein, dass diese von Anfang an auf die freundlichste Variante im Bezug auf Datenschutz voreingestellt sind (= standardmäßig kein Tracking zulassen). Dass die e-Privacy-VO allerdings am 25. Mai 2018 zusammen mit der Datenschutzgrundverordnung in Kraft tritt, halten Experten für sehr unwahrscheinlich.

Facebook (inkl. Ads)

Im Zuge des Skandals rund um Cambridge Analytica ist Facebook in diesem Monat einmal mehr negativ aufgefallen, wenn es um Datenschutz und die Weitergabe von personenbezogenen Daten geht. Und dies zurecht – das Facebook-Pixel ist ein stetiger Begleiter auf nahezu jeder Website. Als Website- oder Webshopbetreiber bekommt man dadurch verschiedenste interessante Informationen über die eigenen Seitenbesucher geliefert.

Viele Experten waren sich daher einig: mit der DSGVO bekommt Facebook ein ernsthaftes Problem. Denn die EU-Verordnung gilt auch für Unternehmen, die ihren Hauptsitz nicht in der EU haben, sobald sie Dienstleistungen in der EU anbieten. Am 29.1.2018 hat das Unternehmen von Mark Zuckerberg erstmals offiziell Stellung zur DSGVO bezogen. Alle Informationen findet man seither auf der eigenen GDPR-Seite. Besonders interessant hier einer der letzten Absätze:

Nutzungsbedingungen für Werbetreibende

Wenn Facebook für seine Partner in der EU Dienstleistungen erbringt, bei denen wir als Auftragsverarbeiter auftreten, halten wir die geltenden Anforderungen an Auftragsverarbeiter ein. Das bedeutet, dass wir alle vertraglichen Verpflichtungen entsprechend anpassen werden, damit diese mit der DSGVO im Einklang stehen.

Wenn wir Dritte mit einer Datenverarbeitung in unserem Namen beauftragen, stellen wir sicher, dass die Vertragsbedingungen die Einhaltung der DSGVO und den Schutz der Daten gewährleisten. Wenn wir dagegen im Auftrag von Werbetreibenden als Auftragsverarbeiter auftreten, verlassen wir uns darauf, dass die Werbetreibenden eine zureichende Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten haben.

Was sind nun aber die konkreten Auswirkungen für Facebook Ads und den Einsatz des Facebook Pixels?

Ziemlich weitreichend. Selbst wer seine User proaktiv darüber informieren sollte, dass mithilfe des Facebook Pixels bestimmte Kundendaten gesammelt werden und mit deren Hilfe auf Facebook gezielte Ads geschalten werden, welche von (glaubhaftem!) persönlichem Interesse des Kunden sind, wird ein Problem damit haben, genau sagen zu können, welche Daten Facebook sammelt und weitergibt. Vorbei sind mit ziemlicher Sicherheit die Zeiten, in denen man alle möglichen Kundendaten mit dem Facebook Pixel gesammelt hat und diese dann ohne Einverständnis innerhalb von Custom- oder Lookalike-Audiences beworben hat – dies ist ab 25. Mai ein massiver DSGVO-Verstoß.

Datenschutzerklärung

Ab Ende Mai ist es wichtiger denn je, dass die Datenschutzerklärung (welche auf jeder Website sowieso schon lange als eigenständige Seite Pflicht ist) alle Informationen über Tracking-Skripte, Datenspeicherung, Kontaktformulare, Cookies uvm. vollständig wiedergibt. Auch wenn man keinen Rechtsanwalt hat (oder sich einen Rechtsanwalt leisten kann), so gibt es verhältnismäßig kostengünstige Lösungen. Beispielsweise verschiedenste Kanzleien, die auf IT- und Onlinerecht spezialisiert sind und auf die Bereitstellung von Datenschutztexten in Checkboxform spezialisiert sind. Hier muss man allerdings ein gewisses technisches Grundverständnis besitzen, um zu wissen, was auf der eigenen Seite verwendet wird. Eine Alternative ist TrustedShops. Diese überprüfen einen Onlineshop nicht nur hinsichtlich verschiedener Qualitäts- und Sicherheitskriterien, sondern stellen auch individuell angepasste Texte für die eigene Datenschutzerklärung bereit.

