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AR und VR: Was taugen die aktuellen E-Commerce-Trends?

Während internationale und etablierte Unternehmen wie IKEA Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) schon seit einiger Zeit nutzen und testen, ermöglicht die wachsende Zahl an Tools mittlerweile auch kleineren Unternehmen, sich an den neuen Lösungen auszuprobieren. Auch in den sozialen Netzwerken geht der Trend in Richtung AR. Man kann beobachten, dass sich diese neuen Technologien immer weiter ausbreiten und sich langsam, aber stetig zum Standard im E-Commerce entwickeln. Auch die Verbraucher:innen fühlen sich mit den 3D-Umgebungen zunehmend wohl, die Unternehmen für sie schaffen. Laut einer von Google durchgeführten Umfrage sind bereits 66% aller Verbraucher:innen an der Nutzung von AR beim Einkauf interessiert.

AR und VR – was ist das eigentlich?

Augmented Reality ist die Verbesserung und Erweiterung der Wahrnehmung der realen Umgebung durch computergenerierte Informationen. Die Erweiterung der realen Umgebung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, sei es visuell, auditiv, haptisch etc. Virtual Reality ist im Gegensatz dazu eine computergenerierte, interaktive Wirklichkeit, die durch 3D-Elemente dargestellt wird.

Für den E-Commerce ist Augmented Reality aktuell relevanter. AR schafft eine Verbindung zwischen der realen und der virtuellen Welt und schafft so eine immersive und lebendige Erfahrung. Im E-Commerce eingesetzt hilft AR, Produkte im Onlineshop durch virtuelle Objekte zu ergänzen und diese anschließend durch eine Live-Kameraübertragung mit der realen Welt zu verschmelzen. So können Interessent:innen Produkte bereits vor der Lieferung im Webshop anprobieren oder Möbel digital in ihr Wohnzimmer stellen und begutachten.

Augmented Reality im E-Commerce

(c) Adobe Stock (181034458)

Was sind die Vorteile von AR?

Dem Augmented Reality Shopping steht im E-Commerce aller Voraussicht nach eine große Zukunft bevor. Den Betreibern von Webshops bietet die fortschrittliche Technologie eine Menge Vorteile:

Verbesserte User Experience

Mit Hilfe von AR können Kund:innen die Produkte in Webshops „richtig“ erleben und mit ihnen interagieren, wie sie es in der realen Welt tun würden. Interaktive 3D-Modelle helfen den Konsument:innen, schnellere und nachhaltigere Kaufentscheidungen zu treffen. AR erhöht auch die durchschnittliche Verweildauer auf Produktseiten deutlich, was letztendlich zu besseren Conversions und einem höheren Umsatz führt.

Hervorragendes Produkterlebnis

Durch 3D-Visualisierungen, virtuelle Anproben und Produktdemos ist es möglich, Kund:innen ein intensiveres Produkterlebnis zu bieten, als dies bei herkömmlichen Produktseiten der Fall ist. Auch die Verbindung der realen mit der virtuellen Welt über einen Live-Kamera-Feed führt zu lebendigeren Produkterlebnissen und hilft Nutzer:innen dabei, bessere Kaufentscheidungen zu treffen.

Individuelles Einkaufserlebnis

Die Anpassung und Personalisierung von Produkten ist ein guter Weg, um das Kundenerlebnis zu verbessern und die Conversion Rate zu steigern. AR kann als der nächste Schritt der Individualisierung angesehen werden. Benutzer:innen können interaktiv Produktattribute anpassen und diese anschließend mit Hilfe von Augmented Reality erleben.

Niedrige Rücklaufquoten

Der Onlinehandel kämpft seit jeher mit einer hohen Rückgabequote. Ein häufig genannter Rückgabegrund ist, dass das Produkt nicht der Beschreibung entsprochen hat. In diesem Fall war entweder die Beschreibung des Artikels im Onlineshop nicht treffend oder die Verbraucher:innen waren nicht in der Lage, das Produkt zu verstehen. Durch die Implementierung eines AR-Einkaufserlebnisses kann Abhilfe geschaffen werden, da die Kund:innen das Produkt schon vorab erleben und dadurch bessere Entscheidungen treffen können.

Steigerung der Conversion Rate

Die Wahrscheinlichkeit eines Kaufes steigt, wenn die Kundschaft sich ein gutes Bild vom Produkt machen kann. Die verschiedenen Möglichkeiten, die AR mittlerweile bietet, liefern hier großes Potenzial für die verschiedensten Bedürfnisse.

AR und VR Trends

Einem Bericht der New York Times zufolge wird der globale Augmented Reality-Markt voraussichtlich bis 2028 ein exponentielles Wachstum verzeichnen. Aktuell ist der E-Commerce-Markt noch nicht von AR gesättigt – der ideale Zeitpunkt, um sich an die neu aufkommende Technologie anzupassen und sich so einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen! Wir haben uns umgehört und die relevantesten AR und VR Trends zusammengefasst.

Trend 1: AR-Vorschau

Richtig eingesetzt ist AR ein ideales Werkzeug, um die Kundenzufriedenheit zu steigern. AR macht es möglich, 3D-Ansichten von Produkten zu erstellen. Verbraucher:innen erhalten so detaillierte Informationen, die sie bei der Kaufentscheidung unterstützen können und Produktrückgaben reduzieren.