Fazit DSGVO und Online Marketing

Die Datenschutzgrundverordnung wird ganz sicher nicht den Untergang des Online Marketings mit sich ziehen. Wer allerdings bisher mit unlauteren Methoden (z.B. Datenkauf, unerlaubtes Sammeln von Daten, schlampige Verwaltung der Newsletterabonnenten, unerlaubte Weitergabe von Daten, etc.) gearbeitet hat, der wird ziemlich sicher ein grobes Problem bekommen. Ebenso können die meisten Menschen mit Cookies, Retargeting, Conversion Tracking und anderen abstrakten Online Marketing Begriffen nur wenig anfangen und sind daher grundsätzlich misstrauisch – was jetzt durch die mediale Aufmerksamkeit rund um das Thema nochmal verschlimmert wird.

Aber genau deswegen kann die DSGVO auch eine Chance dafür sein, dass man das angeknackste Vertrauen des Konsumenten wieder nachhaltig herstellt. Dies bringt mich zu meinen zusammenfassenden Statements:

  • Unternehmen, die sich nicht an die DSGVO halten, könnten nach dem 25. Mai nicht nur durch das Misstrauen ihrer Kunden, sondern auch die Datenschutzbehörde abgestraft werden.
  • Obwohl die Auflagen im Online Marketing strenger werden, wird es weiterhin möglich sein, Leads und somit brauchbare Kundendaten zu generieren.
  • Kunden müssen proaktiv darüber informiert werden, welcher Mehrwert ihnen dadurch entsteht, wenn sie gewisse persönliche Daten an ein Unternehmen weitergeben.
  • Als Online Marketer solltest du deine eigenen Online Marketing Tools & Lieferanten überprüfen, ob diese sich erstens an die DSGVO halten und zweitens auch in der Datenschutzerklärung vermerkt sind.

 

Disclaimer: alle Angaben ohne Gewähr. Wir sind Onlinepro!fis aber keine Juristen. Wenn du sicher sein willst, alle Punkte aus DSGVO, DSG und ePrivacy zu erfüllen, dann ist dies nur durch die Beratung eines professionellen Rechtsanwalts möglich.

 

Schon einmal von HTTP/2 gehört? Dieses Zauberwort kann für eine bessere Performance von Webseiten, glücklichere Kunden und verbesserte SEO-Rankings sorgen. Das bedeutet wiederum, dass Webseiten welche HTTP/2 unterstützen mehr Traffic generieren, welche wiederum mehr Conversions und mehr Umsatz zur Folge haben. Klingt irgendwie genau nach den Zielen von uns bunten Onlinemarketern, welche du auch auf unserer Homepage findest.

Aber was ist nun eigentlich HTTP/2? Die Version 2 des HTTP-Standards aus dem Mai 2015 ist ein signifikates Update des Hypertext Transfer Protokolls, welches seit 1991 verwendet wird um Computer im Internet miteinander zu verbinden. Das zuvor letzte größere Update (HTTP/1.1) wurde im Jahr 1999 durchgeführt, also vor 19 Jahren. Allerdings hat sich der Content im Internet seit 1991 radikal verändert, damals bestanden Websites hauptsächlich nur aus Text. Stellvertretend dafür auch ein Screenshot der ersten Internetseite aller Zeiten (…heute würde man wohl flat design dazu sagen ;- )

Kürzere Ladezeit, kürzere Latenz

HTTP/2 berücksichtigt seit 2015 erstmals die Veränderungen der letzten beiden Jahrzehnte (Rich Media wie Bilder, Videos usw. bereichern so gut wie jeder Website) und arbeitet daran, die Kommunikationszeit zwischen dem Client eines Nutzers (PC, Notebook, Smartphone, Tablet) und einem Server zu reduzieren. Das HTTP/2 Protokoll lädt die meisten Webseiten schneller als die früheren HTTP-Standards, egal auf welchem Device. Auf der Website von Akamai kann jeder selber testen, welchen Unterschied der Support von HTTP/2 im Vergleich mit HTTP/1.1 verursacht.  

In unserem Beispiel also kürzere Latenzzeit (um 88%) und kürzere Ladezeit (um 42%) – diesen Test von Akamai gibt es übrigens auch bereits seit 2015. Natürlich gibt es einige Kriterien für Ladezeit und Latenz: wie groß ist die physische Distanz zwischen Server und Client? Wie schnell ist die Internetverbindung des Nutzers?  Auf Basis einer Studie von W3Techs aus dem Februar 2018 verwenden bereits 24.1% der Top-10-Millionen-Webseiten im Internet den Protokollstandard.

Glückliche Käufer dank HTTP/2

Die gewonnene Geschwindigkeit durch den Protokollstandard kann auch das Online-Einkaufserlebnis deiner Kunden beeinflussen. Denn Internetnutzer kaufen mit Vorliebe auf Seiten ein, welche schnell laden und keine langen Ladezeiten das Kauferlebnis negativ beeinflussen. Eine Studie von Kissmetrics besagt etwa, dass eine 1-sekündige Verzögerung der Ladezeit in einem 7%-igen Verlust von Conversions enden kann. Das klingt nicht nach viel? Dann lieber ein konkretes Beispiel: wenn ein Webshop theoretisch 100.000€ Umsatz pro Tag generiert, dann verliert man durch eine 1-sekündige Verzögerung der Ladezeit über ein Jahr gesehen ganze 2.5 Millionen € an Umsatz

Glückliche Suchmaschinen 

Suchmaschinen (also Google und Bing, welche zusammen von 98.3% aller Internetnutzer in Österreich verwendet werden) wollen ebenfalls glückliche Nutzer – also Nutzer, die auf schnellen Webseiten surfen. Deswegen hat Google auch schon lange geplant, den mobilen Index im Jahre 2018 zum Primärindex zu machen. Das unter Webmastern und SEOs gefürchtete Speed Update wurde im Jänner 2018 auch von Google offiziell angekündigt und wird im Juli 2018 für mobile Suchanfragen umgesetzt werden: 

Although speed has been used in ranking for some time, that signal was focused on desktop searches. Today we’re announcing that starting in July 2018, page speed will be a ranking factor for mobile searches.

Seitengeschwindigkeit wird daher ein so großer SEO-Faktor wie nie zuvor werden. Je schneller deine Seite ist, desto weiter vorne wird sie bei Suchmaschinen ranken, desto mehr Klicks wird sie erhalten, desto mehr Traffic wird demnach eingehen, welcher ultimativ in Anfragen (und Conversions) mündet. Das sind übrigens auch die Grundprinzipien der Suchmaschinenoptimierung 😉

Ist HTTP/2 auf meiner Website aktiv?

Dies kannst du relativ schnell herausfinden.

  1. Rechtsklick auf irgendeinen Bereich deiner Website
  2. Auf „Untersuchen“ (Chrome) bzw. „Element untersuchen“ (Firefox) klicken.
  3. Zu „Network“ (Chrome) bzw. „Netzwerkanalyse“ (Firefox) navigieren.
  4. Mit der rechten Maustaste auf eine der Spaltenüberschriften klicken und „Protocol“ (Chrome) oder „Protokoll“ (Firefox) aktivieren.
  5. Die Seite vollständig aktualisieren („hard reload“).

Ich habe dies beispielhaft mit unserer Seite gemacht (welche natürlich HTTP/2 unterstützt ;-)):

Wenn hier nun HTTP/2.0+h2 angezeigt wird, dann ist alles perfekt, dann werden die Ressourcen deiner Website bereits über HTTP/2 geladen. Wenn dies allerdings nicht der Fall ist, dann hast du Aufholbedarf. 

HTTP/2 von den monobunten

Bis Juli ist es nicht mehr lange. Wenn wir eine Website (oder einen Webshop) für dich aufsetzen, dann ist die Unterstützung des HTTP/2 Protokolls natürlich inkludiert. Die Grundbedingung für HTTP/2 (nämlich ein SSL-Zertifikat) ist bei unseren WaaS-Produkten ebenfalls im Grundpreis inkludiert. Außerdem verwenden wir Cloudflare als HTTP/2 Content Delivery Network, welches dafür sorgt, dass statische Assets (z.B. Produktfotos) schneller geladen werden.