Der wohl größte Vorteil der AR-Vorschau liegt darin, dass die Konsument:innen die Ware vor dem Kauf visualisieren können. Eine AR-Vorschau ist ein interaktives Erlebnis, das den Benutzer:innen ermöglicht, das sie interessierende Produkt in ihre Umgebung einzufügen.

Trend 2: Virtuelle Ausstellungsräume

Virtuelle Ausstellungsräume erlauben Kund:innen, bestimmte Produkte sowie deren Eigenschaften und Kosten mit Hilfe von VR-Brillen zu entdecken. Sie genießen das Gefühl eines stationären Geschäfts, ohne sich Gedanken über die physischen Einschränkungen eines Raumes machen zu müssen. Des Weiteren sind virtuelle Ausstellungsräume rund um die Uhr geöffnet und bieten den Verbraucher:innen dadurch höchste Flexibilität. Nicht zuletzt sind die virtuellen Räume im Gegensatz zum stationären Handel nicht an einen Ort gebunden und können Menschen auf der ganzen Welt erreichen!

Trend 3: In-Store-Navigation

Durch In-Store-Navigation, die von AR unterstützt wird, können sich Kund:innen spielend leicht durch ein riesiges Shopping-Zentrum bewegen. Sie sehen eine digitalisierte Version der Verkaufsfläche mit Wegbeschreibungen und Preisen. Sogar aktuelle Sonderverkäufe und Werbeaktionen werden angezeigt! Die In-Store-Navigation kommt meist in Form einer App daher und birgt nicht nur für den Handel Potenzial – sie kann beispielsweise auch verwendet werden, um Mitarbeiter:innen die Navigation in großen Bürogebäuden zu erleichtern.

Trend 4: Virtuelle Anprobe

Mit dem weiteren Ausbau des Onlinehandels steigen auch die Erwartungen der Kundschaft an personalisierte und interaktive Einkaufserlebnisse. Im Bekleidungs- und Schuhsegment kommen daher immer häufiger virtuelle Anprobe-Lösungen zum Einsatz. Dadurch kann das Risiko einer falschen Größenauswahl verringert und die Effizienz der Lieferkette maximiert werden.

Obwohl die virtuellen Anprobe-Technologien noch in den Kinderschuhen stecken, zeigt sich schon jetzt das große Potenzial dahinter. Bis die AR-Lösungen ausgereift sind, empfiehlt es sich, auf passende und hochwertige Produktbilder zu setzen, um den Kund:innen ein angenehmes Einkaufserlebnis zu verschaffen.

Trend 5: VR im Immobiliensektor

Ein Haus oder eine Wohnung virtuell besichtigen? Virtual Reality soll in den nächsten Jahren durch virtuelle Besichtigungen eine zentrale Rolle in der Immobilienbranche spielen. Der digitalisierte Rundgang ermöglicht es Interessent:innen, eine Immobilie in ihrem eigenen Tempo und ohne Druck zu besichtigen. Auch für Immobilienmakler:innen bringt die neue Technologie Vorteile. VR kann dabei helfen, Immobilien besser zu präsentieren – selbst vom Verkaufsbüro aus.

Trend 6: Interaktive Gebrauchsanweisungen

Interaktive Bedienungsanleitungen sind hochgradig anpassbar und können Benutzer:innen durch verschiedenste Workflows führen. Auch Produkttouren lassen sich mit AR wunderbar umsetzen. Zum Beispiel: Kund:innen können eine AR-Anwendung benutzen, um ein Produkt zu scannen. Dadurch erhalten sie Zugriff auf einen virtuellen Rundgang durch das Produkt. Virtuelle Benutzerhandbücher haben sich bereits jetzt als effektiv erwiesen, um die Conversions zu steigern.

Trend 7: Filter

Pokemon Go war im Jahr 2016 die erste globale AR-App, die über eine Milliarde Downloads erzielen konnte. Spätestens seit diesem Phänomen sind Augmented Reality Filter vor allem aus Social Media nicht mehr wegzudenken. AR-Filter können aber auch ein wichtiges Mittel für Unternehmen sein, um ihrer Kundschaft zu helfen, die angebotenen Produkte zu visualisieren. Durch die virtuelle Anprobe von Produkten wie Sonnenbrillen oder Lippenstiften können Konsument:innen gezieltere Kaufentscheidungen treffen.

Fazit und Ausblick

Die Zeichen sind eindeutig: auch wenn Augmented und Virtual Reality momentan im E-Commerce noch nicht flächendeckend eingesetzt werden – schon in wenigen Jahren werden diese Technologien nicht mehr wegzudenken sein. Mit immer leistungsstärkeren Endgeräten, Datenverbindungen (5G) und kontinuierlichen Weiterentwicklungen der Technologien wird eine zunehmend realistischere Darstellung von Produkten in Onlineshop-Systemen möglich sein. Auch die Sensibilisierung der Konsument:innen wird steigen und zur weiteren Ausbreitung von AR und VR beitragen.

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