Wenn wir deine WordPress-Seite für Suchmaschinen optimieren (z.B. mit einem Caching-Tool), dann achten wir natürlich auch auf die technischen Unterschiede zwischen Webseiten welche HTTP/1.1 und HTTP/2 verwenden. Beispielsweise im Bezug auf das Zusammenfassen von CSS- und JS-Dateien – welches in ersterer Version als best practice gilt, in zweiterer Version dafür nicht unbedingt empfehlenswert ist.

Wie auch immer, wir wollen uns hier nicht in technische Details verlieren. Denn zusammenfassend geht es darum, dass deine Seite schneller geladen wird, du dadurch mehr Traffic erhältst und in weiterer Seite zu mehr Leads, Conversions und Umsatz kommst. Sieh‘ zu, dass du am Datenhighway des WWW nicht mit veralteter Technik auf der Strecke bleibst. Kontaktiere uns daher gleich noch heute und wir prüfen das Setup deiner Website oder deines Webshops.

 

Wenn du im Laufe der letzten Tage nach einem Bild bei Google gesucht hast, dann sind dir eventuell zwei grundlegende Änderungen aufgefallen.

  1. Du kannst dir ein Bild auf Google nicht mehr direkt anzeigen lassen
  2. Du kannst auf Basis eines Bildes nicht mehr nach ähnlichen Bildern suchen lassen

Google hat diese beiden Änderungen am 15. Februar selber über den offiziellen Twitter-Account @searchliaison bestätigt:

Notwendig wurde dies aufgrund der Aktionen von Getty Images. In einer Beschwerde an die EU Kommission in 2016 behauptete Getty Pictures, dass das direkte Abspeichern von Bildern den Datendiebstahl und der Piraterie von urheberrechtlich geschütztem Content fördern würde. Generell hatten auch andere Publisher und Medienhäuser schon längere Zeit ein Problem damit, dass man Bilder mit Copyright via Google einfach direkt mit einem Klick herunterspeichern konnte. 

Neben der Speichermöglichkeit von Bildern wurde auch die so genannte „Reverse Search“ deaktiviert. Hier konnte man entweder selber ein Bild bei Google hochladen oder auf Basis eines Bildes in den Google-Ergebnissen nach anderen Bildern suchen. Besonders praktisch war dies, wenn man für einen Blogartikel oder ein Posting auf Social Media einen bestimmten Schnappschuss in einer besseren Auflösung oder in einer besseren Qualität finden wollte. 

(c) http://sea.pcmag.com/smartphones/6524/news/how-to-do-a-reverse-image-search-from-your-phone

Publisher reagierten auf die Konsequenzen von Google natürlich positiv. Denn ab sofort muss man zumindest den Umweg über einen direkten Seitenbesuch gehen, wenn man sich ein bestimmtes Bild auf seinem PC oder Smartphone abspeichern will. Normale Nutzer reagierten den Umständen entsprechend verärgert, unter diversen Twitter-Accounts von Google gab es auch vereinzelte Shitstorms. 

Ob diese Änderung bei der Bildersuche von Google in weiterer Folge wirklich positive Auswirkungen im Bezug auf Bild-Piraterie haben wird, sei zum aktuellen Zeitpunkt dahin gestellt. Wegen der Eckpunkte der außergerichtlichen Einigung mit Getty Pictures und der darauf folgenden „zukünftigen Zusammenarbeit“ war diese Maßnahme für den Onlinegiganten jedoch unumgänglich. Verlierer ist auf alle Fälle der durchschnittliche User ohne Piraterie-Gedanken. 

Update 21. Februar 2018

Nun, das hat nicht lange gedauert. Laut Search Engine Land gibt es mittlerweile mehrere Plugins für den Google Chrome Browser, welche die verloren gegangenen Funktionalitäten der Google Bildsuche wieder zurückbringen.  Wer „View Image“ und „Search By Image“ also auf seinen Rechner zurückbringen will, dem sei ein kurzer Blick in den Artikel empfohlen.